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Sommerurlaub in Osttirol: Highlights & Tipps für tolle Wanderungen

Ach Osttirol! Wie kann es sein, dass wir dieses Naturjuwel erst so spät entdeckt haben? Wir sind in Österreich ja mit herrlicher Berglandschaft gesegnet, würden aber behaupten, dass Osttirol dem Ganzen die Krone aufsetzt. Die Landschaft Osttirols ist nämlich dermaßen beeindruckend, dass wir uns schon jetzt für die vielen Superlative in diesem Artikel entschuldigen müssen.

Mal ehrlich: Wer Berge mag, der muss unbedingt nach Osttirol. Wir haben selten zuvor so viele großartige Wanderungen, so viele Bilderbuch-Täler und so viele urige Hütten auf einem Fleck erlebt wie in Osttirol.

Vorhang auf für Osttirol – jenes Fleckchen in Österreich, das es auf Anhieb in unsere absoluten Favoriten geschafft hat. Wir zeigen dir in diesem Blogartikel, warum du unbedingt darüber nachdenken solltest, deinen nächsten Sommerurlaub in Osttirol zu verbringen.

Osttirol Tipps

1. Das erwartet dich in Osttirol: Erste Infos im Überblick

Berge, Berge und noch mehr Berge. Wer alpine Luft mag, der wird Osttirol lieben! Unglaubliche 266 Dreitausender gibt es in Osttirol, darunter allen voran der Großglockner – Österreichs höchster Berg, der an der Grenze zwischen Osttirol und Kärnten 3.798 Meter in den Himmel ragt.

Osttirol liegt kurioserweise geografisch vom restlichen Tirol getrennt. Das mag wohl einer von mehreren Gründen sein, weshalb Osttirol irgendwie anders ist als Nordtirol. Authentischer, ruhiger, naturbelassener – so sagt man jedenfalls. Fakt ist: In Osttirol ist man um sanften, nachhaltigen Tourismus bemüht.

Für wen ist Osttirol die geeignete Urlaubsregion?

Du liebst (hoch-)alpine Wanderungen? Urige Hütten? Familiengeführte Hotels? Dann bist du in Osttirol goldrichtig. Osttirol ist ein traumhaftes Ziel für all jene, die gerne in den Bergen unterwegs sind. Aber keine Sorge: Du musst kein/e Profi-BergsteigerIn sein. In Osttirol gibt es genügend Wanderungen, die auch für AnfängerInnen und weniger fitte Menschen gut geeignet sind. (Welche das sind, verraten wir dir natürlich an späterer Stelle noch.)

Im August, als wir unterwegs waren, waren naturgemäß auch viele Familien mit Kindern in Osttirol unterwegs. Falls du also wander- bzw. naturbegeisterte Kinder hast, dann können wir Osttirol als Urlaubsziel sehr empfehlen.

Wie viel Zeit soll ich für einen Urlaub in Osttirol einplanen?

Die Sache mit der optimalen Reisedauer ist natürlich eine sehr individuelle, aber wir lassen dir dennoch unsere Empfehlungen da. Wir empfehlen dir, mindestens 4 Nächte zu bleiben, wenn du die eine oder andere Wanderung planst und mehrere Ecken von Osttirol erkunden möchtest.

Wir selbst waren 4 Nächte in Osttirol. Anhand unseres Blogartikels bekommst du hoffentlich einen guten Eindruck, was in dieser Zeit machbar ist. Dazu müssen wir aber sagen, dass wir täglich unterwegs waren und uns wenige Pausen gegönnt haben.

Daher können wir gar nicht anders, als dir dazu zu raten, länger zu bleiben – vor allem dann, wenn du wanderbegeistert bist. Glaub uns: Wenn man einmal anfängt, Touren in Osttirol zu recherchieren, dann merkt man erst, wie viele Gipfel es zu erklimmen gibt. (Wir erinnern: Allein 266 Dreitausender – von den restlichen Bergen ganz zu schweigen.)

Soll ich an einem Ort übernachten oder lieber mehrere Stopps einbauen?

Osttirol ist ziemlich überschaubar. Allerdings: Je nachdem, wo du nächtigst, brauchst du aufgrund der vielen Täler nicht selten auch mal eine Stunde zu einem anderen Ort. Wir haben uns dennoch dazu entschieden, unsere Zeit an einem Ort zu verbringen, genauer gesagt im wundervollen Hotel Waldruhe (mehr dazu an späterer Stelle).

Unser Fazit: Wir würden es jederzeit wieder so handhaben. Unterkunftswechsel finden wir persönlich anstrengend, zeitraubend und nicht förderlich für die Erholung. Wir sind einfach gerne längere Zeit an einem Ort, um uns so richtig angekommen zu fühlen.

Eine einzige Ausnahme würden wir allerdings machen und das wäre eine Übernachtung in einer hochgelegenen Berghütte. Eine solche mit einem gemütlichen Hotelaufenthalt zu kombinieren, finden wir ideal.

Osttirol Reisetipps

2. Wanderungen in Osttirol: Unsere Highlights & Tipps

Karlsbader Hütte (2.260 m)

Starten wir unsere Wanderhighlights gleich mal mit einem Superlativ. Die Karlsbader Hütte wurde 2019 nämlich als schönster Platz Tirols ausgezeichnet. Nicht verwunderlich also, dass die Karlsbader Hütte ein vergleichsweise gut besuchtes Ziel in Osttirol ist. Aber glaub uns: Es lohnt sich so sehr!

Die Kulisse ist atemberaubend! Die Hütte thront am Ufer des blitzblauen Laserzsees und ist von den schroffen Gipfeln der Lienzer Dolomiten umgeben – spektakulär ist gar kein Ausdruck. Da schmeckt der Kaiserschmarrn gleich doppelt so gut.

Routenbeschreibung: Von der Dolomitenhütte zur Karlsbader Hütte

Die Wanderung zur Karlsbader Hütte startet am Parkplatz unweit der Dolomitenhütte, den du ganz bequem mit dem Auto über die Dolomitenstraße (Mautstraße) erreichst.

Du hast grob gesprochen zwei Möglichkeiten, die Karlsbader Hütte zu erreichen. Variante 1 ist die längere und ziemlich anspruchsvolle Route über den Rudl-Eller-Weg (nicht zu verwechseln mit dem Steig der gleich folgenden Variante). Variante 2 (unsere Wahl) ist die klassische Route über die Forststraße bzw. optional über den dazugehörigen Steig, der die Forststraße mehrmals quert. Familien mit Kindern, ältere Personen und Mountainbiker bleiben einfach auf der Forststraße. Alle anderen können den Steig probieren und gegebenenfalls immer wieder zurück auf die Forststraße wechseln.

Im Anstieg gilt es, 650 Höhenmeter zu bezwingen. Das klingt viel, aber wenn du dir genügend Zeit lässt, dann ist das wirklich machbar. Im letzten Drittel der Wanderung (welches landschaftlich das spektakulärste ist) siehst du dann bereits die Karlsbader Hütte und hast somit dein Ziel vor Augen. Eine genaue Beschreibung jener Route, die wir gewählt haben, findest du hier: Wanderung zur Karlsbader Hütte.

Unser Tipp: Auch, wenn du vom Anstieg vielleicht müde bist, empfehlen wir dir unbedingt, einmal rund um den Laserzsee zu wandern. Auf dem knapp 30-minütigen Rundweg (markiert, aber nicht immer ganz eindeutig) wirst du mit eindrucksvollen Ausblicken auf den Laserzsee und die Karlsbader Hütte belohnt.

Infos zur Wanderung auf die Karlsbader Hütte auf einen Blick

Ausgangspunkt: Parkplatz bei der Dolomitenhütte
Gehzeit: Ca. 2 Stunden für den Aufstieg sowie 1,5 Stunden für den Abstieg. Wir haben insgesamt inkl. Mittagspause auf der Hütte ca. 4,5 Stunden gebraucht.
Anspruch: Technisch ist die Wanderung sehr einfach (wer möchte, kann den ganzen Weg über eine Forststraße zurücklegen), aber konditionell etwas anspruchsvoll. Man muss im Aufstieg 650 Höhenmeter zurücklegen.
Kosten: 8 Euro für die Mautstraße zur Dolomitenhütte

Karlsbader Hütte

Neualplseen (2.450 m)

Das nächste landschaftliche Highlight in Osttirol ist die fantastische Bergkulisse rund um die Neualplseen. Auf fast 2.500 Metern Seehöhe liegen diese glasklaren Gebirgsseen, umrahmt von den schroffen Gipfeln der Schobergruppe.

Auch die Wanderung an sich führt durch spektakuläre Landschaft. Der Vorteil dieser hochalpinen Wanderung: Man wandert hier von der Bergstation los und spart sich somit jede Menge Höhenmeter. Das macht die Wanderung zu den Neualplseen sogar für weniger Geübte zu einem lohnenswerten Ausflug.

Routenbeschreibung: Von der Bergstation Steinermandl zu den Neualplseen

Los geht’s an der Bergstation Steinermandl, die du ganz gemütlich mit zwei Liftfahrten (Gondel und 4er-Sessellift) erreichst. Von hier führt der Weg über eine Almwiese in die Höhe ehe es langsam alpiner wird. Der Weg ist immer gut beschildert und gut gesichert – trittsicher solltest du dennoch sein.

Insgesamt legst du rund 300 Höhenmeter zurück, ehe du die Neualplseen erreichst. Einmal angekommen, empfehlen wir dir unbedingt auch die Seen zu umrunden. Das dauert etwa eine gute halbe Stunde, lohnt sich aber sehr.

Einkehrmöglichkeiten gibt es hier oben keine, daher empfehlen wir dir, eine Jause mitzubringen und es dir mit Blick auf die Gebirgsseen gemütlich zu machen. Eine kleine „Warnung“ an dieser Stelle: Bei unserem Besuch waren unzählige hungrige Schafe anwesend, die Menschen mit Essen richtiggehend verfolgt haben. Am besten genügend Abstand halten – so wie man es bei Weidetieren immer machen sollte.

Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg. Alternativ kannst du auch den südlichen Goiselemandlweg gehen, der etwas mehr Trittsicherheit erfordert. Hier findest du die Routenbeschreibung für den Rundweg: Wanderung zu den Neualplseen.

Infos zur Wanderung zu den Neualplseen auf einen Blick

Ausgangspunkt: Parkplatz bei der Talstation der Zettersfeldbahn in Lienz, anschließend Auffahrt mit der Gondel und dem Sessellift bis zur Bergstation Steinermandl.
Gehzeit: Ca. 1 bis 1,5 Stunden für den Aufstieg sowie ein wenig kürzer für den Abstieg; wir selbst haben insgesamt (inkl. Umrundung der Neualplseen) ca. 3,5 Stunden gebraucht.
Anspruch: Die Wanderung ist zwar hochalpin gelegen, aber technisch nicht schwierig. Für AnfängerInnen ist sie konditionell ein wenig fordernd, aber machbar. In manchen Erfahrungsberichten ist von Problemen mit der Höhenluft zu lesen (man befindet sich hier auf knapp 2.500 Metern Seehöhe). Davon haben wir persönlich aber überhaupt nichts gemerkt.
Kosten: 27 Euro für die Gondel und den Sessellift (Berg- und Talfahrt)

Neualplseen

Golzentipp (2.317 m) zum Sonnenaufgang

Kein Scherz: Beim Sonnenaufgang am Golzentipp sind bei Kathi glatt ein paar Tränchen geflossen, weil das Erlebnis dermaßen magisch war. In den Sommermonaten fährt die Bergbahn Obertilliach ausnahmsweise einmal pro Woche schon vor Sonnenaufgang in die Höhe. So bist du vom Gipfel nur noch eine Stunde Fußmarsch entfernt und kannst anschließend am Gipfelkreuz dabei zusehen, wie die Sonne langsam hinter den Lienzer Dolomiten aufgeht – ein Wahnsinns-Erlebnis!

Routenbeschreibung: Von der Bergstation der Bergbahn Obertilliach auf den Golzentipp

Die Wanderung startet an der Bergstation der Gondel, die dich praktischerweise an bestimmten Tagen im Sommer bereits vor Sonnenaufgang in die Höhe bringt. Von dort geht die familienfreundliche Wanderung über eine Forststraße ganz gemütlich in die Höhe.

Wirklich anstrengend ist die Wanderung nicht (von der Uhrzeit einmal abgesehen), nur kurz vorm Gipfelkreuz sind ein paar mehr Höhenmeter zurückzulegen. Du wanderst mehr oder weniger in der Gruppe, daher kannst du dich auch praktisch nicht verlaufen.

Gut zu wissen: Für die Sonnenaufgangsfahrt musst du dich beim Tourismusverband Osttirol anmelden. Bei unserem Besuch waren etwa 30 andere Menschen dabei. Du bist somit nicht mutterseelenallein am Berg, doch das Erlebnis ist dennoch magisch.

Unser Tipp: Es wird zwar ziemlich schnell hell, dennoch solltest du eine Taschenlampe (oder alternativ dein Smartphone als Taschenlampe) mit dabei haben. Nimm dir unbedingt genügend warme Kleidung mit – vor allem fürs Warten auf den Sonnenaufgang am Gipfel. Die Profis in unserer Gruppe hatten Thermoskannen mit heißem Tee mit und wir müssen zugeben, dass wir sie darum ein wenig beneidet haben.

Infos zur Sonnenaufgangs-Wanderung auf den Golzentipp

Ausgangspunkt: Parkplatz bei der Talstation der Bergbahn in Obertilliach, anschließend Auffahrt zur Bergstation mit der Gondel.
Gehzeit: Ca. 1 Stunde für den Aufstieg sowie ca. 45 Minuten für den Abstieg.
Anspruch: Die Wanderung ist technisch sehr einfach und auch für Familien mit Kindern geeignet. Einen Großteil der Strecke kann man, wenn man möchte, über die Forststraße zurücklegen.
Kosten: 14 Euro für die Gondel (Berg- und Talfahrt), optional 12 Euro für das Osttiroler Bergfrühstück
Anmeldung: obertilliach@osttirol.com
Termin: Nur in den Sommermonaten (bis Anfang September), jeweils am Freitag

Golzentipp Sonnenaufgang
Golzentipp Wanderung

Innergschlöss: Osttirols schönster Talschluss

Und wenn man glaubt, schöner geht es nicht mehr, dann kommt auf einmal das Innergschlöss daher. Osttirols schönster Talschluss, wie es auch genannt wird, ist unbedingt einen Ausflug wert.

Das Innergschlöss ist eine abgeschiedene Almsiedlung, die von spektakulären Gipfeln – allen voran vom Großvenediger – eingerahmt wird. Das Ziel der meisten TagesausflüglerInnen im Gschlösstal ist das Venedigerhaus, ein gemütlicher Berggasthof mit hervorragender Küche. (Die Kaspressknödelsuppe war wirklich ausgezeichnet.)

Für motivierte WandererInnen beginnt am Venedigerhaus das Abenteuer erst so richtig. Von hier kannst du dich beispielsweise auf den Gletscherweg wagen, der dich mit fantastischen Ausblicken auf den Großvenediger belohnt. Oder aber du gehst es gemütlich an und wanderst „nur“ bis zum Talschluss – eine kurze, familienfreundliche Rundwanderung.

Routenbeschreibung: Erkundung des Innergschlöss

Ausgangspunkt ist der gebührenpflichtige Parkplatz nahe des Matreier Tauernhauses. Ab hier hast du drei Möglichkeiten:

Variante 1: Du spazierst du Fuß zum Innergschlöss. Für die Strecke musst du ungefähr 1 bis 1,5 Stunden einplanen. Der Weg führt leicht bergauf – es sind ungefähr 200 Höhenmeter zu erklimmen.

Variante 2: Du machst es dir gemütlich und fährst mit dem Panoramazug. Dieser Traktor-Bummelzug benötigt für die Strecke etwa 20 Minuten. Abfahrt ist üblicherweise jede volle Stunde zwischen 9 und 16 Uhr vom Matreier Tauernhaus. Der Preis pro Person und Strecke beträgt 7 Euro. Das Schöne an diesem Transport ist, dass du durch die großen, offenen Fenster die Landschaft gut beobachten kannst.

Variante 3: Außerdem wird die Strecke noch von gewöhnlichen Taxibussen bedient, die ebenfalls vom Matreier Tauernhaus abfahren. Der Preis hierfür beträgt 5 Euro pro Person und Strecke.

Wenn du nicht alles zu Fuß gehen möchtest, dann empfehlen wir dir, die Strecke zum Venedigerhaus mit dem Panoramazug zurückzulegen und den Rückweg dann zu Fuß anzutreten. Auf dem Weg kommst du an wunderschöner Natur vorbei. Sehenswert ist auch die sogenannte Felsenkapelle.

Innergschlöss Osttirol

Oberstalleralm

Noch so eine wunderschöne Almsiedlung, bei der es uns ein bisschen die Sprache verschlagen hat. Die Oberstalleralm befindet sich im Osttiroler Villgratental auf gut 1.800 Metern Seehöhe und ist ein Juwel von einem Dorf.

Die 18 urigen Almhütten stehen unter Denkmalschutz. Leider sind nur wenige davon noch bewirtschaftet. Die meisten werden als Ferienwohnungen vermietet. (Hier einmal zu übernachten, können wir uns so ganz nebenbei auch richtig gut vorstellen.) So oder so: Mit der kleinen, weißen Kapelle im Zentrum ist die Oberstalleralm wohl eines der schönsten Almdörfer in ganz Tirol.

Routenbeschreibung: Wanderung zur Oberstalleralm

Es ist prinzipiell möglich, mit dem Auto fast bis zur Oberstalleralm zu fahren. (Vom dazugehörigen Parkplatz geht man nur noch wenige Minuten.) Wir empfehlen dir aber, das Auto beim Parkplatz an der Unterstalleralm abzustellen.

Von der Unterstalleralm erreichst du die Oberstalleralm zu Fuß in etwa 30 Minuten. Der Weg ist ein gemütlicher, familiengeeigneter Spaziergang. Er führt leider entlang der Straße (jene Straße, über die du auch den Parkplatz an der Oberstalleralm erreichst), es ist aber möglich immer wieder auf Waldstücke auszuweichen. Die Landschaft ist hier wirklich wunderschön. Wir persönlich können nur dazu zu ermutigen, den Fußweg zu wählen – allein schon in der Hoffnung, dass sich der Autoverkehr noch mehr in Grenzen hält.

Der Rückweg erfolgt auf demselben Weg. Anschließend empfehlen wir dir eine Einkehr in der gemütlichen Unterstalleralm. Mit etwas Glück erwischst du ein Plätzchen auf der Terrasse. Dort schmecken Kaffee und Kuchen gleich doppelt so gut.

Oberstalleralm Osttirol

3. Praktische Reisetipps für Osttirol

Unsere Ausrüstung & Packliste für Wandertouren in Osttirol

Schuhe: Wir selbst haben alle oben angeführten Schuhen mit niedrigen Wanderschuhen absolviert. (Wir persönlich mögen klassische, knöchelhohe Bergschuhe nicht so sehr.) Romeo wandert seit Jahren fast alles mit seinen Scarpa. Kathi vertraut auf ein Modell von Salewa. Zieh unbedingt auch geeignete Wandersocken an.

Kleidung: Wichtig ist eine regenfeste, möglichst leichte und dünne Outdoor-Jacke. Darunter tragen wir meist eine wärmende Jacke (z.B. Fleece). Lifesaver: Nimm ein frisches T-Shirt zum Wechseln mit!

Rucksack: Romeo trägt seinen geliebten Lowepro-Fotorucksack auch auf Wandertouren. Dank Hüftgurt und Regenhülle ist dieser bestens dafür geeignet. Kathi vertraut auf ihren Fjällräven High Coast Rolltop. Der ist nicht nur extrem leicht, sondern auch wasserfest und richtig praktisch.

Trinkflasche: Niemals ohne! Wir haben ein Exemplar von 24Bottles und lieben es.

Außerdem wichtig: Sonnencreme, Sonnenbrille, Taschentücher, eventuell Moskitoschutz, Pflaster (oder kleines Erste-Hilfe-Set), Taschenlampe/Stirnlampe (je nach Tageszeit), Kappe/Haube/Sonnenschutz für den Kopf, Proviant (Nüsse, Trockenfrüchte etc.), gegebenenfalls Wanderstöcke (finden wir bei steilen Abstiegen sehr angenehm), Powerbank und voll aufgeladenes Smartphone.

Hilfreiche Apps für Osttirol

Manche Apps möchten wir auf Reisen und im Speziellen bei einem Urlaub in den Bergen wirklich nicht missen. Folgende können wir sehr empfehlen:

Bergfex Wetter: Mittlerweile können wir bestätigen, dass Bergfex im Vergleich mit anderen Anbietern die beste Wetterprognose liefert – vor allem wenn es ums Bergwetter geht. Die dazugehörige App finden wir sehr praktisch.
Komoot: Super App für Wanderrouten, anhand denen wir uns auch oft navigiert haben. Leider ist die App in der erweiterten Version kostenpflichtig, eine Region ist allerdings kostenlos mit dabei. Eine Alternativ-App wäre Outdooractive.
PeakVisor: Für die Berg-Freaks unter uns, die wissen möchten, welcher Berg welcher ist.

4. Unser Hotel-Tipp für Osttirol

Ganz zufällig und mit einer großen Portion Glück (hallo Zimmer-Storno) sind wir im Hotel Waldruhe gelandet. Und ganz ehrlich: Das Hotel ist ein solches Juwel, dass wir fast schon überlegt haben, diesen Geheimtipp für uns zu behalten. Aber es wären nicht wir, wenn wir in unserem Osttirol-Artikel nicht auch einen feinen Hoteltipp für dich hätten.

Das familiengeführte Hotel Waldruhe liegt – wie es der Name schon vermuten lässt – am Fuße eines Waldstücks in absoluter Ruhelage. Das einzige, was du vom Zimmer aus hörst, ist das Plätschern des Flusses, der am Hotel vorbeirauscht. Wohlfühlambiente pur!

Was uns jedoch am allermeisten begeistert hat, ist das Herzblut und die Leidenschaft, die das Personal – allen voran Chef Franz Jr. – hier an den Tag legt. Man wird mit solch einer Gastfreundschaft empfangen, dass es einfach eine Freude ist, von einer anstrengenden Wanderung ins Hotel zurückzukehren.

Ein ganz besonderes Lob verdient das Abendessen. Es wird vom Chef höchstpersönlich zubereitet und der versteht sein Handwerk wirklich. Das Salat- bzw. Antipastibuffet ist ungelogen das beste, das uns jemals in einem Hotel serviert wurde. Zur Hauptspeise kannst du täglich zwischen einem Fleisch-, Fisch- und einem vegetarischen Gericht wählen. Wir haben hier täglich ganz fantastisch gegessen und uns immer schon den ganzen Tag aufs Abendessen gefreut.

Die Zimmer sind sehr gemütlich mit viel Holz (Zirbenbetten, Holzboden) eingerichtet – einfach zum Wohlfühlen. Dadurch, dass das Hotel über die Jahrzehnte stetig erweitert wurde, werden immer wieder neue Dinge renoviert. Kommenden Herbst wird beispielsweise allen Badezimmern ein neuer Anstrich verpasst.

Unser Fazit: Ein ganz wunderbares Hotel! Österreichische Gastfreundschaft par excellence, köstliches Essen, Wohlfühlambiente und obendrein ein super Preis-Leistungs-Verhältnis – wir kommen ganz bestimmt wieder.

Hier kannst du das Hotel buchen: Hotel Waldruhe

Hoteltipp Osttirol

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Warst du schon einmal in Osttirol? Warst du auch so begeistert von diesem Fleckchen Österreichs wie wir? Welche Wanderungen kannst du besonders empfehlen? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen und zusätzlichen Tipps.

4 Kommentare

  1. Jessica

    Hallo ihr Lieben,
    wir waren die letzten Tage auf euren Spuren in Osttirol und Kärnten unterwegs. Und was sollen wir sagen: Es war sooo schön! 😍 Vielen Dank für eure inspirierenden Artikel, wunderbaren Bilder und dafür, dass ihr die Waldruhe nicht für euch behalten habt 😊

    Bis hoffentlich bald mal wieder und ganz liebe Grüße
    Jessica und Wolfgang

    1. Sommertage

      Hallo ihr zwei,
      ohhhh das freut uns aber sehr – vielen lieben Dank für euren Kommentar! :)
      Hach ja, in der Waldruhe ist es wirklich traumhaft. Wir freuen uns soooo, dass wir auch bald wieder dort sind.
      Herzliche Grüße & bis hoffentlich ganz bald,
      Kathi & Romeo

  2. Step

    Ha, Osttirol „übersieht“ man immer irgendwie – weil es auch so abgeschieden liegt. Kein Flughafen in der Nähe, mit der Bahn zieht es sich von Wien aus ewig und ebenso mit dem Auto. Dann liegt eben Südtirol zwischen dem eigentlichen Tirol und Osttirol, und so ist es irgendwie ein Zipfel im Nirgendwo. Auch ich war in meinem langen Leben erst 2 Mal in Osttirol, einmal als Kind im Defreggental (da kann ich mich aber praktisch nicht mehr erinnern) und einmal vor einigen Jahren, als wir die Radtour am Drauradweg gemacht haben, beginnend in Südtirol durch Osttirol nach Kärnten. So gesehen verstehe ich, dass Osttirol wesentlich weniger touristisch ist als es Nordtirol ist (das ist nämlich für meinen Geschmack schon viel zu viel touristisch durchorganisiert). Im Tal war es recht nett, habe es aber auch nicht als außergewöhnlich in Erinnerung. Auf den Berg sollte ich wohl mal wieder irgendwann…

    1. Sommertage

      Oh, gerade ist uns aufgefallen, dass wir dir auf deinen Kommentar noch gar nicht geantwortet haben, sorry! Du hast vollkommen recht – Osttirol übersieht man wirklich schnell hehe. :)
      Wir können dir jedenfalls sehr empfehlen, Osttirol noch einmal als Urlaubsziel in Betracht zu ziehen. Uns hat’s extrem gut gefallen! :)
      Alles Liebe,
      Kathi & Romeo

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