Es gibt Momente, in denen wir kaum glauben können, wie eindrucksvoll das Land ist, das wir unsere Heimat nennen dürfen. Von einem dieser Momente möchten wir dir heute erzählen. Ort des Geschehens: Die Weißsee Gletscherwelt auf 2.300 Höhenmetern, dem Geheimtipp für das Salzburger Land schlechthin. (Und glaub uns: wir gehen sorgsam mit dem Wort “Geheimtipp” um – aber hier ist es tatsächlich angebracht.)

Einer Bloggerreise mit vielen lieben Menschen ist es zu verdanken, dass wir diesen wunderbaren Ort kennen und lieben gelernt haben. Und: ungelogen schon die nächste Reise dorthin planen. Falls du jetzt nicht verstehen kannst, warum wir so sehr ins Schwärmen geraten sind, dann lies mal schön weiter. Wir versprechen dir, dass wir nicht zu viel versprechen! Vorhang auf für das Berg-Highlight unseres Jahres: Die Weißsee Gletscherwelt.

Die Weißsee-Gletscherwelt: Übernachten auf 2.300 Höhenmetern

2.300 Höhenmeter also. Dort befindet sich die Bergstation der Gletscher-Seilbahn, die wir nach einer 20-minütigen Fahrt von der Talstation Enzingerboden erreichen. Und noch etwas befindet sich dort: der Weißsee, ein türkisblauer Gebirgsstausee, der von Berggipfeln umrahmt ist. Wir haben schon viele schöne Flecken auf dieser Welt kennengelernt, aber mit dieser Szenerie kann so schnell nichts mithalten. Postkartenmotiv par excellence!

Und jetzt kommt’s noch besser: Direkt am See liegt die einzige Unterkunft weit und breit. Das Berghotel Rudolfshütte verdient allein schon für seine grandiose Lage fünf Sterne. Wenn wir jetzt erzählen, dass das Hotel für zwei Tage unser Zuhause auf Zeit war, machen wir dich vermutlich genauso neidvoll wie uns selbst – denn wenn wir die Fotos so ansehen, dann möchten wir nichts lieber als sofort zurück!

Zurück zur Weißsee-Gletscherwelt: Die befindet sich im Nationalpark Hohe Tauern im Salzburger Land. Im Winter ist die Region ein kleines, aber feines, hochalpines Skigebiet. Im Sommer kommt man zum Wandern, Bergsteigen und Klettern. Und: um den Kopf freizubekommen, denn das funktioniert beim Blick auf die grandiose Bergkulisse perfekt, können wir dir bestätigen.

Weißsee

Weißsee Schwimmen

Wanderungen rund um den Weißsee

Das Schöne am Wandern in der Weißsee Gletscherwelt: Auch ohne alpine Herausforderung kannst du das grandiose Panorama genießen. Wenn du aber möchtest, kannst du auch einen 3.000er erklimmen. Kurz gesagt: Für (fast) jedes Fitness-Level gibt es Optionen.

Wanderung zum Medelzkopf

Der Medelzkopf ist mit 2.760 Metern einer der höchsten Gipfel der Region. Von hier oben hast du einen grandiosen Panoramablick über die Gipfellandschaft mehrerer 3.000er. Den Medelzkopf zu besteigen erfordert zwar etwas Kondition, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit, aber alles in allem ist die Wanderung unserer Meinung nach auch für Menschen machbar, die sich nicht täglich in den Bergen aufhalten – vorausgesetzt das Wetter spielt mit!

Das bringt uns schon zum nächsten Punkt: Wir sind nicht bis zum Gipfel gekommen, denn die aufziehenden Wolken waren uns dann doch zu heikel. Es braute sich dann tatsächlich ein Gewitter zusammen, was uns wieder einmal gezeigt hat, wie schnell das Wetter in Bergen umschwingen kann.

Route, Dauer & Infos zur Wanderung auf den Medelzkopf

Die kürzeste Variante führt dich von der Rudolfshütte zunächst zum Sessellift (10 Gehminuten) und anschließend mit diesem auf die Bergstation Medelz. Von dort trennen dich nur noch ca. 45 Minuten und nicht einmal 200 Höhenmeter vom Gipfel. Du musst dir beim (kurzen, aber schweißtreibenden) Aufstieg den Weg über Blockwerk (also teilweise lose Felsbrocken) bahnen. Stabile Schuhe sind daher wirklich notwendig. (Es müssen aber keine richtigen Bergschuhe sein, die über den Knöchel gehen.) Je höher das Gelände, desto anspruchsvoller wird es.

Medelzkopf

Wanderung im Wiegenwald

Kommen wir zum Landschaftserlebnis in Perfektion: der Wanderung durch den Wiegenwald. Vier Stunden haben wir in dieser urwaldartigen Moorlandschaft verbracht und möchten keine einzige Sekunde davon missen. Ohne zu übertreiben, aber in puncto Natur kann mit dieser Wanderung so schnell keine andere mithalten: Du wanderst durch einen naturbelassenen Wald aus Zirben, Lärchen und Fichten, vorbei an Hochmooren, Seen und: Heidelbeersträuchern. Ja, ganz recht – beinahe der gesamte Wanderweg ist von Heidelbeersträuchern gesäumt. Perfektion, wir sagen’s ja!

Route, Dauer & Infos zur Wanderung im Wiegenwald

Die Wanderung startet an der Talstation der Gondel am Enzingerboden. Dort beginnt der schweißtreibendste Teil: Ca. 30 Minuten lang geht es stetig bergauf, denn um den Wiegenwald zu erreichen, musst du zunächst 400 Höhenmeter überwinden. Ist das einmal geschafft, verläuft die Wanderung vergleichsweise gemütlich. Die Wanderung führt u.a. am Schwarzsee vorbei und endet nach rund 4 Stunden (gemütlich und mit Pausen berechnet) an der Mittelstation am Grünsee.

Unser Tipp: Der Wanderweg ist kaum beschildert und überhaupt sollte man die Wanderung durch diesen naturbelassenen Lebensraum nur mit einem Nationalpark Ranger bestreiten.

Wiegenwald Weißsee

Salzburger Land Wanderung Geheimtipps

Weitere Routen rund um den Weißsee

Diese beiden Wanderungen sind natürlich nur Vorschläge – in der Region hast du noch viele weitere Optionen. Du kannst zum Beispiel eine geführte Gletschertour unternehmen, dich in einen der beiden Klettersteige wagen oder ganz einfach entlang des Weißseeufers spazieren.

Coole Sache: Es gibt auch täglich geführte Wanderungen. Alle Infos hierzu findest du auf der offiziellen Website: Wandern in der Weißsee Gletscherwelt.

Weitere Wanderungen in der Region

Ortswechsel. Unsere Bloggerreise führte uns nach dem Weißsee nämlich noch ins nahegelegene Habachtal bei Bramberg am Wildkogel. Der Ort hat uns vor zwei Jahren bereits im Winter begeistert, als wir uns auf die 14 Kilometer lange Rodelbahn gewagt haben.

Diesmal war wandern angesagt. Genauer gesagt haben wir uns auf den Smaragdweg begeben. Nomen est omen: Der Weg heißt so, weil man dort immer noch eine realistische Chance hat, einen Samaragd zu finden. Das ist uns zwar nicht gelungen, aber dafür waren wir von der landschaftlichen Schönheit des Habachtals sehr angetan. Der Smaragdweg verläuft entlang des Habachs, einem Wildbach, taleinwärts und führt stetig bergauf – allerdings ohne, dass es permanent steile Stücke zu bezwingen gilt.

Insgesamt ist der Smaragdweg sieben Kilometer lang. Da das Wetter an unserem Wandertag unbeständig war, haben wir es nur bis zur Enzianhütte geschafft. Nach Kaspressknödelsuppe und Kaiserschmarrn (yes!) ging es bequem mit dem Bus wieder zurück zum Parkplatz. Das ist nämlich eine Besonderheit im Habachtal: Es gibt entlang des Smaragdweges eine Transfermöglichkeit mit dem Wanderbus, sodass man die Stecke nicht doppelt gehen muss. Alle Infos hierzu findest du auf der offiziellen Website der Nationalpark Hohe Tauern Sommercard.

Smaragdweg Salzburg

Unsere Unterkunft am Weißsee: Berghotel Rudolfshütte

Wir haben es ja schon vorweggenommen: Das Berghotel Rudolfshütte war für zwei Tage unsere Bleibe – und was für eine! Von unserem Zimmerfenster fiel der Blick direkt auf den türkisblauen Gletschersee samt imposanter Gebirgskette. Daran könnten wir uns problemlos gewöhnen!

Die Atmosphäre im Hotel selbst ist – ganz der Höhenlage entsprechend – sehr gemütlich, urig und familiär. Feines Gewand kannst du getrost zu Hause lassen. Das Abendessen ist (genau wie das Frühstück) im Zimmerpreis inkludiert und wird als Buffet angeboten. Das muss man natürlich mögen, allerdings fanden wir die Qualität sehr gut.

Da das Hotel sehr familienfreundlich ist (Kinderspielplatz, Kletterwand), sind die Gäste vorwiegend Familien mit Kindern in allen Altersklassen. Darauf muss man sich einstellen, doch uns persönlich stört das überhaupt nicht – ganz im Gegenteil. Zum Hotel gehört auch ein Wellnessbereich, den wir allerdings mangels Zeit nicht getestet haben.

Hier kannst du das Hotel buchen: Berghotel Rudolfshütte


Transparenz: {Unbezahlte Pressereise} Wir wurden vom SalzburgerLand, dem Tourismusverband Uttendorf-Weißsee und der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern zu dieser Bloggerreise eingeladen. Keine Sorge: Unsere Begeisterung ist zu 100% echt und unsere Meinung wie immer unsere eigene.

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Warst du schon am Weißsee? Oder hast du ebenfalls einen Geheimtipp fürs Salzburger Land? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen und Tipps!