Du planst eine Reise in Indiens Goldenes Dreieck? In diesem Artikel verraten wir dir unsere besten Tipps für diesen Teil Nordindiens.

Visum

Für Reisen nach Indien benötigen deutsche und österreichische Staatsbürger*innen ein Visum. Für deutsche Reisepässe kann ein elektronisches e-Tourist-Visa beantragt werden, und zwar spätestens vier Tage vor Einreise. Für österreichische Reisepässe geht das nicht. Hier muss man zunächst online einen Visa-Antrag ausfüllen und damit direkt in das BLS International Visa Service gehen (oder alternativ postalisch einreichen). Außerdem benötigt man ein Foto im kuriosen Format 5x5cm (macht unbedingt neue Fotos, es werden ausnahmslos keine anderen Formate akzeptiert).

Reiseführer

Wir haben uns den Lonely Planet Rajasthan, Delhi & Agra (in Englisch) gekauft und unsere Entscheidung keine Sekunde bereut. Wie alle Lonely-Planet-Reiseführer ist auch dieser sehr übersichtlich. Außerdem ist er nicht so dick und schwer wie z.B. der komplette Indien-Reiseführer. Klare Empfehlung!

Reisezeit

Die optimale Reisezeit für das Goldene Dreieck ist im Februar und März. Ab April kann das Thermometer schon einmal auf Temperaturen von über 40 Grad Celsius ansteigen. Im Dezember und Januar hingegen kann es zum Teil noch sehr kühl sein. In den Sommermonaten Juli und August herrscht Monsunzeit. Im Oktober und Dezember ist das Klima wieder fürs Reisen geeignet.

Bedenkt bei der Wahl der Reisezeit auch immer indische Feiertage. Wir waren z.B. während Holi in Indien, was natürlich einerseits sehr spannend ist, aber auf der anderen Seite zu Einschränkungen führen kann. Wir werden dazu noch einen eigenen Artikel auf unserem Blog verfassen.

Holi-Indien-Männer

Individuell oder organisiert?

Vor einer Reise nach Indien wird man sich schnell die Frage stellen, ob man auf eigene Faust reist oder sich beim Organisieren Hilfe holt. Beides hat natürlich Vor- und Nachteile. Wir wollten bei unserer ersten Indien-Reise nicht ganz auf uns allein gestellt sein und haben uns daher dazu entschlossen, mit erlebe-fernreisen nach Indien zu reisen. Erlebe-fernreisen hat uns bei der Organisation unserer Transporte unterstützt und die Buchung von Zugtickets, privaten Transporten und Unterkünften übernommen. So hatten wir zwar eine individuelle Reise zu zweit, durften aber etwas Komfort genießen. Bei Ankunft in Delhi haben wir von einem Mitarbeiter der Partneragentur alle Unterlagen überreicht bekommen. Das ist natürlich praktisch, denn damit mussten wir uns vor Ort um nichts mehr kümmern.

Route

Eine Reise durch das goldene Dreieck führt zu den drei Highlights im Norden Indiens. Man muss sich im Prinzip nur überlegen, in welche Richtung man reisen möchte.

route-goldenes-dreieck

Delhi

Die meisten starten ihre Reise in Delhi. Obwohl die Stadt ganz schön überfordern kann, konnten wir uns dort gut akklimatisieren. Wir blieben leider nur zwei Nächte und würden euch eher drei Nächte empfehlen.

Delhi-Straßenansicht

Agra/Taj Mahal

Von Delhi ging es mit dem Zug weiter nach Agra, um den Taj Mahal zu besichtigen. Die Stadt an sich hat uns wenig begeistert, aber für den Taj Mahal lohnt sich die Reise natürlich. Mit zwei Nächten kommt man zeitlich gut aus, drei sind wohl besser.

Taj-Mahal-Menschenmassen

Jaipur

Von Agra ist es etwa eine fünfstündige Autofahrt bis nach Jaipur – auch bekannt als „Pink City“. Auf dem Weg sollte man unbedingt bei Fatehpur Sikri Halt machen. Plant hierfür mindestens zwei bis drei Stunden ein. In Jaipur selbst blieben wir zwei Nächte. Das war für uns zwar ausreichend, aber wer es gerne gemütlich hat, sollte drei Nächte bleiben.

Fatipur-Sikri-Spiegelung

Fatipur-Sikri-Moschee

Transport

Am komfortabelsten reist es sich mit einem privaten Fahrer. Ihr könnt anhalten, wann ihr möchtet und seid sehr flexibel. Private Fahrer halten meist alle an derselben Raststation – das Essen dort ist überteuert und meist nur mittelmäßig.

Taxifahrer-Agra

Beeindruckt waren wir von der Zugfahrt nach Agra – wir haben es sehr genossen, die Landschaft an uns vorbeiziehen zu sehen. Alternativ kann man natürlich auch auf öffentliche Busse umsteigen – das war uns dann aber ehrlich gesagt für unsere erste Indien-Reise ein bisschen zu abenteuerlich. Die Organisation und Buchung der Transporte hat erlebe-fernreisen für uns übernommen.

Bahnhof-Agra

Zugfahren-Indien

Bei Transporten innerhalb der Städte haben wir meist eine motorisierte Rikscha angehalten. Bezahlt haben wir je nach Länge der Strecke ca. 50 Indische Rupien. Mitunter haben wir auch Fahrradrikschas genutzt. In Delhi sind wir mit der Metro gefahren. Das ist im Prinzip sehr simpel und günstig: Die Tickets werden vor Antritt beim Schalter gekauft, der Preis pro Fahrt beträgt ca. 10 Rupien. Allerdings muss man meist trotzdem noch eine ganz schön lange Strecke zu Fuß gehen, um das finale Ziel zu erreichen. Für etwas weitere Strecken ist das Taxi eine geeignete Lösung.

Geld

Die Währung in Indien sind Indische Rupien. Es gibt viele ATMs, wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass sie oft nicht funktionieren. Wir hatten auch ein wenig Bargeld (Euro) dabei, was wir definitiv nicht bereut haben. Von Euro in Indische Rupien zu wechseln, ist in vielen Hotels problemlos möglich. Der Kurs ist jedoch oft nicht der beste. Kreditkarten werden in größeren Restaurants und Hotels so gut wie überall akzeptiert. Indien ist ein sehr günstiges Reiseland. Die Preise für Essen bzw. Unterkünfte haben wir euch in den jeweiligen Kapiteln aufgelistet.

Geld-abheben-indien

Essen und Trinken

Das Essen in Nordindien und Rajasthan ist phänomenal gut. Glaubt uns: ihr werdet es lieben! Wer nicht gerne scharf isst, sollte das bei der Bestellung bekanntgeben, denn Indien ist ja bekannt für seine scharfen Gerichte. Für Vegetarier*innen und Veganer*innen ist Indien ein Paradies: es gibt überall vegetarische Gerichte und meist auch vegane Speisen.

Unser Lieblingsgericht war Shahi Paneer. Paneer ist eine Art Frischkäse, der in verschiedenen Variationen auf den Tisch kommt. Beim Shahi Paneer wird er in einer unglaublich leckeren und cremigen Tomatensauce zubereitet. Auch ein Highlight sind natürlich die unzähligen Gerichte mit Dal, also Linsen. Dal Makhani ist typisch für den Norden und verdammt lecker. Zu den verschiedenen Curries bestellt man am besten ein klassisches oder ein Knoblauch-Naan-Brot und etwas Reis. Auch sehr empfehlenswert ist ein sogenanntes Thali: In vielen kleinen Schälchen erhält man die unterschiedlichsten Gerichte, dazu etwas Reis und Brot.

Indien-Essen-Thali

Jaipur-Peacock-Restaurant-1

Preise für Essen und Trinken

Für zwei Gerichte, Reis, Brot und Getränke haben wir meist um die 600-700 Indische Rupien (ca. 8 Euro) gezahlt. Das geht natürlich auch günstiger, wenn man dort isst, wo auch die Einheimischen essen. Alkohol ist – wenn es welchen gibt – sehr teuer. Ein Bier kostet so um die 250 Indische Rupien (ca. 3 Euro).

Unsere Lieblingsrestaurants:

Peacock Rooftop Restaurant
Ein tolles Restaurant in Jaipur, in dem wir gleich drei Mal waren! Das Essen ist fantastisch (probiert das Thali!), die Atmosphäre toll und es gibt sogar guten Kaffee. Wenn ihr abends kommt, solltet ihr reservieren.

Peacock-Rooftop-Restaurant

Karim’s
Sehr gutes und authentisches Restaurant im Zentrum von Delhi, in dem auch viele Einheimische essen. Das Shahi Paneer ist extrem lecker.

Shankara Vegis Restaurant
Sehr leckeres vegetarisches Restaurant im Zentrum von Agra mit Dachterrasse.

Unterkünfte

Im goldenen Dreieck in Indien gibt es zum Teil tolle, familiengeführte Hotels. Um etwa 30 Euro pro Nacht erhält man schon ein hübsches Doppelzimmer mit privatem Badezimmer. Frühstück ist im Preis meist inkludiert. Am besten gefallen hat es uns im Dera Rawatsar in Jaipur.

Dera-Rawatsar-Hotel-Jaipur

Sicherheit

Anfangs waren wir sehr skeptisch. Die vielen negativen Schlagzeilen über Indien haben uns ein wenig Bauchweh verursacht. Wir können euch beruhigen: mit der richtigen Portion Vorsicht ist Indien kein gefährliches Reiseland.

Abends haben wir versucht, möglichst nicht mehr allein durch die Straßen zu spazieren. Stattdessen haben wir uns für die Strecke ein Taxi genommen. Was die Kleidung betrifft, so hat Kathi sich durchwegs bedeckt gekleidet. Störende Blicke von Männern gab es somit kaum. Am besten ist es, immer ein großes Tuch mitdabeizuhaben, das man bei Bedarf über die Schultern legen kann.

Kleidung-Frau-Indien

Fotografieren

Das Goldene Dreieck in Indien ist ein Paradies für Fotografie-Fans. Abgesehen von den vielen tollen Gebäuden und Palästen sind natürlich auch die Menschen ein unglaublich faszinierendes Fotomotiv. Beim Eintritt zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten muss man manchmal ein zusätzliches Entgeld für die Kamera bezahlen.

Beim Fotografieren von Menschen haben wir die betreffende Person zuvor immer um Erlaubnis gefragt. Am besten ihr wählt jene Personen, zu denen ihr irgendeine Beziehung habt: euren Rikscha-Fahrer oder einen Verkäufer zum Beispiel. Wenn ihr höflich fragt, werden die wenigsten Personen ablehnen.

rickshaw-fahrer-Indien

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Vielen Dank an erlebe-fernreisen für die Unterstützung unserer Indien-Reise. Wart ihr schon in Indien und habt noch weitere Tipps für eine Reise ins Goldene Dreieck? Verratet sie uns doch in den Kommentaren – wir freuen uns!