Ein paar Mal im Jahr machen wir etwas, das überhaupt nicht zu unserem Blognamen passt: Wir packen Ski und Snowboard ins Auto und fahren in die Berge. Obwohl wir ansonsten Sommerkinder sind, lieben wir wenig mehr, als Schwünge durch den Schnee zu ziehen. Die ersten Skitage in diesem Jahr haben wir im wunderschönen Leogang in den Salzburger Bergen verbracht.

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Schnee gab es in Salzburg zur Genüge. Genau genommen hat es drei Tage lang durchgeschneit. Ohne Pause. Meterhoch. Für uns, die wir aus dem Flachland kommen, ist der Anblick verschneiter Berggipfel jedes Mal aufs Neue ein Highlight.

Das Skigebiet: Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

Infos & erster Eindruck

Der Pistenplan lässt es schon vermuten: Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn ist eines der größeren Skigebiete in Österreich. Ein Blick auf die Rangliste bestätigt das: Das Skigebiet ist das fünftgrößte des Landes. 270 Pistenkilometer, 70 Lifte, über 60 Skihütten – die Zahlen sprechen für sich.

Das Skigebiet verbindet (wie der Name schon verrät) die Orte Saalbach-Hinterglemm, Leogang und Fieberbrunn miteinander. Wir selbst waren im gemütlichen Leogang untergebracht. Das Schöne dabei: Trotz der Größe des Skigebiets ist Leogang sehr idyllisch. Es zieht vorwiegend Familien und Paare an. Wenn du Après-Ski suchst, bist du in Saalbach-Hinterglemm besser aufgehoben.

Für uns beide war es das allererste Mal im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn. Unser Eindruck: Extrem professionell, sehr gut präparierte Pisten (trotz des vielen Schnees) und sehr variantenreich. Wenn man möchte, kann man einen ganzen Tag Skifahren, ohne einen Lift zwei Mal zu benutzen.

Skifahren im Skicircus: Besondere Abfahrten

Leider hat uns das stürmische, schneereiche Wetter in Kombination mit der erhöhten Lawinengefahr einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Ansonsten hätten wir nämlich an einem Tag gleich die erste Gondel mit der Asitzbahn um 8 Uhr in die Höhe genommen, um als erster die frisch präparierte Piste hinab zu rauschen und dabei der Sonne beim Aufgehen zuzusehen.

Leider war die Verbindung zwischen Leogang und Saalbach bei unserem Besuch gesperrt, weshalb uns die große Skicircus-Runde (auch “The Challenge” genannt) verwehrt blieb. Nomen est omen – an einem Skitag (in ungefähr sieben Stunden) ist es möglich, das gesamte Skigebiet zu umrunden. Diese Herausforderung heben wir uns dann fürs nächste Mal auf – denn das kommt bestimmt, soviel steht fest.

Leogang Skifahren

Leogang oder Saalbach

Leogang Skigebiet Erfahrungen

Leogang Piste

Winterwanderungen in Leogang

Leogang selbst haben wir als komplett verschneites Winterdorf kennengelernt: Verschneite Dächer, verschneite Straßen, verschneite Autos – alles von einer dicken Schneedecke verhüllt. Vielleicht lag es an den außergewöhnlichen Schneemengen, aber wir persönlich fanden Leogang ungemein gemütlich und idyllisch.

Das verrückte Winterwetter hat bei uns leider keine langen Ausflüge zugelassen, aber wir haben einen Tipp für dich: Auf der Website von Saalfelden Leogang gibt es einige Inspirationen für mögliche Winterwanderungen. 

Leogang Tipps

Unser Hotel-Tipp: Good Life Resort Riederalm

Auf Einladung haben wir drei Nächte im wunderschönen Good Life Resort Riederalm in Leogang verbracht. Das Hotel befindet sich direkt an der Skipiste. Das heißt: Ski abschnallen, im Skikeller verstauen und schon kann man im Wellnessbereich entspannen – ein Luxus, an den wir uns glatt gewöhnen könnten.

Das Good Life Resort Riederalm ist trotz seiner Größe (66 Zimmer) eines der familiärsten Hotels, in denen wir jemals waren. Der Chef des Hauses geht abends persönlich von Tisch zu Tisch und erkundigt sich nach dem Wohlbefinden der Gäste.

Das Hotel ist ein Familienhotel. Soll heißen: Es ist in vielen Bereichen auf die Bedürfnisse der kleinsten Gäste zugeschnitten. Beispielsweise gibt es nahe des Restaurants den “Gameroom”, der dafür sorgt, dass Kindern nach dem Abendessen (wenn die Eltern noch plaudern möchten) nicht langweilig wird. Das Schöne am Konzept ist aber, dass man auch als kinderloses Paar eine ruhige Zeit im Hotel Riederalm verbringt. Der wunderschöne und sehr großzügige Mountain Spa ist beispielsweise nur Erwachsenen vorbehalten.

Unser Wohlfühl-Zimmer

Wir waren im Penthouse “Die Pinzgauerin” im Haus Birnhorn untergebracht – wow! Die Einrichtung entspricht genau unserem Geschmack: Authentisch und traditionell, aber doch irgendwie edel. Das Zimmer befindet sich im letzten Stockwerk direkt unter den Dachschrägen, was es noch einmal heimeliger macht.

Geliebt haben wir auch den Ausblick auf Leogang und die Berglandschaft. Nur schade, dass wir ihn nie in voller Pracht erleben durften, weil die Gipfel stets in Wolken gehüllt waren.

Wellness mit Blick auf die Berge

Es gibt im Good Life Resort Riederalm insgesamt drei Wellnessbereiche, wobei zwei davon Erwachsenen vorbehalten sind. Unser Lieblingsplatz im ganzen Hotel ist (abgesehen von unserem gemütlichen Zimmer) der Mountain SPA, der erst 2017 eröffnet wurde. Dort schwimmt man im Thermalpool mit Blick auf die schneebedeckten Berge und erholt sich nach dem Saunieren im “Zirben-Relax-Cube” – herrlich!

Die Saunalandschaft ist ebenfalls toll. Super Sache: Saunameister Hans ist an mehreren Tagen die Woche anwesend und kümmert sich mit großer Expertise um Sauna-Aufgüsse sowie Salzpeelings im Dampfbad.

Familien mit Kindern sind im Bereich der “Pinzgauer Wasserfestspielen” zu finden. Dort gibt es nämlich unter anderem die (extrem beliebte) Indoor-Wasserrutsche und ein Wasser-Plantschbecken. Uns persönlich war es hier meist zu trubelig, aber wir finden es super, dass es im Hotel für alle Altersgruppen das passende Angebot gibt.

Hotel Riederalm Wellness

Kulinarik: Ein Gedicht

Soviel vorweg: Die hoteleigene “Genusswerkstatt” hat sich ihren Namen wirklich verdient. Das Frühstück ist sehr umfangreich und lässt keine Wünsche offen: Frisch gepresster Orangensaft, herrliche Obst-Auswahl (Passionsfrüchte!), Müslizutaten in Hülle und Fülle, unendlich viele Marmeladen – wir könnten noch ewig so weiter machen. Wir müssen wohl nicht extra erwähnen, dass wir uns ganz bewusst viel Zeit fürs Frühstück genommen haben.

Nachmittags ab 14:30 Uhr gibt es ein kleines Mittagsbuffet mit Suppen, Salaten und täglich wechselnden Extras, darunter Kaiserschmarrn oder Käsespätzle. Perfekt also, um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken.

Apropos Abendessen: Das war ganz ohne Zweifel das kulinarische Highlight. Es wird als 5-gängiges Menü serviert, wobei bei jedem Gang eine vegetarische Option zur Auswahl steht. Wow! Wir können uns nicht erinnern, wann wir zuletzt in einem Hotel derart gut gespeist haben. Verarbeitet werden lauter regionale Produkte von Bauernhöfen und Betrieben aus der Umgebung – ein absolutes Gedicht!

Unser Fazit zum Good Life Resort Riederalm

Ein sehr empfehlenswertes Hotel, in dem wir uns rundum wohl gefühlt haben. Das lag nicht nur an unserem tollen Zimmer, sondern auch am wunderschönen Wellnessbereich und – last but not least – am Personal. So gastfreundlich wie man dort empfangen wird, möchte man gar nicht mehr weg.

Das Hotel ist vor allem für Familien mit Kindern ideal. Aber auch als Paar kann man eine tolle Zeit haben – wir würden nur empfehlen, die Schulferien möglichst auszusparen, damit man das Hotel auch wirklich in Ruhe genießen kann.


Transparenz: {Unbezahlte Einladung} Wir wurden vom Hotel Riederalm für drei Nächte eingeladen – vielen herzlichen Dank für die schöne Zeit! Danke auch an Saalfelden-Leogang für die kostenlosen Seilbahn-Tickets. Keine Sorge: Unsere Begeisterung für diesen Ort ist zu 100% echt und unsere Meinung wie immer unsere eigene.