Der Norden Neuseelands ist vielleicht weniger frequentiert als der Rest des Landes, aber bestimmt nicht weniger beeindruckend. Im „Northland“, wie die nördlichste Region Neuseelands heißt, ist das Klima üblicherweise wärmer als im Rest des Landes. Daher zieht es viele Einheimische in den Ferien an die Strände. Außerdem kannst du ganz im Norden am Cape Reinga den wohl schönsten Leuchtturm Neuseelands besuchen.

In diesem Blogartikel zeigen wir dir unsere Highlights für eine Reise durch Neuseelands Norden. Von Auckland über Bay of Islands bis zum Cape Reinga und wieder zurück über den Waipoua Forest in einer Woche – hier kommen unsere Tipps.

Cape Reinga Tipps

1. Alle Stopps von Auckland zum Cape Reinga in Neuseelands Norden

Auckland: gemütliches, überschaubares Städtchen

Der Start der Reise in Neuseelands Norden ist Auckland. Trotz der Tatsache, dass Auckland die mit Abstand größte Stadt Neuseelands ist, geht es absolut ruhig zu. Auckland ist überschaubar – wir haben alle Wege zu Fuß zurückgelegt. Wenn wir so nachdenken, haben wir kein einziges Mal ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt. Wenn man – so wie wir – Glück mit dem Wetter hat, kann man sich in Auckland wirklich eine nette Zeit machen. Für uns war die Stadt jedenfalls perfekt, um uns zu akklimatisieren.

Richtig schön fanden wir es am Hafen. Dort war es zwar unglaublich windig, aber die Stimmung mit den vielen Lokalen beim „Viaduct Harbour“ mochten wir sehr. Ein Highlight ist der Besuch des Wahrzeichens: Vom Skytower hast du einen wunderschönen Panoramablick über ganz Auckland.

Wenn du erstmal ein bisschen durch die Stadt spazieren möchtest und vielleicht in dem einen oder anderen Geschäft noch etwas kaufen möchtest, dann bist du in der Queen Street gut aufgehoben. Die Queen Street ist Aucklands größte, allerdings nicht unbedingt schönste Einkaufsstraße. Viel netter fanden wir das Viertel rund um die Chancery Street und die High Street, gleich in der Nähe des Hafens. Dort findet man ausgefallene Shops und viele, viele nette Lokale und Pubs.

Noch mehr Tipps für Auckland gesucht? In unserem ausführlichen Auckland-Blogartikel erzählen wir dir, was du alles erleben kannst: Auckland Reise-Guide

Unterkunfts-Tipp in Auckland: M Social Auckland
Sehr moderne Zimmer, super Lage: direkt am Hafen gelegen.

Auckland Hafen

Auckland Ausflug

Bay of Islands/Paihia

Von Auckland etwa 3 Autostunden nördlich liegt Bay of Islands, ein Küstenabschnitt mit vielen vorgelagerten Inseln. Im Januar (als wir dort waren), war gerade Hauptferienzeit. Daher ging es in Bay of Islands lange nicht so beschaulich zu wie im übrigen Neuseeland. Viele NeuseeländerInnen verbringen nämlichen ihren Urlaub in dieser Region.

Die Hauptstraße von Paihia, dem bekanntesten Ort, ist sehr touristisch. Hier reiht sich Hotel an Motel. Dazwischen liegen einige gastronomische Angebote, die eindeutig auf die breite Masse ausgerichtet sind: Pizza, Fish and Chips und Nudelstände lassen grüßen.

Nichtsdestotrotz ist Bay of Islands einen Besuch wert: Allein schon aufgrund der Möglichkeit, freilebende Delfine zu beobachten. Wir taten dies im Rahmen der Dolphin Discoveries Tour, die knapp 100 NZD pro Person kostete und auf einem quietschgelben Boot stattfand. Leider waren wir nicht die einzigen an Bord, doch dafür konnten wir immerhin dutzende springende Delfine beobachten.

Die Landschaft, die man während der Tour zu sehen bekommt, ist wirklich ziemlich schön und neben den Delfinen bestimmt das zweite große Highlight dieser Region.

Hier kannst du die Tour buchen: Delfin-Tour Bay of Islands

Unterkunfts-Tipp in Bay of Islands: Changing Tides BnB
Tolle Unterkunft, etwas außerhalb, daher nicht mitten im Trubel, sehr empfehlenswert.

Paihia Delfine

Paihia Ausflug

Bay of Islands Delfine

Bay of Islands

Cape Reinga: Der nördlichste, noch zugänglichste Punkt Neuseelands

Lange hatten wir überlegt, ob wir den weiten Weg nach Norden in Kauf nehmen sollten, nur um einen einsamen Leuchtturm zu besuchen. Jetzt, da wir dort waren, können wir sagen: JA! Mach es unbedingt, die Reise lohnt sich! Wären wir nicht bis dorthin gekommen, hätten wir das Gefühl gehabt, etwas verpasst zu haben, definitiv!

Je weiter man Richtung Norden fährt, desto ausgestorbener und verlassener wird die Gegend. Auf den letzten geschätzt einhundert Kilometern steht kaum mehr ein Haus und man trifft kaum mehr einen Menschen – abgesehen von vereinzelten Mietautos und Campern, die sich ihren Weg durch die verlassene Landschaft bahnen. Allein die Fahrt zum Cape Reinga lohnt sich, die Aussicht und die Stimmung toppen jedoch alles. Unser Tipp: keinesfalls auslassen!

Die Nebelschwaden, die Stille gepaart mit dem unglaublichen Rauschen der aufeinandertreffenden Meeresströmungen, der unendlich weite Blick – all diese Eindrücke werden wir wohl nie vergessen. Das Cape Reinga hat uns unglaublich gut gefallen.

Von Bay of Islands benötigt man gut 2,5 Stunden zum Cape Reinga. Vom Parkplatz führt ein Weg direkt zum Leuchtturm. Das ist übrigens oft in Neuseeland so: Mit dem mobilen Untersatz fährt man zu einem Parkplatz und legt den letzten Weg (meisten 10 bis 20 Minuten) zu Fuß zurück.

Cape Reinga von Auckland

Cape Reinga Route

Cape Reinga Anreise

Cape Reinga Erfahrungen

90 mile Beach

Etwas südlich liegt an der Westküste der 90 mile beach, der entgegen seines Namens bloß 55 Meilen lang ist. Bekannt ist der Strand dafür, dass man ihn mit dem Auto befahren kann, vorausgesetzt man besitzt einen Allradantrieb.

Ein kleiner Tipp: Mietautos und Mietcampingwagen ist das Befahren des Strandes in den allermeisten Fällen per Mietvertrag verboten. Grund dafür ist, dass die Flut schon Autos weggespült hat, die stecken geblieben waren.

Obwohl wir zu gern den Strand entlang gefahren wären, war uns das letztendlich doch zu viel Risiko und wir fuhren bloß die Zufahrtsstraße entlang. Die Sanddünen dort waren ein tolles Fotomotiv, der 90 mile beach wäre bestimmt auch eines gewesen.

90 mile Beach Neuseeland

Rückreise nach Auckland: Zwischenstopp in Mangonui & Waipoua Forest

Auf unserem Rückweg nach Auckland übernachteten wir im kleinen Ort Mangonui, da uns die gesamte Strecke Bay of Islands – Cape Reinga – Auckland an einem Tag zu lang gewesen wäre.

Außerdem wollten wir tags darauf noch den größten Kauri Baum Neuseelands im Waipoua Forest, den Tane Mahuta, bestaunen, der mehr oder weniger auf der Strecke von Mangonui nach Auckland liegt. Der Baum ist riesig und der Wald und die dazugehörigen Picknick Wiese bieten sich für einen Zwischenstopp gut an. Nehmt bestenfalls eure eigene Verpflegung mit. Abgesehen von einem mittelmäßig grandiosen, mobilen Snack-Stand gibt es in der Nähe des Kauri Waldes nichts zu kaufen.

Unsere Unterkunft in Mangonui: Acacia Lodge Mangonui
Sehr einfache Zimmer mit Küche, nette Terrasse, hübscher Pool.

Tane Mahuta

2. Vor der Reise: Tipps zur Reiseplanung

Wie viel Zeit soll ich für Neuseelands Norden einplanen?

Obwohl Neuseelands Norden im Vergleich zum restlichen Land auf den ersten Blick weniger spektakulär, weniger außergewöhnlich, weniger ausgefallen erscheint, kann man dort wirklich tolle Dinge erleben. Wir nahmen uns für die oben angeführte Route inklusive Auckland etwa eine Woche Zeit.

Die reine Fahrzeit von Auckland zum Cape Reinga beträgt über 5 Stunden. Daher ist es kaum möglich bzw. empfehlenswert, die Strecke als Tagesausflug zu machen. Wir würden mindestens (!) eine Übernachtung empfehlen. Allerdings lohnt sich die weite Strecke unserer Meinung nach nur, wenn du auf der Strecke ungefähr drei Nächte einplanst.

Welchen Reiseführer könnt ihr empfehlen?

Wir haben schon mehrere Reiseführer für Neuseeland getestet und können dir jenen von Stefan Loose sehr empfehlen. Der Reiseführer ist (wie vom Loose-Verlag gewohnt) super recherchiert und sehr übersichtlich. Er ist ziemlich umfangreich und das Buch ist daher relativ schwer. Ansonsten gibt’s eine klare Empfehlung von uns!

Hier kannst du den Reiseführer kaufen: Stefan Loose Reiseführer Neuseeland (Auflage April 2016)

Unserer Erfahrungen mit anderen Reiseführern kannst du in diesem Artikel nachlesen: Neuseeland Reisetipps

Wo buche ich das Mietauto?

Bei unseren beiden Neuseeland-Reisen haben wir bislang unser Auto jeweils über Sunny Cars gebucht. Sunny Cars ist ein Vermittler und leitet dich dann jeweils an lokale Autovermietungen weiter. Der Vorteil an einer Buchung via Sunny Cars: Du erhältst eine Vollkasko-Versicherung. Im Schadensfall übernimmt Sunny Cars den Selbstbehalt.

Hier kannst du nach günstigen Mietautos suchen: Sunny Cars

Weitere Erfahrungen zu Sunny Cars findest du in diesem Artikel: Neuseeland Reisetipps

3. Weitere Neuseeland-Blogartikel zur Reisevorbereitung

Cape Reinga


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Warst du schon einmal im Norden Neuseelands und hast noch weitere Tipps? Erzähl uns doch hier in den Kommentaren davon – wir freuen uns!

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