Wenn Europa auf Asien trifft, erbarmungslos, wenn man die Sonne am Bosporus untergehen sieht, man den Geruch von Kebab in der Nase und den Geschmack von Simit auf der Zunge hat, wenn das Leben auf den Straßen um 22 Uhr beginnt, man Efes-Bier trinkt und die Zeit damit verbringt, andere Menschen zu beobachten, ja zu bestaunen, dann ist man in Istanbul. Dann fühlt man sich fremd und zugehörig gleichzeitig, überfordert ob der Pracht der Gebäude und der Anmut der Menschen. Man überquert den Taksim-Platz, spaziert entlang der Istiklal Caddesi, betritt die Hagia Sophia. Man genießt und staunt. Und immer in dieser Stadt, die süchtig macht und Leben versprüht, wie kaum ein anderer Ort, da denkt man sich: Hier bleibe ich. Und wenn nicht, dann komme ich wieder.