Rotorua is ein kleiner Ort auf der Nordinsel Neuseelands, der vor allem für seine thermische Aktivität bekannt ist. Vorneweg der erste Tipp für diese Gegend: Konzentriert euch eher auf die Umgebung als auf Rotorua selbst. Das Umland hat nämlich wesentlich mehr zu bieten, als die Stadt an sich. Die Innenstadt Rotoruas wirkte auf uns ausgestorben, verlassen, ja fast ein bisschen trist. In der Umgebung jedoch gibt es viel zu sehen.

Ein kleiner Tipp vorneweg: Wir haben den Stefan-Loose-Reiseführer Neuseeland verwendet und waren sehr zufrieden damit.

1. Hobbiton: Unterwegs im Auenland

Da wäre zunächst einmal der Drehort der Hobbit-Szenen aus Herr der Ringe. Ja, der Preis für die Führung ist verdammt hoch, ja natürlich ist es da touristisch! Das sind Dinge, auf die man sich einstellen muss, das ist klar. Dennoch: Wir waren ziemlich begeistert. Es beeindruckt einfach, an dem Ort gewesen zu sein, an dem die berühmten Filmszenen gedreht worden waren. Wann immer jetzt wir einen Herr der Ringe Film oder den Hobbit Film sehen, sind wir ganz entzückt und erinnern uns gerne an unseren Ausflug dorthin zurück. Besichtigt wird der Drehort übrigens im Rahmen einer etwa 1 1/2 stündigen Führung, ein Getränk am Ende ist inkludiert. Wer mobil ist, bucht die Führung am besten im Internet vom „Shire’s Rest“, so erspart man sich den Shuttle Bus aus Rotorua.

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Hobbiton-Neuseeland

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2. Wai-O-Tapu

Nicht weniger touristisch, dafür landschaftlich gigantisch, ist das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Der Name ist Programm. Es handelt sich dabei um eine riesige Fläche mit geothermischer Aktivität. Das Gebiet ist übersät mit farbig-leuchtenden Seen, brodelnden Schlammtümpeln und dampfenden Gewässern. Die Eintrittskarte (32,5 $) berechtigt auch dazu, den Lady Knox Geysir zu besuchen, der täglich um 10:15 vormittags künstlich zum Ausbruch gebracht wird. Dort versammeln sich natürlich dutzende Touristen, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen möchten. Aber wir brauchen ja gar nicht reden, wir saßen mittendrin.

Rotorua Tipps

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Weiter geht’s zum eigentlichen Highlight, dem Rundweg durch das geothermische Gebiet. Wir wählten die längste Route, für die man etwa 1 1/2 Stunden benötigt, und bei der man das gesamte Areal abgeht. Ein Highlight ist definitiv der Champagne Pool, der vor allem aufgrund der teils kräftig-orangen Farbe und des dort herrschenden Geruchs auffällt.

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Aber auch das übrige, teils sehr farbenprächtige, Areal beeindruckt sehr. Auf der Rückreise mit dem Auto kann man übrigens noch beim Mudpool, einem Schlammtümpel, anhalten, der ein wenig abseits liegt und seinem Namen alle Ehre macht.

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3. Tipps für die Stadt Rotorua

Das Städtchen Rotorua selbst ist man binnen weniger Stunden abgegangen. Aufgefallen ist uns, dass kaum Menschen auf den Straßen waren. Wir wissen nicht, woran das lag. Das Wetter war zwar ein bisschen regnerisch, aber das kann nicht der alleinige Grund gewesen sein. Sehenswert ist jedenfalls der Rotorua Lake, die Promenade fanden wir ganz nett. Den Hungrigen von euch legen wir das Lokal „Fat Dog“ nahe. Dort haben wir gut und halbwegs günstig zu Mittag gegessen. Und entgegen dem Namen gibt’s dort auch Vegetarisches.

Übernachtet haben wir im Mercure Hotel Rotorua. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut, die Zimmer sind groß. Es liegt am Stadtrand von Rotorua und besitzt einen Whirlpool im Hof.

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Wart ihr schon einmal in Rotorua und habt noch weitere Tipps oder Erfahrungsberichte? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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