Pssst: Unsere nützlichen Tipps zum Besuch des Taj Mahals findet ihr am Ende des Artikels.


 

Liebes Indien, du kannst es mal wieder! Du, mit deinen ewigen Kontrasten. Langsam wissen wir ja schon, wie du tickst. Du möchtest uns überfordern, ganz recht. Vor uns steht der Taj Mahal, goldschimmernd im Morgennebel. Wir müssen kurz innehalten, um zu realisieren, wie schön er ist. Müssen kurz warten, damit die Gänsehaut verfliegt (und warten, bis der beste Fotoplatz frei wird).

Liebes Indien, wie kann es sein, dass vor den Toren des schönsten Gebäudes der Welt Menschen auf der Straße schlafen? Wie kann es sein, dass die Innenstadt ein derartiger Moloch ist, aus dem wir am liebsten fliehen möchten? Wie kann es sein, dass hier in Agra Exkremente auf der Straße liegen, während man im Taj Mahal vom Boden essen könnte? Liebes Indien, erklär uns bitte mal, wieso du uns mit so vielen Gegensätzen konfrontierst.

Wir bekommen keine Antwort, das sind wir gewohnt. Und so lassen wir uns auf einer Parkbank nieder und sitzen einfach nur stumm da. Wir starren den Taj Mahal an und versuchen Indien zu verstehen.

Und damit nicht genug: An diesem Tag treibst du es wirklich auf die Spitze, liebes Indien! Deine Bewohner*innen feiern Holi, das Fest der Farben. Das bedeutet: Noch mehr Kontrast – wir hätten ja nicht gedacht, dass das möglich sei. Überall treffen wir auf Menschen, die von oben bis unten in Farbe gehüllt sind und einander mit Farbpulver bewerfen. Sie sind ausgelassen und lachen mehr als sonst, wenn sie einander „Happy Holi“ wünschen.

Liebes Indien, wir glauben, du möchtest gar nicht, dass wir dich verstehen. Jetzt, da wir diese Zeilen schreiben, haben wir uns von dir bereits verabschiedet. Wir sind wieder zu Hause und dennoch schwirrst du immer noch wild in unseren Köpfen, so als möchtest du uns etwas sagen. „Kommt wieder“, vielleicht?

Zug-Delhi-Agra

Bahnhof-Agra

Holi-Kuh

Taj-Mahal-Tor

Taj-Mahal-Wasserspiegelung

Agra-Fort-Rundbögen

Holi-Indien-Männer

 

Unsere Tipps zum Besuch des Taj Mahals

Kommt früh, sehr früh! Je früher, desto besser. Das Licht im Morgengrauen ist nämlich besonders magisch. Es gibt drei Eingänge: an der Ost-, der West- und der Südseite. An jedem Eingang gibt es einen Ticketschalter, wobei man vom Schalter bis zum tatsächlichen Eingang ins Kerngelände etwa 10-15 Minuten zu Fuß gehen muss (bzw. alternativ auch eine Rikscha nehmen kann). Die Ticketschalter an der Ost- und Westseite öffnen etwa gegen 6 Uhr, am Südeingang erst gegen 8 Uhr. Der Eintritt kostet 750 Rupie pro Person.

Jeweils etwa gleichzeitig öffnen auch die Tore der tatsächlichen Eingänge zum Kerngelände des Taj Mahals. Offiziell sollte dies zwar erst um 6:30 passieren, aber de facto wurden sie definitiv früher geöffnet. Das bedeutet: wer sich das Ticket kauft, sobald der Ticketschalter öffnet, schafft es nicht einmal annähernd als erster in das Kerngelände des Taj Mahals, denn bis dahin haben sich schon jede Menge Leute versammelt, die ihr Ticket bereits haben. Wer wirklich ganz vorne dabei sein möchte, muss sich also sein Ticket vorab besorgen (z.B. am Vortag oder über einen Reiseveranstalter). Wir haben das nicht getan und waren letztlich gegen 6:20 tatsächlich drinnen – für uns aber kein Problem, denn im Vergleich zum Nachmittag sind anscheinend immer noch bedeutend weniger Menschen vor Ort. Übrigens: letztlich ist es komplett egal, ob man den Ost- oder den Westeingang nutzt, denn alle Wege landen beim großen Tor mit dem wunderbaren Blick auf den Taj Mahal.

Vor dem tatsächlichen Eingang ins Kerngelände finden Security-Checks statt. Es gibt eine Schlange für Frauen und eine für Männer. Der Taj Mahal ist jeden Freitag geschlossen.

Zum Sonnenuntergang empfehlen wir euch einen Besuch des Parkt „Mehtab Bagh“ auf der anderen Seite des Flusses. Von dort hat man einen schönen Blick auf den sonnenbeleuchteten Taj Mahal. Der Eintritt kostet 100 Rupie pro Person.

Mehtab-Bagh-Abendstimmung

Abendstimmung-Taj-Mahal

Reiseführer

Für unsere Indien-Reise haben wir den Lonely-Planet-Reiseführer Rajasthan, Delhi & Agra benutzt und waren damit sehr zufrieden. Er ist nicht zu schwer, aber trotzdem sehr informativ und hilfreich!

Kennt ihr auch unser Indien-Video?


Vielen Dank an erlebe-fernreisen für die Unterstützung unserer Indien-Reise.