Heute packen wir aus: Und zwar unser gesamtes Foto- und Filmequipment. Gleich zu Beginn müssen wir euch etwas gestehen: Wir sind Foto-Nerds. Wir schleppen bei all unseren Reisen soviel Gewicht an Technik mit, dass sich manch eine/r wohl auf den Kopf greifen würde. Aber wir lieben unsere kleinen und großen Helferlein einfach zu sehr und so begleiten sie uns fast vollzählig auf unsere Reisen durch die Länder der Welt. Außerdem verwendet Romeo seine Kamera beruflich. Das ist vielleicht eine kleine Ausrede für das, was jetzt kommt. Vielleicht. Das ist sie, unsere Fotoausrüstung für Reisen (Stand: August 2017).

Die Kamera Nr. 1: Nikon D750

Die erste Frage – Warum Nikon und nicht Canon? – zu beantworten, ist leicht: Wir mögen die Haptik von Nikon-Kameras. Und Nikon spricht uns einfach mehr an. Bauchgefühl nennt man das auch. Die zweite Frage – Warum gerade die D750? – fällt etwas schwieriger zu beantworten. Klar war, dass Romeo eine Vollformat-Kamera haben wollte. Weniger Bildrauschen, höhere ISO-Empfindlichkeit, bessere Bilder. Die D750 hat letztlich den Kampf gewonnen.

Kamera Reise Tipps

Die Kamera Nr. 2: Sony Alpha 7II

Wir hatten schon längere Zeit das Gefühl, mit nur einer Kamera nicht flexibel genug zu sein, was fotografieren und filmen gleichzeitig betrifft. Ständig Einstellungen wechseln oder Schwebestativ drauf- und wieder abmachen – das war irgendwie ziemlich mühsam. Daher haben wir uns kürzlich für eine etwas größere Investition entschieden und heißen ab sofort die wundervolle Systemkamera Sony Alpha 7 II in unserer Familie willkommen.

Wir haben uns unter anderem aufgrund des integrierten Bildstabilisators für die Sony Alpha 7II entschieden und sind nach den ersten Tests super zufrieden. Das Bild ist scharf, der Stabilisator top und das Handling super. Hätten wir mehr Budget zur Verfügung gehabt, dann wären wir definitiv bei der Sony Alpha 7sII gelandet, aber fürs Erste ist die Kamera einfach die perfekte Wahl für uns.

Die Nikon-Objektive

Nikon AF-S NIKKOR 24-70mm 1:2,8G ED

Unser Allround-Objektiv, das Nikon AF-S 24-70mm 1:2,8G, haben wir immer mit dabei. Es ist sicher kein Leichtgewicht, aber die Abbildungsleistung bei Offenblende 2,8 ist einfach grandios. Wir lieben es trotz seines Gewichts von knapp 1 Kilo heiß.

Ein Allround-Objektiv, das wir euch ebenfalls empfehlen können, ist das Nikon AF-S 24-120mm 1:4G. Das ist zwar weniger lichtstark, was man insbesondere bei Dunkelheit merkt, fürs Reisen ist es aber mehr als ausreichend! Wir hatten es selbst jahrelang im Einsatz und waren super zufrieden.

Mini ausborgen Steigenberger Krems

Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G

Diese 50er Festbrennweite haben wir ebenfalls so gut wie immer dabei. Damit fotografieren wir gerne Halbkörper-Portraits und unser Essen. Die Blende darf dann allerdings nicht zu offen sein, sonst ist der Schärfebereich zu gering.

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Nikon AF-S NIKKOR 85 mm 1:1,8G

Unsere neuste Festbrennweite, das 85er-Objektiv, verwenden wir gerne für Portraits. Im Vergleich zum 50er ist man hier noch näher dran und schafft es dadurch, das Objekt noch schöner freizustellen.

Portrait-Nikon-85mm-1,8

Die Drohne: DJI Mavic Pro

Irgendwie war klar, dass wir irgendwann eine Drohne unser Eigen nennen würden und letztlich hat es kürzer gedauert als gedacht. Die Wahl fiel auf die DJI Mavic Pro und zwar aus mehreren Gründen: Zum einen (und das war einer der wichtigsten Gründe) wollten wir auf Reisen kein Monsterding mit uns mitschleppen. Die DJI Phantom fiel somit aus. Da wir ohnehin schon so viel Technik mit dabei haben, sollte die Drohne handlich sein. Zum anderen wollten wir aber auf gute Bildqualität nicht verzichten. Die Entscheidung fiel somit sehr schnell auf die DJI Mavic Pro.

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Unser Fazit: Überlegt euch gut, ob euch Drohnenaufnahmen soviel wert sind, dass ihr euch den Aufwand antun möchtet! Wir hatten uns das so vorgestellt: 1) Drohne kaufen – 2) Drohne starten – 3) die geilsten Luftaufnahmen haben. Und das natürlich alles ruck-zuck. Öhm, da sind wir ziemlich schnell auf die Nase gefallen. Sich mit einer Drohne zu beschäftigen und sie fliegen zu können, braucht Zeit. Erschwerend kommt hinzu, dass für jedes Land unterschiedliche, teils sehr komplizierte, Regelungen bestehen, was den Flug betrifft. z.B. in Österreich fliegen? Nur für viel Geld möglich! Hier benötigt man eine Versicherung (weniger das Problem) und eine Lizenz der Austro Control (Kostenpunkt: über 300 Euro pro Jahr). Wir wollen nicht per se gegen den Kauf einer Drohne appelieren (immerhin nutzen wir unsere nach wie vor), doch viele (so auch wir) stellen sich das zu Beginn sehr einfach und unkompliziert vor. Und das ist es definitiv nicht.

Das Schwebestativ: Steadydrive Tycoon

Anfang des Jahres, als wir angefangen hatten, uns näher mit dem Filmen und Schneiden von Videos zu beschäftigen, haben wir uns ein Schwebestativ von Tarion (OS03555) zugelegt. Sehr zufrieden waren wir damit nicht: Das Tarion-Schwebestativ ist schlecht verarbeitet und die Feineinstellung war immer sehr problematisch. Also haben wir uns nach leistbaren Alternativen umgesehen und sind bei Steadydrive gelandet. Das Modell Tycoon, welches wir haben, ist für den Preis ausgezeichnet verarbeitet. Ein ähnliches Modell ist der Smoother Preciso. Mit der Feineinstellung kommen wir sehr gut zurecht. Was wir außerdem super finden: Alle Steadydrive-Stative werden in Deutschland hergestellt – ganz im Gegensatz zu Tarion, die in China produzieren lassen. Da hätten wir uns wohl früher informieren sollen.

Dem Schwebestativ ist es zu verdanken, dass unsere Aufnahmen beim Gehen oder Laufen mit der Kamera optimal stabilisiert werden. Allen, die ihre Videos gerne ein bisschen professioneller gestalten möchten, können wir ein solches Schwebestativ sehr ans Herz legen.

Steadydrive-Schwebestativ

Das Stativ: Manfrotto Befree

Das Stativ unserer Wahl ist dieses vergleichsweise kleine und leichte Reisestativ von Manfrotto. Es lässt sich ziemlich kompakt zusammenklappen und ist sehr stabil. Wir verwenden es vorwiegend für Langzeitbelichtungen und Filmaufnahmen.

Manfrotto-befree-Reisestativ

Das Kamerakissen

Seit einiger Zeit dürfen wir uns auch stolze Besitzer eines Kamerakissens vom kleinen deutschen Startup „Kissen küsst Kamera“ nennen. Dieses haben wir bisher vor allem zum Filmen während Autofahrten verwendet. Aber auch sonst ist es ein toller und vor allem extrem leichter Begleiter auf Reisen.

kamerakissen-tipps

Die Tasche: Jack Wolfskin Fototasche

Fast immer mit dabei ist diese Fototasche von Jack Wolfskin. Gerade für Städtebesichtigungen oder kurze Wanderungen ist die Tasche optimal, da man die Kamera – im Vergleich zu einem Rucksack – immer griffbereit hat. Man trägt die Tasche über die Schulter, kann jedoch auch zusätzlich den Gürtel um die Hüften schnallen. Damit wird der Rücken entlastet und man kann auch längere Wegstrecken ohne Schulterschmerzen zurücklegen.

Jack-Wolfskin-Fototasche

Der Rucksack: Jack Wolfskin Fotorucksack

Bei längeren Wanderungen oder bei Flügen und Busfahrten verstauen wir unser Fotoequipment meist in unserem Fotorucksack von Jack Wolfskin. Gerade als Handgepäck bei Flügen ist er praktisch, denn zusätzlich zum Fotoequipment passt auch unser MacBook 13“ sowie ein paar persönliche Dinge wie Pulli, Schal, Geldbörse und Co. in den Rucksack. Das Stativ lässt sich übrigens an der Außenseite anschnallen. Der Vorteil des Rucksacks gegenüber der Tasche ist, dass das Equipment noch rückenschonender transportiert werden kann. Kathi hat den Rucksack in Sumatra stundenlang problemlos durch den Dschungel getragen. Den Rucksack gibt’s übrigens in zwei Größen, wir haben uns für den kleineren entschieden.

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Die wasserdichte Kamera: GoPro Hero3+ Silver

Für alle Wasser- und Sportaufnahmen ist die GoPro die Kamera unserer Wahl. Allerdings sind wir mit unserer Ausgabe leider nur bedingt zufrieden, da der Akku nach nicht einmal einem Jahr schon extrem schwach ist. Dazu muss man sagen, dass wir die GoPro in diesem einen Jahr nicht übermäßig oft im Einsatz hatten. Schade eigentlich, denn Unterwasseraufnahmen vom Schnorcheln sind schon etwas ganz Besonderes und möchten wir auch nicht missen.

DCIM100GOPRO

Die restlichen Helferlein

Also ob das nicht schon alles genug wäre, haben wir natürlich auch einen Fernauslöser (Nikon ML-L3), der allerdings leider zu selten zum Einsatz kommt. Außerdem haben wir mehrere Filter, darunter: Graufilter für die Nikon (Hoya 1000x), Graufillter für die Sony.

Nicht aufgelistet sind der Blitz (Nikon SB-910) und das Tele-Objektiv (Tamron SP 70-200mm). Beides haben wir auf Reisen nicht dabei, das wäre einfach zuviel des Guten.


Disclaimer: Steadydrive und Jack Wolfskin haben uns das Stativ, den Rucksack und die Tasche kostenlos zur Verfügung gestellt – vielen Dank! Alle anderen Dinge haben wir zwei Verrückten komplett selbst finanziert.

Wie sieht eure Fotoausrüstung für Reisen aus? Verratet es uns doch in den Kommentaren.

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