Schon einmal in Tulln an der Donau gewesen? Falls deine Antwort „nein“ lautet, dann: Nichts wie hin! Wir versprechen dir: Tulln ist ein wirklich lohnenswertes Ziel für einen gelungenen Tagesausflug.
Wir hätten es selbst nicht gedacht, aber Tulln beeindruckt mit zahlreichen historischen sowie naturnahen Sehenswürdigkeiten. Die Lage Tullns direkt am Wasser ist äußerst charmant. Vor allem im Sommer kommt entlang der Donaulände tatsächlich Urlaubsfeeling auf.
Du möchtest wissen, was dich bei einem Tagesausflug nach Tulln erwartet? In diesem Blogartikel stellen wir dir die Highlights und wichtigsten Seheswürdigkeiten der Stadt vor und verraten unsere persönlichen Tipps.


1. Was du über Tulln wissen musst
- Tulln liegt ungefähr 30 bis 45 Minuten vom Zentrum Wiens entfernt und eignet sich daher perfekt für einen Tagesausflug.
- Tulln gehört zu den ältesten Städten Österreichs. Daran erinnert u.a. der Römerturm (Salzturm) in der Tullner Alstadt, eines der ältesten original erhaltenen Gebäude Österreichs.
- Einzigartig ist die Lage direkt an der Donau. Vor allem im Sommer ist es entlang der Donaulände herrlich: Eis essen, Ausblick aufs Wasser genießen, radfahren – fühlt sich sofort an wie Urlaub.
- Tulln ist der Geburtsort von Egon Schiele. Ihm ist daher auch ein eigenes Museum gewidmet.
- Tulln trägt den Titel „Gartenstadt“. Dieser Ruf ist auf das Jahr 1953 zurückzuführen, als in Tulln das erste Blumenfest stattfand.


2. Sehenswürdigkeiten in Tulln: Unsere Tipps
Hauptplatz
Deine Stadtbesichtigung kannst du direkt am Hauptplatz von Tulln starten. (Direkt darunter befindet sich nämlich mit der Tiefgarage eine praktische Parkmöglichkeit.) Der weitläufige Hauptplatz ist sozusagen das Herzstück der Altstadt.
In der Mitte des Platzes sticht sofort die markante barocke Dreifaltigkeits- bzw. Pestsäule ins Auge. Das unserer Meinung nach schönste Gebäude findest du an der Ostseite des Platzes. Dort steht nämlich das sehenswerte Bezirksgericht.
Am Hauptplatz sind zahlreiche Cafés und Restaurants zu finden. Vor allem in der warmen Jahreszeit ist in den Schanigärten der Lokale einiges los. Für ein Eis können wir das Gelato Battistin wärmstens empfehlen.
Unser Tipp: Jeden Freitag findet am Hauptplatz der „Tullner Naschmarkt“ statt, ein wirklich netter Bauernmarkt. Es gibt u.a. Obst, Gemüse, Fisch, Käse, Gebäck und Pflanzen zu kaufen.




Nibelungendenkmal mit Minoritenkloster
Vom Hauptplatz spazierst du am besten direkt Richtung Donaulände. Nach wenigen Minuten erreichst du die nächste wichtige Sehenswürdigkeit Tullns: Das Nibelungendenkmal.
Es handelt sich dabei um einen eindrucksvollen Brunnen. Die lebensgroßen Bronzestatuen des Brunnens erinnern an das weltberühmte Nibelungenlied, das u.a. in Tulln spielt.
Schräg gegenüber dem Brunnen thront das historische Minoritenkloster, in dem heute u.a. das Rathaus und Veranstaltungsräume untergebracht sind. Der Platz davor wurde im Jahr 2024 komplett neugestaltet. Statt Parkplätzen gibt es jetzt viel Grünfläche, Bäume, Beete und Sitzmöglichkeiten direkt an der Donau. Wir waren kurz vor Sonnenuntergang hier – sehr zu empfehlen.


Donaulände
Ein Spaziergang entlang der Donaulände sollte bei einem Ausflug nach Tulln unbedingt auf deinem Programm stehen. Hier trifft man sich das ganze Jahr über (aber natürlich am liebsten während der warmen Jahreszeit) zum Flanieren, Radfahren und Eisessen.
Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit neben dem schon erwähnten Nibelungendenkmal ist das Hundertwasser-Schiff „Regentag“. Es liegt im sogenannten „Gästehafen“ vor Anker. Die meisten bestaunen das Schiff nur von außen. Es beherbergt allerdings auch ein kleines Museum, das zu ausgewählten Terminen besichtigt werden kann und sich dem Leben von Friedensreich Hundertwasser widmet.
Wenige hundert Meter flussabwärts gelangst du zum nächsten Highlight, nämlich zur Donaubühne. Wie es der Name schon verrät, handelt es sich dabei um eine Bühne im Fluss und zwar um Österreichs größte ihrer Art. In den Sommermonaten werden hier Konzerte, Kabaretts und andere Shows aufgeführt.




Egon-Schiele-Museum
Tulln ist der Geburtsort des weltberühmten Malers Egon Schiele. Er verbrachte seine Kindheit und frühe Jugend in Tulln. Das Egon-Schiele-Museum widmet sich dem Leben Schieles, seinen familiären Wurzeln und seinem Bezug zu Tulln.
Gut zu wissen: Es handelt sich beim Museum nicht um ein klassisches Kunstmuseum. Der Fokus liegt klar auf Schieles Leben. Ein paar ausgewählte Werke werden dennoch in der sogenannten „Schatzkammer“ gezeigt.
Im Ticketpreis ist ein Audioguide enthalten, der dich durch das Museum leitet. Das ist übrigens in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht – ziemlich kurios. Unser Fazit: Das Museum ist definitiv nichts für Leute, die primär die Werke von Schiele sehen möchten, aber absolut spannend für all jene, die an der Person Egon Schiele interessiert sind.
Öffnungszeiten & weitere Infos: Egon-Schiele-Museum (offizielle Website)


Tullner Karner
Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Tulln ist der sogenannte Karner. Darunter versteht man ein historisches Bauwerk, das zur Aufbewahrung von menschlichen Gebeinen dient.
Meist ist ein Karner in zwei Ebenen geteilt – so auch in Tulln. Das Untergeschoß dient als Beinkeller, die obere Ebene als Kapelle bzw. Andachtsraum.
Das spätromanische Bauwerk ist schon von außen einen Abstecher wert, absolut sehenswert ist jedoch ihr Inneres. Du kannst den Tullner Karner zwischen Mitte Mai und September besuchen und zwar jeweils am Freitag und Samstag von 15 bis 17 Uhr.
Öffnungszeiten & weitere Infos: Tullner Karner (offizielle Website)


Stadtpfarrkirche St. Stephan
Wenn du den Tullner Karner besichtigst, kommst du direkt an der nächsten Sehenswürdigkeit vorbei, nämlich an der Stadtpfarrkirche St. Stephan, die direkt neben dem Tullner Karner thront.
Die Stadtpfarrkirche St. Stephan ist Tullns wichtigste Kirche. Mit ihren zwei markanten, 49 Meter hohen Türmen prägt sie maßgeblich das Tullner Stadtbild. Du kannst die Kirche tagsüber kostenlos besichtigen.


Römerturm (= Salzturm)
Nicht weit vom Tullner Karner und der Stadtpfarrkirche St. Stephan entfernt befindet sich ein weiteres historisch bedeutendes Bauwerk, nämlich der Römerturm. Er stammt aus dem 4. Jahrhundert und gilt damit als eines der ältesten, vollständig erhaltenen Gebäude Österreichs.
Der Turm wurde als Zwischenturm des damaligen Kastells erbaut. Später wurde er als Salzlager genutzt, daher trägt er auch heute noch den Spitznamen „Salzturm“.
Den Römerturm kannst du leider nur von außen besichtigen. Im Inneren ist heute das Vereinszentrum von zwei Studentenverbindungen untergebracht. Nur an sehr ausgewählten Tagen im Jahr (z.B. Lange Nacht der Museen) öffnet der Turm auch für Gäste die Tore.

„Die Garten Tulln“
Kein anderer Ort in Tulln wird dem Ruf der Stadt als „Gartenstadt“ so sehr gerecht wie diese Sehenswürdigkeit. „Die Garten Tulln“ ist ein riesengroßes Freiluft-Areal mit insgesamt 70 liebevoll gestalteten Schaugärten.
Das Highlight für viele ist der Besuch des Baumwipfelwegs. Den imposanten Turm aus Holz und Stahl kannst du erklimmen und genießt von oben einen wunderbaren Rundumblick über die Gärten, die Donau sowie – bei klarer Sicht – bis zum Schneeberg und Ötscher. 201 Stufen gilt es zu bezwingen. Wem das zu viel ist, der kann auch einfach den Aufzug nehmen.
Auch abseits des Baumwipfelwegs gibt es unglaublich viel zu entdecken, sodass wir mindestens drei Stunden für den Besuch empfehlen. Kinder lieben vor allem den riesigen Abenteuerspielplatz (der übrigens Niederösterreichs größter Naturspielplatz ist).
Und wer Hunger oder Durst bekommt, findet gleich mehrere Optionen einzukehren, darunter das große Restaurant beim Eingang mit Blick auf den Seerosenteich. Unser Fazit: Ein richtig tolles Ausflugsziel. Allein dafür würde sich ein Ausflug nach Tulln lohnen.
Öffnungszeiten & weitere Infos: Die Garten Tulln (offizielle Website)




Wasserpark Tulln
Direkt angrenzend an „Die Garten Tulln“ gelangst du schon zur nächsten Sehenswürdigkeit, nämlich zum sogenannten Wasserpark. Klingt vielleicht nach Action, ist aber eine naturbelassene Oase der Ruhe.
Durch den Wasserpark führt ein Wegnetz von ungefähr 12 Kilometern, entlang denen du spazieren oder radfahren kannst. Falls du nur einen kurzen Spaziergang machen möchtest, kannst du einfach von der Donaulände zu Fuß zu „Die Garten Tulln“ gehen (bzw. retour). Das dauert keine 20 Minuten und lohnt sich sehr.
Coole Sache: Im Wasserpark gibt es sogar einen Bootsverleih. Dieser befindet sich nahe des Eingangs von „Die Garten Tulln“. Dort kannst du dir von ungefähr Mitte Mai bis Anfang September bei Schönwetter ein Kanu oder ein Tretboot leihen und damit über die Wasserkanäle des Wasserparks paddeln bzw. treten.



3. Essen & trinken: Kulinarische Tipps für Tulln
Suchst du noch nach Tipps für richtig nette Cafés und Restaurants in Tulln? In diesem Kapitel verraten wir dir unsere persönlichen Lokal-Favoriten.
- Süddeck: DER Platz in Tulln für einen Sundowner am Wasser. Das Süddeck befindet sich direkt an der Donau. Du kannst hier entweder nur für einen Aperitif vorbeischauen oder auch etwas essen. Am tollsten sind natürlich die Plätze direkt am Wasser. Gut zu wissen: Im Herbst schafft es die Sonne zum Sonnenuntergang leider nicht mehr bis zum Wasser. (Man blickt daher nicht direkt auf die untergehende Sonne.) Das Ambiente ist trotzdem toll!
- Gelato Battistin: Richtig gutes Eis gesucht? Dann empfehlen wir dir diesen Eissalon. Die Eiskreationen schmecken köstlich – wer es cremig mag, ist hier genau richtig. Der Eissalon befindet sich direkt am Hauptplatz. Du kannst es dir also mit dem Eis in der Hand auf einer der Bänke am Hauptplatz gemütlich machen.
- Sea You Coffee: Dieses sehr sympathische, zentral gelegene Café bietet sich perfekt für eine gemütliche Kaffeepause an. Es gibt guten Kaffee und ausgezeichnetes Frühstück. Nachmittags und abends werden auch kleine salzige Snacks bzw. Tapas serviert.
- Gastwirtschaft Floh: Ungefähr 5 Autominuten außerhalb von Tulln, im kleinen Ort Langenlebarn, befindet sich die renommierte und Michelin- sowie Gault-Millau-ausgezeichnete Gastwirtschaft Floh. Wer bodenständige, gehobene Küche mit Pfiff sucht, ist hier genau richtig. Ein besonderer Fokus wird auf regionale, nachhaltige Zutaten gelegt. Unser Fazit: Äußerst empfehlenswert und den kurzen Abstecher mehr als wert.


4. Karte: Alle Sehenswürdigkeiten & Tipps für Tulln im Überblick
Zur besseren Orientierung findest du abschließend in dieser Karte noch alle Tipps. Wir haben dir sowohl alle wichtigen Sehenswürdigkeiten (rote Markierungen) als auch unsere Tipps für Cafés und Restaurants (grüne Markierungen) eingezeichnet. Und nun wünschen wir dir eine wunderbare Zeit in Tulln!
Transparenz: Werbung
Dieser Blogartikel entstand in Zusammenarbeit mit der Niederösterreich Werbung – vielen Dank für die tolle Zeit! Warst du schon einmal in Tulln? Welche Sehenswürdigkeiten möchtest du noch ergänzen? Verrate uns doch gerne deine Tipps in den Kommentaren. Wir freuen uns!