„Trust me! Sammy is good! Best cook! Everybody happy!“ Jim, unser Guesthouse Besitzer, hat mal wieder die besten Argumente. Wir sitzen im Hof unseres Guesthouses und sind ein bisschen ratlos. Schon Monate zuvor in Wien hatten wir beschlossen, in Chiang Mai einen Kochkurs belegen zu wollen. Jetzt sitzen wir hier und sind mit der Fülle des Angebots überfordert! Wie um alles in der Welt können soooo viele Kochkurs-Anbieter hier überleben? Chiang Mai ist wohl die Stadt mit der höchsten Kochkurs-Rate der ganzen Welt, soviel steht fest. Langsam fragen wir uns, ob sich ein solcher Kurs überhaupt auszahlt…

„Trust me! Everybody like! Really!“ Na gut, überredet! Kann man solchen Argumenten etwas entgegen setzen? Wir entscheiden uns dafür, 900 Baht gegen einen Tag mit Sammy einzutauschen und glaubt uns, das war wohl eine der besten Entscheidungen unseres Lebens.

Am nächsten Morgen werden wir von Sammy abgeholt. Außer uns sind noch einige andere Reisende mit dabei. Gemeinsam mit Sammy fahren wir zu einem Markt etwas außerhalb von Chiang Mai. Er schleust uns gezielt durch die Menge, zeigt uns, wie man Kokosnussmilch herstellt und erklärt uns den Unterschied zwischen dutzenden Reissorten. Noch sind wir uns nicht ganz sicher, ob der Tag unseren Erwartungen gerecht werden wird können. Aber das ist ja erst der Anfang…

Alle rein ins Pickup-Taxi und weiter geht’s. Nach kurzer, holpriger Fahrt erreichen wir die Farm und sind… BEGEISTERT! Sooooo wunderschön hätten wir es uns nicht einmal in unseren Träumen vorgestellt! Überall Pflanzen, Blumenbeete, Palmen. Und inmitten dieser herrlich saftig grünen traumhaften Umgebung steht ein offener, überdachter Bungalow mit mehreren Kochstellen. Wir können uns keinen schöneren Ort für einen Kochkurs vorstellen!

Und dann geht es auch schon los. Unsere erste Aufgabe: Currypaste herzustellen. Sammy erklärt uns die Zutaten und dann wird gemörsert. 5 Minuten, 10 Minuten,… von einer Paste ist das Zeug aber noch weit entfernt? „More! More! More!“ – Wir mörsern was das Zeug (bzw. der Mörser) hält. Ist kochen immer so anstrengend? Nach etwa 20 Minuten haben wir es geschafft: Eine rote und eine gelbe Currypaste warten darauf, verarbeitet zu werden.

Im Laufe der nächsten Stunden lernen wir, wie man Tom Kha Gai Suppe macht, genießen das – ungelogen – beste Chicken mit Cahsew Nuts unseres Lebens (und glaubt uns, wir haben viel Erfahrung mit diesem Gericht!), wir rollen Frühlingsrollen und: wir haben so viel Spaß dabei!

In der Mittagspause legen wir uns für ein Schläfchen in eine der Hängematten. Hier lässt es sich wirklich aushalten!

Nachmittags sind die Nachspeisen dran: Sticky Rice mit Mango – immer her damit! Alles schmeckt einfach göttlich. Wir wissen nicht, woran es liegt. Sind es die frischen Zutaten oder doch unsere Kochkünste? Wir essen und essen und irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem einfach nichts mehr in uns hinein passt. Gar nichts! Ein Bissen mehr und wir würden platzen. Mit vollen Bäuchen und zufriedenen Gesichtern geht es wieder heimwärts nach Chiang Mai (Ja, heimwärts – wir haben hier eine Art zu Hause gefunden).

Wenn es euch also wie uns geht und ihr aus den vielen Kochkurs-Anbietern in Chiang Mai wählen müsst bzw. dürft, dann entscheidet euch für Sammy. Jim hatte (wie so oft) recht! Ohne die anderen Kochkurse besucht zu haben, trauen wir uns zu behaupten, dass der von Sammy wirklich der beste ist!


Habt ihr schon mal einen Kochkurs in Chiang Mai besucht? Hinterlasst uns doch einen Kommentar mit euren Erfahrungen und Tipps.