Budapest ist und bleibt für uns einfach eine ideale Destination für eine Städtereise. Vor über 8 Jahren hat uns unsere allererste gemeinsame Reise nach Budapest geführt. Seither sind wir Budapest-Fans. Budapest ist eine extrem lebendige, extrem junge Stadt, die ständig im Wandel ist. Jedes Mal, wenn wir nach Budapest kommen, haben neue Hipster-Cafés eröffnet. Das lieben wir so sehr an Budapest: Trotz der vielen historischen, prunkvollen Sehenswürdigkeiten gibt es immer Neues zu entdecken. In diesem Blogartikel geht es um unsere Tipps für Sehenswürdigkeiten in Budapest.

Budapest Castle

Budapest Kettenbrücke

1. Anreise nach Budapest

Als Wiener reisen wir so gut wie immer mit dem Auto nach Wien. Die Fahrzeit beträgt etwa 2,5 bis 3 Stunden. Für ungarische Mautstraßen benötigt man eine elektronische Vignette. Diese könnt ihr ganz einfach an der Grenze kaufen. Für 10 Tage kostet die E-Vignette 2.975 Forint (= ca. 9 Euro).

Alternativ könnt ihr mit der Bahn oder dem Bus anreisen. Der Hauptbahnhof („Budapest Keleti pályaudvar“) und der Busbahnhof („Budapest Népliget„) liegen etwas außerhalb der Innenstadt, sind aber beide an das Metro-Netz direkt angeschlossen.

Für alle, die von weiter weg kommen, empfiehlt sich eine Anreise mit dem Flugzeug. Vom Flughafen benötigt ihr etwa 45 Minuten in die Stadt. Zuerst nehmt ihr den Bus Nr. 200E bis zur Metrostation Kobanya-Kispest. Von dort könnt ihr dann direkt in die Stadt fahren. Ein Transfernticket in die Stadt kostet 530 Forint (1,7 Euro).

2. Reiseführer für Budapest

Für unsere letzte Reise nach Budapest haben wir den DuMont-Reiseführer Budapest genutzt, der 2015 erschienen ist. Damit waren wir sehr zufrieden. Um einen Überblick über die wichtigsten Viertel und Sehenswürdigkeiten zu erhalten, ist der Reiseführer auf jeden Fall eine gute Wahl.

Als App nutzen wir mittlerweile auf fast jeder unserer Reisen CityMaps2Go. Dort können wir die gewünschten Restaurants und Sehenswürdigkeiten ganz einfach markieren. Wirklich empfehlenswert!

3. Unterkünfte in Budapest: unsere Tipps

Rum Hotel Budapest: tolles und erschwingliches Boutique-Hotel

Das Rum Hotel Budapest ist ein ganz großer Geheimtipp! Wir haben es bei unserem letzten Aufenthalt (2017) entdeckt und sind restlos begeistert. Die Zimmer sind zwar sehr klein, aber stylish. Für manch einen mag die Einrichtung ein bisschen zu steril sein, wir mochten es aber jedenfalls sehr. Die Lage ist großartig. Man ist quasi mitten in der Altstadt. Besonders hervorzuheben ist übrigens das hoteleigene Restaurant. Das Frühstück war ausgezeichnet (wir haben noch nie einen besseren Frühstücks-Kaffee getrunken). Und auch das Abendessen war hervorragend, wenngleich die Portionen etwas klein waren. Alles in allem: klare Empfehlung.

Rum Hotel Budapest Rooftop

Kempinski Hotel Corvinus: Luxus-Hotel mitten im Zentrum

Wer für sein Hotel etwas mehr Geld ausgeben möchte, ist im Kempinski Hotel Corvinus gut aufgehoben. Abgesehen davon, dass die Lage besser nicht sein könnte, ist das Hotel eines der komfortabelsten, in denen wir jemals waren. Ohne Witz: wir haben selten in einem Hotelbett besser geschlafen. (Und wir sind sehr anspruchsvoll, was das betrifft.) Das Frühstück ist – so wie man es bei Kempinski Hotels gewöhnt ist – unfassbar vielseitig und wirklich lecker. Unser Favorit ist eindeutig die Müsliecke (wir sind Müslifreaks müsst ihr wissen).

Kempinski Hotel Budapest Zimmer

4. Sehenswürdigkeiten

Wir zählen, was typische Sehenswürdigkeiten betrifft, zu den Minimalisten: Wir müssen nicht alle Hotspots gesehen haben. Stattdessen wollen wir die Zeit lieber genießen und verzichten auf Stress und Hektik. Folgende Auflistung an Sehenswürdigkeiten ist daher eine Auswahl dessen, was wir für besuchenswert erachten. Nicht dabei ist leider die Margareteninsel, die während unseres Besuchs aufgrund des Hochwassers gesperrt war.

Budapest Burgviertel

1. Das barocke Burgviertel

Budapest teilt sich grob gesprochen in zwei Stadtteile: Buda und Pest. (Daher auch der Name Budapest.) Wir schlagen euch vor, gleich mit dem Highlight der Stadt zu beginnen: dem Burgviertel auf dem Burgberg im Viertel Buda. Auf dem Burgberg liegen die Hotspots wie beispielsweise die Fischerbastei und der Burgpalast. Zudem habt ihr von hoch oben einen wundervollen Blick auf die Stadt.

Um in das Burgviertel zu gelangen, könnt ihr entweder die (teure) Standseilbahn nutzen. Der Preis für Hin- und Retourfahrt liegt bei 1700 Forint (5,5 Euro). Wir würden euch empfehlen, zu Fuß zu gehen. Viele verschiedene Fußwege führen hinauf auf den Burgberg.

Kleiner Geheimtipp: Budavari Retesvar

Wenn ihr während eurer Besichtigung Hunger bekommt, solltet ihr die Restaurants auf dem Burgberg eher meiden. Die meisten davon nämlich klassische Touri-Restaurants und schlicht überteuert. Wir haben aber einen guten Tipp für euch: In der winzig kleinen Bäckerei namens Budavari Retesvar nahe der Fischerbastei gibt es die herrlichsten Strudel-Variationen in Budapest. Wir haben uns dort schon mehrmals durch das ganze Angebot gekostet: Topfen-, Apfel, Mohn-Kirsch-Strudel und sonstige Köstlichkeiten werden dort frisch gebacken. Ihr findet die Bäckerei in einem kleinen Durchgang gegenüber der Wiese bei der Fischerbastei.

Tipps für Budapest

Budapest-Ausblick

2. Das Wahrzeichen von Budapest: Die Kettenbrücke

Die Kettenbrücke überquert die Donau und verbindet die beiden Stadtteile Buda und Pest miteinander. Über die Kettenbrücke kann man wunderbar zu Fuß spazieren. Wir haben dies mit dem Besuch des Burgviertels kombiniert, das bietet sich nämlich an.

Kettenbrücke Budapest

3. Flaniermeile Váci utca

Auf der anderen Seite der Kettenbrücke liegt der Stadtteil „Pest“. Hier findet ihr sozusagen die Altstadt Budapests und auch die bekannteste Flaniermeile und Einkaufsstraße der Stadt. Auf der Váci utca liegen die typischen Modeketten wie H&M und Zara. Ihr könnt hier auf jeden Fall einmal durchspazieren und zum Beispiel mit einem Eis in der Hand durch die Straßen schlendern.

Unser Tipp: Wir empfehlen, von Restaurants in der Gegend (vor allem direkt auf der Váci utca) ebenfalls Abstand zu halten, da diese zum Großteil überteuert sind. In der Nähe liegt allerdings das von uns besuchte Café Kuglóf. So ein hübsches Café würde man in der doch sehr touristischen Gegend nicht erwarten. Es gibt leckeren Kaffee und auch sehr gute Torten und Kuchen. Im kleinen Schanigarten könnt ihr Energie tanken und die vorbeispazierenden Menschen beobachten.

4. St.-Stephans-Basilika

Die St.-Stephans-Basilika liegt nördlich der Altstadt und ist zu Fuß gut erreichbar. Die Kirche selbst ist schön, aber wir waren vor allem wegen des Ausblicks gekommen. Von der Kuppel habt ihr nämlich einen 360-Grad-Blick über die Stadt. Ihr erreicht die Kuppel nach einem kurzen Aufstieg über insgesamt ca. 350 Stufen. Der Eintritt zur Kuppel kostet lediglich 500 Forint (1,60 Euro).

St Stephans Basilika Aussicht

5. Budapest kulinarisch: die Große Markthalle

In einer riesigen, sehr fotogenen Halle reiht sich Stand an Stand. Verkauft werden Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, und natürlich auch Souvenirs. Obwohl ziemlich viele Touristinnen und Touristen anzutreffen sind, kommt man dennoch ein bisschen in den Genuss des typischen „einheimischen“ Markt-Feelings. Die Markthalle könnt ihr z.B. mit einem Besuch der Váci utca verbinden. Die Halle liegt am südöstlichen Ende der berühmten Flaniermeile.

Markthalle-Budapest

Markthalle-Budapest-Einkaufen-1

6. Hoch über Budapest: Die Zitadelle auf dem Gellértberg

Einen großartigen Weitblick über Budapest habt ihr von der Zitalle auf dem Gellértberg. Ihr könnt entweder mit dem Bus Nr. 27 dorthin gelangen oder aber ihr nehmt – so wir wir – das Auto. Vom Parkplatz ist es nur noch ein kurzer Fußweg. Die Zitadelle selbst kann ebenfalls besichtigt werden (was wir allerdings nicht gemacht haben).

Zitadelle-Budapest

Aussicht-Budapest-Zitadelle

7. Das Alternativ-Viertel Budapests: Elisabethstadt

In diesem Stadtteil, dem 7. Bezirk Budapests, gibt es unglaublich viele alte Häuser, teils sehr heruntergekommene Häuser zu sehen. Gleichzeitig entwickelt sich hier eine junge Szene. So kann man herrlich in verschiedensten Shabby-Chic- und Second-Hand-Shops schmökern und sich die Zeit in einem der vielen Lokale vertreiben. Als Ausgangspunkt empfehlen wir euch die Kazinczy utca. In dieser Gasse liegt auch das bekannte Szimpla Kert liegt (keinesfalls auslassen!). Von dort aus könnt ihr wunderbar durch die kleinen Gassen spazieren und Budapest auf euch wirken lassen.

Elisabethstadt-Abbruchhaus

Elisabethstadt-altest-Haus

Budapest-postkasten

6. Cafés und Restaurants in Budapest: unsere Tipps

In Budapest gibt es eine großartige Kaffeehauskultur. Soll heißen: ihr findet ihr sowohl alte, historische und sehr prunkvolle Kaffeehäuser als auch junge Hipster Coffee Shops. Den besten Flat White für Koffein-Junkies wie wir es sind gibt es übrigens im My Little Melbourne Coffee.

Außerdem gibt es in Budapest jede Menge wunderbare Restaurants. Eines unserer Favoriten ist das stimmungsvolle Mazel Tov. Die Atmosphäre ist extrem lebendig, einfach toll! Serviert wird israelisches Essen. Ganz klare Empfehlung!

Unseren ausführlichen Artikel mit allen Restaurant-Tipps findet ihr hier: Essen & Trinken: Wohin in Budapest?

Little Melbourne Coffee Budapest

7. Die schönsten Ausblicke über Budapest

Wir geben es zu: wir sind immer auf der Suche nach den schönsten Ausblicken über unsere Stadt. Budapest bietet sich da natürlich hervorragend an. Einen der schönsten Panoramablicke auf Budapest hat man vom Gellértberg. Nahe der Zitadelle befindet sich ein Aussichtspunkt, von dem aus man ganz Budapest wunderbar im Blick hat.

Unser Geheimtipp: Die 360 Bar. Sie befindet sich auf der Dachterrasse eines Gebäudes nahe der Metró-Station Oktogon. Der Platz ist perfekt für einen Sundowner mit Blick auf Budapest.

Unseren ausführlichen Artikel mit allen Ausblicken findet ihr hier: Die schönsten Ausblicke über Budapest

360 Grad Bar Budapest


Transparenz: Wir wurden im Mai 2016 vom Kempinski Hotel Corvinus für zwei Nächte eingeladen. Die Meinung über das Hotel bleibt unsere eigene. 

Wart ihr schon einmal in der ungarischen Hauptstadt? Verratet uns doch in den Kommentaren eure Tipps für Sehenswürdigkeiten in Budapest – wir freuen uns!