Ihr seid auf der Suche nach einer Route für Kamdbodscha für drei Wochen? Auf unserem Reiseblog verraten wir euch, zu welchen Orten wir gereist sind und in welchen Hotels wir übernachtet haben.

Kambodscha ist Leben, ist Nachdenken, ist Ausbrechen. Ausbrechen aus alten Denkmustern! Wenn du in Kambodscha bist, dann glaubst du, Reichtum sei verzichtbar, Luxus überflüssig, Armut allgegenwärtig. In Kambodscha, da beginnen deine Gedanken zu rasen, ganz schnell, unaufhaltsam. Du drehst dich im Kreis: Mitleid, Dankbarkeit, Reiselust, Freude, Glück, Armut, Traurigkeit. Darf ich hinsehen? Soll ich wegsehen? Wer in Kambodscha das Leben nicht in Frage stellt, hat etwas falsch gemacht. Selten fühlt sich ein Land gleichermaßen nach Gefangenschaft und Freiheit an. Hier unsere Route durch Kambodscha, ein Land, welches unsere Erwartungen übertroffen hat. Bei weitem!

Unser Reiseführer

Gereist sind wir mit dem Lonely Planet Kambodscha (auf Englisch). Der hat uns gute Dienste geleistet. Beim nächsten Mal würden wir uns eventuell für den Kambodscha-Reiseführer von Stefan Loose entscheiden. Die Loose-Reiseführer sind für Südostasien nämlich immer top.

Anreise: Von Koh Chang nach Siem Reap

Klar kann man auch fliegen. Das spart Nerven und darüber hinaus das Schmiergeld an die Zollbeamten. Ein bisschen abenteuerlicher ist es, auf dem Landweg einzureisen. Wir taten dies über die thailändisch-kambodschanische Grenze.

Die Fahrt von Koh Chang nach Siem Reap haben wir folgendermaßen gestaltet: 7.30h Ferry Sammeltaxi (60 Baht p.P.) – 8.30 Fähre (80 Baht p.P.) – 9.30h Sammeltaxi zur Trat Busstation (60 Baht p.P.) – 10.15h Bus nach Sa Kaeo (205 Baht p.P.) – 15.30h Bus nach Aranyaphratet (40 Baht p.P.) – 16.30h Tuktuk zur Grenze (80 Baht) – Kambodscha Visa 20 $ + 100 Baht Schmiergeld – 17.00h Taxi nach Siem Reap (25 Dollar).

Sieam Reap (A)

Die meisten starten ihre Route wohl hier. Und für viele bleibt es die einzige Zieldestination in diesem Land. Das ist schade! Wir verbrachten vier Nächte in Siem Reap. Wir wollten uns Zeit für die Erkundung der Tempel nehmen, aber vor allem auch Zeit für den Blick hinter die Fassade der Luxushotels. Wir besuchten eine Schule, fuhren viel mit dem Rad. Angkor Wat ist atemberaubend, keine Frage. Siem Reap ist jedoch mehr als nur Angkor Wat.

Unsere Unterkunft
The Purple Mangosteen (kleine, aber sehr hübsche Zimmer, tolle Dachterrasse, sehr freundliche Besitzerin)

Battambang (B)

Battambang ist in erster Linie für den Bambootrain bekannt. Ursprünglich als Handelsweg gedacht, ist der Bambootrain wohl heute primär Touristenattraktion. Schade. Lustig ist die Fahrt dennoch! In abenteuerlich hoher Geschwindigkeit braust man dahin und lässt die Landschaft an sich vorbeiziehen. Sobald sich Gegenverkehr nähert, muss einer der beiden Wagen ab- und wieder aufgebaut werden. Wenn ihr Zeit habt, legen wir euch eine Fahrradtour mit Soksabike ans Herz. Unser junger Guide wusste viel zu erzählen und brachte uns zu einigen einheimischen Familien.

Unsere Unterkunft
Phka Villa Hotel (sehr großzügige Anlage mit hübschen Bungalows, tolles Frühstück, extrem freundliche Mitarbeiter*innen)

Phnom Penh (C, G)

Wer von der Gelassenheit Battambangs in das hektische Gewusel Phnom Penhs eintaucht, dem wird es zunächst schwer fallen, dieser Stadt etwas abzugewinnen. Gebt nicht auf! In Phnom Penh wirst du mit Geschichte konfrontiert, lernst sehr viel über das Land. Letztendlich ist Phnom Penh eine wertvolle Erfahrung.

Unsere Unterkunft
One Up – Banana Hotel (an und für sich ein tolles Hotel, bei uns wurde es allerdings überbucht und wir mussten zwei Nächte woanders schlafen, das Zimmer im Erdgeschoß ist genau neben der Rezeption und hat keine Fenster)

Kep (D)

Kep ist ein winziger Ort an der Küste. Man trifft auf viele Einheimische, Touristen sieht man seltener. Kep an sich ist keine Schönheit, ist allerdings ein wunderbarer Ort, um bei Sonnenuntergang leckeren Fisch mit frischem Pfeffer direkt am Meer zu essen.

Unsere Unterkunft
Brise de Kep Boutique (sehr abgeschieden und ruhig, direkt am Meer, einfach aber nette Bungalows)

Kampot (E)

Kampot hat uns von Anfang an begeistert. Vielleicht lag es an unserer wundervollen Unterkunft. Die hübschen Kolonialhäuser haben wohl auch das Ihrige dazu beigetragen. Mietet euch ein Rad und erkundet die Umgebung. Jenseits der Salinen inmitten der Feldwege haben wir unsere einprägsamsten Momente in Kambodscha erlebt.

Unsere Unterkunft
The Columns (sehr geschmackvolles Hotel, großzügige Zimmer, tolles Frühstück)

Sihanoukville (F)

Um Sihanoukville zu genießen, solltet ihr euch auf die Suche nach einem ruhigen Strandabschnitt machen. Die Partymeile und Souvenirshops lasst am besten links liegen. Dann ist Sihanoukville besser als sein Ruf!

Unsere Unterkunft
Don Bosco Hotel School (sehr bemühte Mitarbeiter*innen, geräumige Zimmer, Lage mäßig, man muss mit dem Shuttle in die Stadt fahren)

Kambodscha hat uns umgehauen: Im positiven wie im negativen Sinn. Kambodschas Geschichte ist unfassbar. Worte können nicht wiedergeben, was da passiert ist. Kambodscha ist unglaublich authentisch. Die Menschen sind es, die dem Land seinen ganz besonderen Reiz geben. Ja, Kambodscha hat uns begeistert, hat uns zum Nachdenken gebracht. Fahrt hin! Besucht dieses Land! Es gibt so viel zu entdecken!

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Wart ihr schon in Kambodscha und habt noch weitere Tipps zur Reiseroute für Kambodscha? Wir freuen uns auf eure Kommentare!