Heute wird’s persönlich. Und philosophisch. Vielleicht auch ein bisschen energisch. Lasst uns sehen.

Kürzlich waren wir im TIAN in Wien essen. Vegetarisch, versteht sich. Es war ein Gedicht! Wir lieben vegetarisches Essen. Es fühlt sich gut an, wenn Tiere für dein Essen nicht leiden müssen. Es fühlt sich gut an, den CO2-Ausstoß, den die Fleischproduktion verursacht, nicht zu unterstützen. Und außerdem schmeckt es einfach verdammt gut. Punkt.

Essen-Tian

Tian-Restaurant

Wir versuchen seit einigen Jahren, einen möglichst nachhaltigen Lebensstil zu führen. Wir kaufen unsere Lebensmittel am liebsten bei regionalen Produzenten. Wir essen sehr wenig Fleisch. Wir achten auf unseren Strom- und Gasverbrauch und heizen vermehrt mit unserem heißgeliebten Schwedenofen.

Nun kommt es, das Dilemma

Gleichzeitig, und so geht es wohl vielen Reisenden, geraten wir in einen Gewissenskonflikt. Denn spätestens in dem Moment, in dem wir ein Flugzeug betreten, fühlen wir uns wieder schlecht. Wir fühlen uns als Umweltschädiger*innen. Wir fühlen uns egoistisch. Nachhaltig reisen – geht das überhaupt? Wie schädlich ist es tatsächlich für die Umwelt, wenn wir tausende Kilometer nach Neuseeland fliegen? Was hat die Bevölkerung Burmas davon, dass wir ihr Land besuchen? Wir wandern durch unberührten Dschungel, während einige Kilometer weiter der Lebensraum der Orang Utans durch Palmölplantagen zerstört wird. Es macht uns wütend. Und traurig. Und gibt uns zu denken.

flugzeug-sonnenuntergang

Orang-Utan-Baby-Sumatra

Warum es „die Nachhaltigkeit“ nicht gibt

Nachhaltigkeit ist in unserem aktuellen Wirtschaftssystem eine Utopie, ein Idealzustand, der niemals erreicht werden wird. Unser Ziel kann und sollte es aber sein, so nachhaltig wie möglich zu handeln. Wenn jede und jeder von uns versucht, in ihrem bzw. seinem Handlungsspielraum so nachhaltig wie möglich zu agieren, dann können wir die Welt ein bisschen besser machen, davon sind wir überzeugt.

Was also tun?

Ja, wir sind in einer privilegierten Situation. Wir dürfen verreisen. In dem Moment jedoch, in dem wir dies tun, haben wir eine Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Was wir also tun können: Ein Bewusstsein schaffen. Ein Bewusstsein dafür, was Tourismus in einem Land für verheerende Auswirkungen haben kann.

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Dann können wir gemeinsam kleine Schritte in Richtung Nachhaltigkeit gehen.

Wir können in „Green Hotels“ übernachten, in solchen also, die sich Gedanken über Nachhaltigkeit machen.

Wir können unseren Co2 Fußabdruck zumindest ein wenig minimieren, indem wir uns bewusst dafür entscheiden, bei der Flugbuchung eine Kompensation zu leisten.

Wir können den Menschen in einem Land auf Augenhöhe begegnen, Ihnen etwas zurückgeben dafür, dass wir ihr Land besuchen dürfen. Und wir können, nein, wir müssen uns der Kultur eines Landes anpassen.

Wir können im Urlaubsland die lokale Wirtschaft unterstützen.

Und last but not least können wir hoffen, dass es viele Global Player auf dieser Welt der Allianz nachmachen. Die hat nämlich vor kurzem ihr gesamtes Portfolio unter das Nachhaltigkeitsmodell des WWF gestellt. Die Kapitaleinlagen der Allianz-Lebensversicherungen werden zum Großteil nachhaltig veranlagt. Dass es auch auf dem heiklen Finanzmarkt eine Tendenz in Richtung Nachhaltigkeit gibt, stimmt uns optimistisch.


In freundlicher Zusammenarbeit mit Allianz Österreich