Heute packen wir aus: Und zwar unser gesamtes Foto- und Filmequipment. Gleich zu Beginn müssen wir euch etwas gestehen: Wir sind Foto-Nerds. Wir schleppen bei all unseren Reisen soviel Gewicht an Technik mit, dass sich manch eine/r wohl auf den Kopf greifen würde. Aber wir lieben unsere kleinen und großen Helferlein einfach zu sehr und so begleiten sie uns fast vollzählig auf unsere Reisen durch die Länder der Welt. Außerdem verwendet Romeo seine Kamera beruflich. Das ist vielleicht eine kleine Ausrede für das, was jetzt kommt. Vielleicht. Das ist sie, unsere Fotoausrüstung für Reisen.

Die Kamera: Nikon D600

Die erste Frage – Warum Nikon und nicht Canon? – zu beantworten, ist leicht: Wir mögen die Haptik von Nikon-Kameras. Und Nikon spricht uns einfach mehr an. Bauchgefühl nennt man das auch. Die zweite Frage – Warum gerade die D600? – fällt uns schwieriger zu beantworten. Klar war, dass Romeo eine Vollformat-Kamera haben wollte. Weniger Bildrauschen, höhere ISO-Empfindlichkeit, bessere Bilder. Die D600 hat letztlich den Kampf gegen die D7100 gewonnen. Und Romeos Fazit nach knapp 2 Jahren intensiven Fotografierens mit seinem Baby: „Läuft!“.

Einziger Nachteil: Die D600 hat den Ruf, dass der Spiegelschlag nach einiger Zeit Flecken auf dem Sensor hervorruft. Das ist zwar ärgerlich, aber gegen den verschmutzen Sensor hat man sein Leben lang Garantie. Und damit ist der Nachteil auch schon wieder relativiert. Wer sich für eine Kamera in dieser Preisklasse interessiert, wird mittlerweile mit der Nikon D610 am glücklichsten werden.

Nikon-D600-24-120

Die Objektive

Nikon AF-S NIKKOR 24-120mm 1:4G ED VR

Unser Allround-Objektiv haben wir immer mit dabei. Für Reisen ist es perfekt: Man kann damit Landschaften und Architektur gut fotografieren. Auch für Personenaufnahmen bei gutem Licht ist es gut geeignet. 

W-Hotel-Bangkok-Suite

Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G

Diese 50er Festbrennweite haben wir ebenfalls so gut wie immer dabei. Damit fotografieren wir gerne Halbkörper-Portraits und unser Essen. Die Blende darf dann allerdings nicht zu offen sein, sonst ist der Schärfebereich zu gering.

Finks-und-Haberl-1

Nikon AF-S NIKKOR 85 mm 1:1,8G

Unsere neuste Festbrennweite, das 85er-Objektiv, verwenden wir gerne für Portraits. Im Vergleich zum 50er ist man hier noch näher dran und schafft es dadurch, das Objekt noch schöner freizustellen.

Portrait-Nikon-85mm-1,8

Das Schwebestativ: Steadydrive Tycoon

Anfang des Jahres, als wir angefangen hatten, uns näher mit dem Filmen und Schneiden von Videos zu beschäftigen, haben wir uns ein Schwebestativ von Tarion (OS03555) zugelegt. Sehr zufrieden waren wir damit nicht: Das Tarion-Schwebestativ ist schlecht verarbeitet und die Feineinstellung war immer sehr problematisch. Also haben wir uns nach leistbaren Alternativen umgesehen und sind bei Steadydrive gelandet. Das Modell Tycoon, welches wir haben, ist für den Preis ausgezeichnet verarbeitet. Ein ähnliches Modell ist der Smoother Preciso. Mit der Feineinstellung kommen wir sehr gut zurecht. Was wir außerdem super finden: Alle Steadydrive-Stative werden in Deutschland hergestellt – ganz im Gegensatz zu Tarion, die in China produzieren lassen. Da hätten wir uns wohl früher informieren sollen.

Dem Schwebestativ ist es zu verdanken, dass unsere Aufnahmen beim Gehen oder Laufen mit der Kamera optimal stabilisiert werden. Allen, die ihre Videos gerne ein bisschen professioneller gestalten möchten, können wir ein solches Schwebestativ sehr ans Herz legen.

Steadydrive-Schwebestativ

Das Stativ: Manfrotto Befree

Das Stativ unserer Wahl ist dieses vergleichsweise kleine und leichte Reisestativ von Manfrotto. Es lässt sich ziemlich kompakt zusammenklappen und ist sehr stabil. Wir verwenden es vorwiegend für Langzeitbelichtungen und Filmaufnahmen. Wenn wir beispielsweise manuell mit der Tiefenschärfe experimentieren, ist ein Stativ zur Stabilisierung unbedingt notwendig.

Manfrotto-befree-Reisestativ

Das Kamerakissen

Seit Kurzem dürfen wir uns auch stolze Besitzer eines Kamerakissens vom kleinen deutschen Startup „Kissen küsst Kamera“ nennen. Dieses haben wir bisher vor allem zum Filmen während Autofahrten verwendet. Aber auch sonst ist es ein toller und vor allem extrem leichter Begleiter auf Reisen.

kamerakissen-tipps

Die Tasche: Jack Wolfskin Fototasche

Eine unserer neusten Errungenschaften ist diese Fototasche von Jack Wolfskin. Gerade für Städtebesichtigungen oder kurze Wanderungen ist die Tasche optimal, da man die Kamera – im Vergleich zu einem Rucksack – immer griffbereit hat. Man trägt die Tasche über die Schulter, kann jedoch auch zusätzlich den Gürtel um die Hüften schnallen. Damit wird der Rücken entlastet und man kann auch längere Wegstrecken ohne Schulterschmerzen zurücklegen.

Jack-Wolfskin-Fototasche

Der Rucksack: Jack Wolfskin Fotorucksack

Bei längeren Wanderungen oder bei Flügen und Busfahrten verstauen wir unser Fotoequipment meist in unserem Fotorucksack von Jack Wolfskin. Gerade als Handgepäck bei Flügen ist er praktisch, denn zusätzlich zum Fotoequipment passt auch unser MacBook 13“ sowie ein paar persönliche Dinge wie Pulli, Schal, Geldbörse und Co. in den Rucksack. Das Stativ lässt sich übrigens an der Außenseite anschnallen. Der Vorteil des Rucksacks gegenüber der Tasche ist, dass das Equipment noch rückenschonender transportiert werden kann. Kathi hat den Rucksack in Sumatra stundenlang problemlos durch den Dschungel getragen. Den Rucksack gibt’s übrigens in zwei Größen, wir haben uns für den kleineren entschieden.

Bukit-Lawang-Tschungel-Treck-3

Die wasserdichte Kamera: GoPro Hero3+ Silver

Für alle Wasser- und Sportaufnahmen ist die GoPro die Kamera unserer Wahl. Allerdings sind wir mit unserer Ausgabe leider nur bedingt zufrieden, da der Akku nach nicht einmal einem Jahr schon extrem schwach ist. Dazu muss man sagen, dass wir die GoPro in diesem einen Jahr nicht übermäßig oft im Einsatz hatten. Schade eigentlich, denn Unterwasseraufnahmen vom Schnorcheln sind schon etwas ganz Besonderes und möchten wir auch nicht missen.

DCIM100GOPRO

Die restlichen Helferlein

Also ob das nicht schon alles genug wäre, haben wir natürlich auch einen Fernauslöser (Nikon ML-L3), der allerdings leider zu selten zum Einsatz kommt. Außerdem haben wir seit kurzem einen Graufilter (Hoya 1000x), der ebenfalls erst richtig getestet werden muss.

Nicht aufgelistet sind der Blitz (Nikon SB-910) und das Tele-Objektiv (Tamron SP 70-200mm). Beides haben wir auf Reisen nicht dabei, das wäre einfach zuviel des Guten.


Steadydrive und Jack Wolfskin haben uns das Stativ, den Rucksack und die Tasche zur Verfügung gestellt – vielen Dank!  

Wie sieht eure Fotoausrüstung für Reisen aus? Verratet es uns doch in den Kommentaren.

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