Eines vorweg, ihr Lieben: Vancouver in 48 Stunden zu erkunden, ist ein sportliches Unterfangen. Vancouver hat nämlich so viele tolle Ecken, dass wir selbst nach einer knappen Woche in dieser Wahnsinns-Stadt immer noch Neues erlebt haben. Also, um es anders auszudrücken: 48 Stunden reichen nicht. Bei Weitem nicht. Sorry! Wenn ihr also keine Chance habt, euren Aufenthalt zu verlängern (das würden wir euch nämlich raten!), dann lest unbedingt diesen Artikel. Wir haben uns eine knappe Woche in Vancouver die Füße wund gelaufen und für euch den perfekten 48-Stunden-City-Guide mit allen Tipps zusammengestellt. Und ein neues Video aus Vancouver gibt’s auch – jupidu!

Tag 1 in Vancouver

Frühstück im Café Medina

Das Café Medina ist zurzeit die wohl angesagteste Location für einen Brunch in Vancouver. Für die mediterran-inspirierten Gerichte stehen die Leute vor dem Café Schlange. Man kann keinen Tisch reservieren – das bedeutet für euch: pünktlich sein, vor allem am Wochenende! Keine Sorge, das Warten lohnt sich. Probiert unbedingt die frischen Waffeln (Salted Caramel, lechz)! Immerhin möchtet ihr ja gut gestärkt in den Sightseeing-Tag starten, nicht?

Stanley Park: Rad-Tour entlang der Seawall Promenade

Park? Naturoase trifft es eher! Auf der Halbinsel mit über 400 Hektar findet man inmitten der Wälder immer ein ruhiges Plätzchen. Wir können euch unbedingt empfehlen, den Stanley Park mit dem Rad entlang der Seawall Promenade zu umrunden. Das dauert je nach Tempo und Zwischenstopps etwa 1,5 bis 2 Stunden. Im Park selbst gibt es keinen Rad-Verleihs, dafür aber in unmittelbarer Nähe zum Eingang (entlang der Denman Street). Viele Hotels bieten ihren Gästen übrigens auch Fahrräder zum kostenlosen Gebrauch an! Übrigens: wenn euch genügend Zeit bleibt, dann nehmt das Stückchen rund um Coal Harbour auch noch mit (mit dem Rad oder aber auch zu Fuß). Dort hat es uns ebenfalls sehr gut gefallen.

Radfahren Stanley Park Tipps

Yachthafen Vancouver

Coal Harbour Vancouver

Gastown: von einem Hipster-Café ins nächste

Nun ist aber Zeit für eine kleine Stärkung in Form von Koffein und/oder Zucker. Gastown bietet sich dafür herrlich an. Nehmt vom Stanley Park am besten ein Taxi, das geht am schnellsten und kostet nicht die Welt. Gastown, jenes Viertel östlich von Downtown, hat mit seinen Backsteinhäusern und Retro-Läden einen Charme, wie man ihn sonst nirgendwo in Vancouver findet. Für einen Kaffee bzw. Snack können wir euch z.B. das wunderhübsche „Nelson the Seagull“ oder das puristisch-minimalistische „Nemesis“ empfehlen. In diesem Artikel haben wir unsere Kaffeehaus-Tipps für Vancouver zusammengefasst. Achja, wenn ihr schon einmal in Gastown seid, dann spaziert doch auch bei der berühmten Dampfuhr vorbei. Kleine Warnung: ihr erkennt die Uhr schon von der Ferne an der Menschentraube, die davor steht und – mit Kamera bewaffnet – darauf wartet, dass zu jeder Viertelstunde Musik ertönt.

Nemesis Coffee Vancouver

Vancouver Lookout

An einem sonnigen Tag ist vor Sonnenuntergang der unserer Meinung nach schönste Zeitpunkt für den Besuch des Vancouver Lookouts. Dann, wenn die Sonne ein weiches Licht auf die Wolkenkratzer und die dahinter liegenden Berge wirft, wirkt Vancouver von oben besonders beeindruckend. Der Lookout befindet sich zwar hinter Glas, dafür genießt ihr einen 360-Grad-Panoramablick auf die Stadt. Von Gastown ist es übrigens nicht weit bis zum Vancouver Lookout. Ihr könnt die Strecke problemlos zu Fuß gehen.

Vancouver Lookout Sonnenuntergang

Abendessen im Belgard Kitchen

Absolut begeistert waren wir vom Restaurant Belgard Kitchen, das zur Crafbrauerei Postmark Brewing gehört. Das Belgard Kitchen liegt östlich von Gastown und serviert Fusionsgerichte in kleinen Portionen zum Teilen: Von klassischen Burgern über Burrata bis hin zu geröstetem Karfiol ist alles dabei. Auch für Vegetarier*innen gibt es genügend Auswahl. Die Atomsphäre ist toll: ein bisschen industrial, nicht zu fancy, aber trotzdem sehr hip. Übrigens: da das Restaurant zur bekannten Craftbrauerei Postmark Brewing gehört, bietet sich ein Drink im Anschluss an das Abendessen natürlich an.

Belgard Kitchen Restaurant

Wenn ihr etwas mehr Zeit habt oder nach einem Alternativprogramm fürs Abendessen sucht, haben wir noch einen Tipp für euch: Canadian Craft Tours bietet mehrmals die Woche eine Tour durch ausgewählte Brauereien an. Macht Spaß und man bekommt einen spannenden Einblick in Vancouvers Craft-Beer-Szene. Oder hättet ihr gedacht, dass es in Vancouver über 60 Mikrobrauereien gibt? Verrückt, oder?

Craft Beer Tour Vancouver

Tag 2 in Vancouver

Granville Island und Public Market

Der zweite Tag in Vancouver beginnt in einer unserer liebsten Ecken Vancouvers: in Granville Island. Der pulsierende Public Market ist für die meisten der Hauptgrund für einen Besuch dieses Viertels. Er öffnet täglich um 9 Uhr morgens seine Pforten. Verkauft werden Nahrungsmitteln aus aller Welt: von Südfrüchten bis hin zu Seafood, vom angeblich besten Brot Vancouvers bis hin zu umwerfend leckeren Donuts von „Lee’s Donuts“. Wem ein schnelles Frühstück reicht, der wird sicher bestimmt fündig. Ansonsten können wir euch auch das „Edible Canada“ empfehlen.

Edible Restaurant Granville Island

Bootstour entlang des Indian Arms

Zeit für ein bisschen Abenteuer! In zwei Tagen kann man leider nur einen winzig kleinen Bruchteil der umwerfenden Natur sehen, die rund um Vancouver zu finden ist. Eine der besten Möglichkeiten, einen Einblick zu bekommen, ist eine Bootstour entlang des Indian Arms. Wir können euch die „Granite Falls Tour“ von Vancouver Water Adventures empfehlen. Eingepackt in dicke Thermo-Anzüge braust man etwa drei Stunden in einem Schnellboot über das Wasser. Kleine Warnung: ihr solltet nicht wasserscheu sein, denn ihr werdet bei der Fahrt definitiv etwas nass (manchmal mehr, manchmal weniger). Es gibt aber auch gemütlichere Bootsfahrten im Angebot, keine Sorge. Nehmt euch zur Sicherheit Wechselgewand mit, wenn ihr im Anschluss nicht ins Hotel fahren möchtet. Viele Bootstour-Anbieter, so auch Vancouver Water Adventures, befinden sich direkt in Granville Island. Achja: Die Bootstour ist eindeutig ein Schönwetter-Programmpunkt! Bei Regen würden wir lieber darauf verzichten.

Vancouver Bootstour Erfahrungen

Ausflug Schnellboot Vancouver

Vancouver Water Adventures Erfahrungen

Vancouver Wildnis

Robben sehen Vancouver

Spaziergang durch Downtown Vancouver

Wenn ihr Downtown Vancouver bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erlebt habt, dann ist jetzt die richtige Gelegenheit dafür. Die Kombination aus Wolkenkratzern und historischen Gebäuden ist ziemlich faszinierend. Ihr könnt z.B. auch die berühmte Einkaufsstraße, die Robson Street, entlang spazieren. Vielleicht schafft ihr sogar einen Abstecher zur Waterfront (Canada Place).

Einkaufen Vancouver Tipps

Hochhäuser Vancouver

Abendessen im Guu with Garlic

Ihr bekommt langsam Hunger? Ausgezeichnet. Wenn ihr nämlich der oben erwähnten Robson Street immer weiter Richtung Westen (Stanley Park) folgt, dann gelangt ihr in eine Gegend, in der ein asiatisches Lokal neben dem anderen liegt. In Vancouver leben sehr viele Menschen aus Asien und dementsprechend vielfältig ist auch das Angebot an japanischen, koreanischen und chinesischen Restaurants. Wir können euch z.B. das „Guu with Garlic“ empfehlen, ein ziemlich kleines japanisches Lokal, in dem vor den Augen der Gäste geschnitten, gebraten, gekocht, frittiert und serviert wird. Ein ziemliches Erlebnis!

Sonnenuntergang am English Bay Beach

Nun seid ihr gar nicht mehr weit von eurem Tagesziel entfernt: dem English Bay Beach. Wenn es den perfekten Platz für einen Sonnenuntergang in Vancouver gibt, dann ist es dieser hier. Während am Horizont die Sonne langsam hinter dem Ozean verschwindet, könnt ihr eure Zehnen in den Sand stecken und in der Ferne den Straßenkünstlern lauschen. Wer lieber einen Sundowner in einer Bar trinkt, wird ebenfalls fündig.

English Bay Sonnenuntergang

Noch eine Anmerkung: Etwas, das man in Vancouver eigentlich nicht auslassen darf, ist ein Besuch der Capilano Suspension Bridge. Wir haben hin und her überlegt, wie wir diese in unseren 48-Stunden-Guide noch reinquetschen können, aber es ist uns einfach nicht gelungen. Insofern, ein gut gemeinter Rat: verlängert euer Wochenende in Vancouver um einen Tag. Oder zwei. Oder drei. Und macht am besten noch einen Mini-Road-Trip nach Squamish. In diesem Sinne: genießt eure Reise nach Vancouver!

Capilano Suspension Bridge


War jemand von euch auch schon einmal in Vancouver? Vielleicht habt ihr ja noch weitere Anmerkungen für ein Wochenende in Vancouver? Wir freuen uns über eure Erfahrungen und Ergänzungen zu unserem kleinen Reiseguide.

Unsere Reise nach Vancouver fand in Zusammenarbeit mit TUI und Tourism Vancouver statt. Tausend Dank für die vielen hilfreichen Tipps und die großartige Organisation!