Ihr seid auf der Suche nach einer Route für Marokko? In diesem Artikel auf unserem Reiseblog verraten wir euch, welche Orte wir angesteuert haben und wo wir übernachtet haben.

Marokkos Flächte beträgt 446.550 Quadratkilometer. Da ist man naturgemäß erst einmal ziemlich überfordert, wenn es darum geht, sich eine Reiseroute zusammen zu basteln, oder? Das Beste, Größte, Schönste, Tollste möchte man sich ja herauspicken, hm? Für alle, die nach Marokko reisen möchten, und – so wie wir – zunächst nicht so recht wissen, wie sie ihre Route gestalten sollen, haben wir da etwas. Die Reiseroute für Marokko, die wir euch ans Herz legen, war für uns perfekt: Die richtige Mischung aus „on the road“, netten Städten und gigantischer Natur. Hier kommt es also, das Tagebuch unseres Roadtrips durch Marokko.

1. Unser Reiseführer für Marokko

Für unsere Reise haben wir uns den Lonely-Planet-Marokko-Reiseführer (auf Deutsch) zugelegt und unseren Kauf keine Sekunde bereut. Falls ihr eine große Landkarte haben möchtet, solltet ihr sie euch extra besorgen, denn der Lonely-Planet-Reiseführer hat zwar viele Detail-Karten, aber keine herausnehmbare Landkarte.

2. Unser Route für Marokko

1. Marrakesch

Unsere Reise begann dort, wo es wohl die meisten Reisenden zuerst hinzieht: im lebendigen Marrakesch. Und auch wir finden: Marrakesch ist ein guter Einstieg für Marokko, denn es ist touristischer, als wir es uns erwartet hätten. Wir blieben drei Nächte. Und die braucht man auch, möchte man einen guten Einblick in die Stadt bekommen.

Unsere Unterkünfte: Riad dar Karma, La Sultana

2. Ait Ben Haddou

Von Marrakesch führte uns unser Weg mit dem Mietauto über den imposanten Tizi n’Tichka-Pass nach Ait Ben Haddou. Die Straße ist kurvenreich, aber durchgängig asphaltiert. Für die Strecke benötigten wir etwa 5 Stunden – unzählige Fotopausen miteingerechnet. Was wir leider erst im Nachhinein erfahren haben: Mittlerweile ist auch die Strecke über Telouet für Nicht-Geländefahrzeuge befahrbar. Diese Route, so erzählte man uns in unserer Unterkunft, soll landschaftlich noch imposanter sein.  Ait Ben Haddou selbst besichtigten wir am darauffolgenden Morgen.

Unsere Unterkunft: Riad Caravane

3. Dadestal

Von Ait Ben Haddou ging es weiter ins Dadestal. Einen kurzen Zwischenstopp machten wir in Ouarzazate für ein Mittagessen auf dem Hautplatz sowie in der riesigen Palmenoase Skoura. Unsere Unterkunft im Dadestal lag bei Kilometer 26, knapp vor der bekannten steilen Straße. Weiter sind wir auch gar nicht gekommen, denn ohne Geländewagen kann man die Schlucht ohenhin nicht passieren. Für die Strecke von Ait Ben Haddou benötigten wir – alle Pausen miteinberechnet – etwa 5 Stunden.

Unsere Unterkunft: Chez Pierre

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4. Merzouga

Morgens verließen wir die Dadesschlucht. Es ging weiter nach Tinghir, wo die Straße in die bekannte Todraschlucht führt. Die gigantische Landschaft hat uns derart fasziniert, dass wir solange weiterfuhren, bis ein Fluss unserem Weg ein Ende setzte. Immer wieder machten wir Fotopausen und erkundeten ein wenig die Umgebung. Am frühen Nachmittag starteten wir dann weiter Richtung Merzouga, das wir um etwa 17 Uhr erreichten – gerade rechtzeitig, um den Sonnenaufgang auf dem Rücken eines Kamels in der Wüste zu bestaunen.

Unsere Unterkunft: Riad Madu

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5. Midelt

Innerhalb eines Tages von Merzouga nach Fès zu gelangen, erschien uns zu stressig, daher entschieden wir uns für einen Zwischenstopp im kleinen Ort Midelt. Die Landschaft zwischen Errachidia und Midelt ist eine der beeindruckendsten, die wir in Marokko kennenlernen durften. Dutzende Male haben wir für Fotos angehalten und erreichten Midelt nach etwa 5 Stunden. Die kurze Zeit, die uns hier blieb, verbrachten wir an der überschaubaren Promenade.

Unsere Unterkunft: Villa Midelt 

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6. Fès

Am frühen Vormittag verließen wir Midelt und erreichten Fès ohne längeren Zwischenstopp nach guten 3 Stunden. In Fès selbst blieben wir 2 Nächte, hätten es jedoch garantiert noch länger ausgehalten.

Unsere Unterkunft: Karawan Riad

7. Casablanca

Unser Rückflug ging aus Casablanca, daher verbrachten wir mehr oder weniger gezwungen eine Nacht in der riesigen, versmogten Stadt. Die Hassan II Moschee ist sehenswert, aber ansonsten konnten wir Casablanca leider nichts Schönes abgewinnen.

Unsere Unterkunft: Royal Mansour

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3. Mit dem Mietauto durch Marokko: unsere Tipps

Wir können euch nur wärmstens empfehlen, Marokko mit dem Mietauto zu bereisen. Ihr seid flexibel und könnt immer aussteigen, wenn ihr möchtet. Viele denken, dass es unsicher ist, mit dem Auto zu fahren. Habt keine Sorge: auf den Straßen herrscht wenig Verkehr. Ihr werdet es nicht bereuen.

Wo bucht man das Mietauto?

Unser Auto haben wir über Sunny Cars gebucht und konnten es vor Ort bei Budget abholen. Sunny Cars agiert als Vermittler, d.h. ihr bekommt dann nach eurer Buchung eine Mietwagenfirma zugeteilt. Was wir toll finden: im Schadensfall wird euch der Selbstbehalt von Sunny Cars rückerstattet. Achtet im Fall einer Buchung also unbedingt darauf, dass ihr nicht für den Selbstbehalt aufkommen müsst! Es reicht schon, wenn euch irgendjemand einen Kratzer ins Auto macht, ohne dass ihr Schuld seid. Das ist uns in Neuseeland passiert und Sunny Cars hat uns den gesamten Selbstbehalt erstattet.

Autofahren in Marokko

Das Fahren selbst ist in Marokko nicht schwieriger als in einem europäischen Land – von größeren Städten wie Marrakesch und Fès einmal abgesehen. Dort wird es hektischer, je näher ihr der Medina kommt. Parkt euer Auto außerhalb der Medina (bzw. klärt die Parkmöglichkeiten vorab mit eurer Unterkunft ab).

In Marokko herrscht Rechtsverkehr, ihr müsst euch also nicht umgewöhnen. Die meisten Wegweiser sind zweisprachig angeschrieben: in arabischer sowie in lateinischer Schrift. Der Treibstoff ist zwar etwas günstiger als in Europa, aber teurer als gedacht.

Polizeikontrollen in Marokko

Es kuriseren die wildesten Geschichten über Polizeikontrollen in Marokko. Wir können nur von unseren Erfahrungen berichten und die sind völlig harmlos. Wir wurden zwei Mal angehalten – einmal, weil wir wirklich eine Verkehrübertretung begangen haben (und auch eine geringe Strafe zahlen mussten). Und einmal einfach so – der Polizist wollte lediglich wissen, wohin wir fahren.

Weitere Infos über den Transport vor Ort erhält ihr unserem Artikel mit den besten Tipps für eine Reise nach Marokko.

4. Weitere Marokko-Reiseberichte von uns


War ihr schon einmal in diesem faszinierenden Land? Wir freuen uns auf eure Kommentare über eure Route für Marokko!