10 Jahre Arbeit. 10 Jahre Schweiß, Grenzerfahrungen, Höhen und Tiefen. 10 Jahre ist es her, dass Lionnel mit einem befreundeten Paar eine Ruine in der Medina von Fès gefunden hat. Ein privates Projekt sollte es werden, ein Rückzugsort aus dem Alltag der beiden Air France-Piloten. Sie haben überall selbst Hand angelegt. 10 Jahre lang. Sie haben gearbeitet, gehämmert, gebohrt, geschuftet.

Die Geschichte, die Lionnel uns erzählt, klingt surreal. Da stehen wir hoffnungslos verloren in diesem gigantischen Innenhof und können nicht glauben, was sie geschaffen haben. 10 Jahre Arbeit. Das klingt so verdammt lange, dass wir uns fragen, wie man eine solch lange Zeit durchhalten kann. Und als wir Lionnel zuhören, gesteht er uns, dass es Durststrecken gab. Momente an denen er sich gefragt hat, was zur Hölle er da macht. Doch während wir ihm lauschen, wird uns klar, was ihn immer wieder dran glauben hat lassen: Herzblut. Das ist sein Projekt und all seine Kraft und sein Geld wandern da mit rein. Erst viel später entstand die Idee,  ein Hotel daraus zu machen.

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Liebe zum Detail

Bei einer Führung lernen wir das gesamte Haus kennen und sind überwältigt. Noch nie zuvor haben wir ein Hotel gesehen, das mit so viel Liebe zum Detail ausgestattet ist. Wir wandern – ungelogen – mit offenem Mund von Zimmer zu Zimmer. Nur sieben Suiten gibt es, jede individuell und einem bestimmten Thema entsprechend ausgestattet. Wir residieren in der Demani Suite, die ganz im Zeichen Afrikas steht. Alle Stücke wurden von den Besitzern im Laufe der Jahre direkt in Afrika gekauft und finden nun in der Suite ihren Platz.

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Unser Lieblingsraum: Das Teezimmer

Vielleicht faszinieren uns die mit Tee aus aller Welt gefüllten Lampen an der Decke so sehr, vielleicht ist es aber auch die harmonische Atmosphäre in dem Raum in Kombination mit dem wunderschönen Mosaik-Boden. Fest steht, dass wir uns hier von der ersten Sekunde an wohl fühlen.

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Frühstück mit Blick auf die Medina

Am nächsten Morgen genießen wir den wohl besten Frühstücksausblick unseres Lebens. Wir lassen uns extra viel Zeit, um ja jeden Moment auskosten zu können. Am liebsten würden wir den ganzen Tag hier bleiben, uns mit einem Buch in eine der Lounges setzen, uns die Sonne aufs Gesicht scheinen lassen und bis zum Abend nicht mehr aufstehen.

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… und am Abend

Das hauseigene Restaurant ist in fester Hand des Chefkochs Outhmane. Und wir sagen euch: da versteht jemand sein Handwerk. Mal abgesehen davon, dass jedes Gericht ausgezeichnet schmeckt, haben wir dort die beste Orangentarte auf der ganzen Welt gegessen.

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Viel zu schnell vergehen unsere zwei Tage in Fès. Die Zeit verrinnt. Wir schaffen es kaum, jeden Moment auszukosten. Als Erinnerungen bleiben uns hunderte Fotos. Und natürlich der Gedanke an diese 10 Jahre. 10 verdammte Jahre. Lieber Lionnel: Es hat sich ausgezahlt.

Vielen Dank an das Karawan Riad, das uns freundlicherweise auf die Übernachtung eingeladen hat. Unsere Meinung bleibt davon unberührt.