Wir tauschen Thailands 35 Grad im Schatten gegen den sonnigen Herbst in Österreich! Gleich nach unserer Rückkehr aus Südostasien waren wir im wunderschönen G’Schlössl Murtal zu Gast. „Damit uns das Nachhausekommen leichter fällt“, hatten wir gesagt. Und jetzt? Da können wir eigentlich nur immer und immer wieder betonen, wie oft wir Österreich unterschätzen. Heute geht’s daher um eine Region, die vor allem für die Wiener*innen unter euch interessant ist, weil sie so schnell zu erreichen und trotzdem wunderschön idyllisch ist: das Murtal und die Region Spielberg.

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Unsere Bleibe im G’Schlössl Murtal war nicht einfach ein Zimmer sondern eine Maisonette-Suite, beinahe so groß wie unsere Wohnung. Die Suite ist einer dieser Orte, an denen man sich vom ersten Moment an wohlfühlt, ganz besonders wenn die untergehende Herbstsonne die hohen Räume mit Licht durchflutet.

Natürlich haben wir gleich nach der Ankunft den Wellnessbereich getestet. Also rein in den Bademantel und einen Stock tiefer in einen der schönsten Hotel-Spas, die wir bislang gesehen haben. Was Thermen und Spas betrifft, sind wir sehr kritisch, müsst ihr wissen. Der Grad zwischen hui und pfui ist oft schmaler, als uns lieb ist. Im G’Schlössl Murtal allerdings ist alles hui – durch und durch! Außerdem gibt es für Gäste kostenlose Nüsse, Tee und Kombucha – Herz, was willst du mehr.

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In den Abendstunden haben wir einen Spaziergang gemacht und den Schlosspark erkundet, der wirklich riesig ist, wenn man bedenkt, dass das G’Schlössl mit seinen 23 Zimmern und Suiten ein vergleichsweise kleines Hotel ist. Die untergehende Sonne haben wir natürlich gleich für ein Mini-Fotoshooting genutzt – denn die Herbstsonne macht einfach das schönste Licht im ganzen Jahr!

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Dem Koch über die Schulter schauen

Warum wir überhaupt ins Murtal gekommen waren? Einfach ausgedrückt: zum Radfahren und Essen. Weil Letzteres ja wie ihr wisst eine unserer Lieblingsbeschäftigung ist, waren wir vom kulinarischen Angebot sehr begeistert. Am ersten Abend durften wir am Chef’s Table mitten in der Küche Platz nehmen.

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Anders ausgedrückt: wir durften dem Küchenchef Oliver Drtina und seinem Team über die Schulter schauen. Bevor ihr weiterlest: Nein, der Tisch war nicht nur uns als Blogger vorbehalten, sondern den kann jede und jeder ebenfalls buchen. Ein Erlebnis, soviel können wir versprechen. Da wurde gebraten, geschnitten, gerührt, gebacken, frittiert und nie geschimpft. Die Arbeit in der Küche lief so harmonisch ab, dass wir ganz überrascht waren.

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Haubenküche im Steirerschlössl

Nicht weniger spannend ging es am nächsten Abend weiter: wir waren ins Restaurant Steirerschlössl eingeladen. Und das bedeutet: uns erwartete ein 6-gängiges Haubenmenü von Küchenchef Johannes Marterer. Allein die Jugendstil-Atmosphäre im Steirerschlössl war einzigartig – vom Menü ganz zu schweigen.

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Infolge des vielen Essens kam uns ein wenig sportliche Betätigung sehr entgegen. Nein, wir sind (leider) nicht mit Formel-1-Autos über den Ring gedüst – allerdings, nun ja fast. Stattdessen haben wir uns aufs Rad geschwungen und den Weg zum Spielbergring auf zwei Rädern zurückgelegt.

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Seckau

Die Abtei Seckau, die einen großen Teil des kleinen Gemeinde einnimmt, sahen wir leider nur von außen. Dafür durften wir beim Hofwirt zu Mittag essen und einen Blick in die Hochzeits-Suite des Hauses werfen – ein Traum! Die merken wir uns, sollten wir jemals heiraten.

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Der vielleicht schönste See Österreichs: Ingeringsee

Ein Highlight haben wir uns übrigens für den letzten Tag aufgehoben: ein Ausflug zum Ingeringsee. Als man uns den Tipp gab, mussten wir ja ehrlicherweise zunächst einmal googeln, denn wir hatten noch niemals zuvor von diesem See gehört. Die Bilder (sehr viele findet man nicht) sahen aber vielversprechend aus, daher haben wir nicht lange darüber nachgedacht und die etwa 20-minütige Fahrt über die Schotterstraße in Kauf genommen.

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Wow, einfach wow! Wir haben ja schon viele Seen gesehen, aber der Ingeringee ist wirklich einer der schönsten, wenn nicht der schönste. In etwa einer Stunde kann man den See zu Fuß umrunden – vorbei an einer kleinen Kapelle und entlang eines Flusses. Wir hatten Glück und hatten den See fast für uns allein! Der Ingeringsee scheint wirklich noch ein Geheimtipp zu sein.

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Übrigens: Die Übernachtung im G’Schlössl Murtal ist gar nicht so teuer, wie man vielleicht glauben mag. Unsere Suite ist nämlich um 250 Euro pro Nacht inkl. (ausgezeichnetem) Frühstück für zwei Personen zu haben. Es gibt auch günstigere Doppelzimmer um etwa 170 Euro pro Nacht.


Vielen Dank an das G’Schlössl Murtal und das Projekt Spielberg für die Einladung ins wunderschöne Murtal!