Japan. Shintō-Schreine und Tempel, Wolkenkratzer und Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge, Sushi und Ramen. Japan, das Land der aufgehenden Sonne, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Japan ist anders, geheimnisvoll, manchmal kurios oder gar verstörend, oft überraschend und immer faszinierend.

In diesem Blogartikel stellen wir dir unsere Reiseroute durch Japan vor. Sie ist perfekt für all jene geeignet, die zum ersten Mal nach Japan reisen und einen Einblick in die Highlights des Landes erhalten möchten. Wir sagen bewusst „Einblick“, denn Japan ist dermaßen vielfältig, dass ein ganzes Leben nicht ausreichen würde, um alles kennenzulernen.

Für unsere Route nahmen wir uns gut zwei Wochen Zeit. 14 Tage braucht es unserer Meinung nach auch, wenn du dieselben Stopps bereisen möchtest. Unser Flug nach Japan fand auf Einladung von All Nippon Airways statt. Unseren ausführlichen Erfahrungsbericht findest du weiter unten in diesem Blogartikel.

Japan Reiseroute

1. Japan Reiseroute für zwei Wochen: Alle Stopps und Highlights

Unsere Japan-Reiseroute führt einmal quer durch die größte und wichtigste Insel Japans: Honshū. Auf dieser Insel liegt unter anderem die Hauptstadt Tokio sowie der Mount Fuji. Du merkst schon: 14 Tage unterwegs und wir waren gerade einmal auf einer von insgesamt vier Hauptinseln – von den tausenden kleineren Inseln ganz zu schweigen.

Um von A nach B zu gelangen, nutzten wir das hervorragend ausgebaute Zugnetz Japans. Alle Infos dazu verraten wir dir weiter unten in diesem Blogartikel.

Tokio

Los geht’s in der Stadt der Städte: Tokio (oft auch Tokyo geschrieben). Die schlechte Nachricht zuerst: Tokio hat dermaßen viel zu bieten, dass du nie und nimmer alles sehen kannst. Nicht einmal ansatzweise! Die gute Nachricht: Es gibt nichts, das es nicht gibt. Tokio hat alles – und noch viel mehr.

Tokio war für uns der perfekte erste Stopp, um uns nach dem langen Flug auf die Zeitverschiebung einzustellen und uns an Japan zu gewöhnen. Denn Tokio ist – das hätten wir so niemals erwartet – in den meisten Vierteln viel gemütlicher und ruhiger als man denkt.

Apropos Viertel: In Tokio sind weniger die klassischen Sehenswürdigkeiten die Highlights der Stadt, sondern eher die unzähligen Viertel. Da wäre beispielsweise Akihabara, das verrückte Elektronik-Viertel. Oder Harajuku – jenes Viertel, in dem die Cosplay-Szene Japans präsenter ist als sonstwo. Dann gibt es selbstverständlich auch die klassischen touristischen Highlights: Der Tokyo Skytree, das zweithöchste Bauwerk der Welt, ist eines davon. Oder der Sensō-ji-Tempel. Oder Shibuya-Crossing, die weltberühmte Straßenkreuzung. Du merkst schon: Tokio kann durchaus überfordern.

Wir entschieden uns dafür, unsere Zeit in Tokio zu splitten und blieben 2 Nächte am Beginn sowie weitere 4 Nächte am Ende unserer Reise in Tokio. Das würden wir auch jederzeit wieder so handhaben.

Unser ausführlicher Blogartikel: Tokio – Highlights in der verrückten Metropole
Unsere Unterkunft in Tokio: OMO5 Tokyo Otsuka
Empfohlener Aufenthalt: insgesamt 5-6 Nächte (wir blieben 2 am Beginn sowie 4 am Ende unserer Japan-Reise)

Reiseroute Japan

Hakone (Ashi-See)

Etwa 100 Kilometer westlich von Tokio befindet sich Hakone am Ashi-See. Für zwei Dinge ist die Region besonders bekannt: Zum einen ist Hakone einer der berühmtesten Orte in ganz Japan, um in heißen Quellen (den sogenannten Onsen) zu baden. Zum anderen kannst du von Hakone aus bei gutem Wetter einen Blick auf den Mount Fuji werfen.

Du merkst schon: Wir sagen „bei gutem Wetter“. Denn das ist leider bei Weitem nicht immer der Fall und so war der Fuji bei unserem Besuch ebenfalls in Wolken gehüllt. Die Chance, den Fuji zu sehen, ist geringer, als man denkt. Falls es dir „nur“ darum geht, den Fuji zu sehen, würden wir dir eher einen Ausflug an den Kawaguchi-See empfehlen. Generell ist die Sichtbarkeit im Winter besser als im Sommer.

Hakone hat aber glücklicherweise viel mehr zu bieten als den Fernblick auf den Fuji. Da wären beispielsweise die schon erwähnten Onsen-Bäder. Das wohl bekannteste Fotomotiv in Hakone ist das berühmte rote Torii am Seeufer. Es gehört zum Hakone-Schrein, dem wichtigsten Shintō-Schrein der Region.

Unser ausführlicher Blogartikel: Hakone – Highlights & Tipps
Unterkunfts-Tipp: Ryokan Yoshimatsu
Empfohlener Aufenthalt: 1-2 Nächte (wir blieben 1 Nacht)

Osaka

Das moderne Osaka ist der nächste Stopp auf unserer Reiseroute durch Japan. Die drittgrößte Stadt Japans erinnert mit ihrer Skyline auf den ersten Blick an Tokio, ist aber doch irgendwie ganz anders. Osaka ist weniger geordnet, die Menschen sind entspannter und du läufst hier lange nicht so vielen Anzugträgern über den Weg wie in der „Business-Stadt“ Tokio.

Unbedingt gesehen haben sollte man das lebendige Viertel Dōtonbori. Besonders nachts weiß man bei den vielen blinkenden Leuchtreklamen und Neon-Schildern gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll. Die wichtigste historische Sehenswürdigkeit in Osaka ist das fotogene Osaka Castle.

Unser Tipp: Wir haben von Osaka aus einen Tagesausflug nach Nara unternommen, denn das bietet sich perfekt an. Welche Highlights dich in Nara erwarten, verraten wir dir gleich.

Unser ausführlicher Blogartikel: Osaka – Sehenswürdigkeiten & Tipps
Unsere Unterkunft: Moxy Osaka
Empfohlener Aufenthalt: 3 Nächte (so lange blieben auch wir)

Osaka Japan Route

Nara

Vielleicht hast du schon einmal ein Foto von einem Hirsch gesehen, der es sich vor einem japanischen Tempel gemütlich gemacht hat? Dieses Foto ist mit ziemlicher Sicherheit in Nara entstanden. In Nara leben über 1.000 Sika­hir­sche, die komplett frei herumlaufen.

Dabei sind die Hirsche gar nicht die wichtigste Sehenswürdigkeit in Nara. Das sind vielmehr die unzähligen Tempel und Schreine der Stadt. Nara war im 8. Jahrhundert die Hauptstadt Japans und beherbergt dementsprechend viele kulturelle Schätze. Das Highlight Naras ist der gigantische Tempel Tōdai-ji, der das größte Holzgebäude weltweit ist. Unser persönlicher Favorit unter allen Sehenswürdigkeiten in Nara ist der Shintō-Schrein namens Kasuga-Taisha.

Nara bietet sich für einen Tagesausflug perfekt an: Von Osaka und Kyoto ist Nara in etwa einer Stunde zu erreichen. Wir selbst besuchten Nara von Osaka aus und hatten das Gefühl, an einem Tag einen guten Einblick zu erhalten. Natürlich spricht auch nichts dagegen, ein oder zwei Nächte in Nara zu verbringen.

Unser ausführlicher Blogartikel: Tagesausflug nach Nara
Empfohlener Aufenthalt: Tagesauflug von Osaka oder Kyoto

Nara Japan Rundreise

Kyoto

Das traditionsreiche Kyoto ist für viele das unangefochtene Highlight ihrer Japan-Reise. In Kyoto wirst du Tempel-Hopping in Perfektion erleben: Hier gibt es mehr Tempel und Schreine als man jemals besichtigen könnte.

Kyoto ist unfassbar fotogen und an vielen Ecken genauso, wie man sich Japan immer vorgestellt hat. Jenes Viertel, das der Idealvorstellung am nächsten kommt, ist Gion, das auch als „Geisha-Viertel“ bekannt ist. Der Name kommt nicht von ungefähr: Hier ist die Chance, eine echte Geisha zu sehen, gar nicht mal so gering. (Wir Glückskinder können bestätigen, dass eine solche Begegnung wirklich einzigartig ist!)

Eines der absoluten Highlights und ein Ort, den wohl niemand auslässt, der nach Kyoto kommt, ist der Fushimi Inari-Taisha: Durch hunderte, nein tausende rote Torii wanderst du hier auf einen Berg. Etwas Vergleichbares haben wir zuvor noch niemals gesehen. In Kyoto befindet sich auch der berühmte Bambuswald, der besonders auf Instagram sehr beliebt ist. Das ist aber natürlich lange noch nicht alles, was es in Kyoto zu entdecken gibt.

Unser ausführlicher Blogartikel: Kyoto – Highlights und Tipps
Unsere Unterkunft: Enso Ango Tomi II
Empfohlener Aufenthalt: 4-5 Nächte (wir blieben 4 Nächte)

Kyotot Route Tipps

Tokio

Zum Abschluss unserer Japan-Rundreise verbrachten wir noch einmal 4 Nächte im verrückten Tokio. Insgesamt kamen wir somit auf 6 Nächte in Tokio. Wie gesagt: Wir fanden diese Trennung optimal.

Falls du einen Tagesausflug von Tokio aus machen möchtest, wäre in den letzten Tagen deiner Reise der passende Zeitpunkt dafür: Bekannt und beliebt sind Kamakura, Nikkō oder Yokohama. Wir selbst hatten einen Ausflug anfangs noch auf dem Radar, merkten aber ziemlich schnell, dass wir unsere gesamte Energie und Zeit lieber ausschließlich in Tokio stecken wollten.

Unser ausführlicher Blogartikel: Tokio – Highlights in der verrückten Metropole
Unsere Unterkunft: OMO5 Tokyo Otsuka
Empfohlener Aufenthalt: insgesamt 5-6 Nächte (wir blieben 2 am Beginn sowie 4 am Ende unserer Japan-Reise)

2. Karte: Unsere Japan Reiseroute für 14 Tage im Überblick

Damit du dir etwas besser vorstellen kannst, wo die einzelnen Orte unserer Japan-Reiseroute genau liegen, haben wir dir die Stopps auf einer Karte eingezeichnet. Falls du dich jetzt fragst, wie lange jeweils die Distanzen sind: Kürzer als man denkt! Kyoto und Tokio trennen beispielsweise gerade einmal 2,5 Stunden Zugfahrt. Unglaublich, oder?

3. Anreise nach Japan: Mit ANA direkt nach Tokio

Die Strecke von Wien nach Tokio legten wir im Dreamliner der All Nippon Airways (kurz ANA) zurück. Wer uns kennt, der weiß: Wir lieben Non-Stop-Flüge! Es gibt auf einer langen Reise nichts Angenehmeres, als in der Heimatstadt ins Flugzeug zu steigen und im Urlaubsland auszusteigen. Daher haben wir uns unglaublich gefreut, dass All Nippon Airways uns eingeladen hat, die neue Direktverbindung Wien-Tokio zu testen.

Seit Februar fliegt All Nippon Airways täglich Non-Stop im Dreamliner (Boeing 787-9) von Wien nach Tokio. Einer der ganz großen Vorteile von All Nippon Airways: Es wird der Flughafen Haneda angesteuert. Dazu muss man wissen: In Tokio gibt es zwei Flughäfen – Haneda und Narita. Haneda liegt ungleich näher an Tokio und ist somit ganz klar die bequemere Variante.

Der Flug von Wien nach Tokio dauert übrigens ungefähr 11 Stunden. Das klingt viel, doch wir können dich beruhigen: Die Zeit vergeht viel schneller, als man denkt. Und für alle, die aus Deutschland kommen: All Nippon Airways fliegt auch von Frankfurt, München und Düsseldorf nach Japan.

Persönliche Erfahrungen: Unser Flug mit All Nippon Airways

Wir Glückskinder durften auf dem Hinflug unser allererstes Upgrade auf einer Langstrecke überhaupt genießen. Daher können wir von unseren Erfahrungen sowohl für Economy als auch Business Class berichten.

Business Class bei All Nippon Airways

Beginnen wir mit der Business Class: Dort reist es sich natürlich außergewöhnlich komfortabel. Das Service ist – wie man es aus Japan gewohnt ist – ein Wahnsinn. So zuvorkommend wurde uns noch niemals auf einem Flug begegnet.

Der größte Vorteil der Business Class ist natürlich der viele Platz: Der Sessel lässt sich in ein komplett flaches Bett umfunktionieren. Wenn man so wie wir sonst nur Economy Class fliegt, ist das ein ziemliches Highlight.

Apropos Highlight: Eines unserer persönlichen Highlights waren die Noise-Cancelling-Kopfhörer. Da musste man uns zum Filmschauen nicht lange überreden. Alles in allem: Wir haben uns selten so wunderbar betreut gefühlt wie in diesen 11 Stunden. Der Flug war ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. Der spektakuläre Blick auf den Mount Fuji beim Landeanflug war das Tüpfelchen auf dem i.

Economy Class bei All Nippon Airways

Kommen wir zu unseren Erfahrungen in der Economy Class, die wohl für die meisten noch interessanter zu lesen sind. Um ehrlich zu sein: Auch, wenn wir den Flug in der Business Class bis zur letzten Sekunde ausgekostet haben, waren wir auf den Standard in der Economy Class noch gespannter.

Das allererste, das uns aufgefallen ist, war die Beinfreiheit. Wir haben nachrecherchiert: 86 cm beträgt der Sitzabstand im Dreamliner der ANA. Das ist deutlich mehr als bei vielen anderen Airlines. Üblicherweise stößt Romeo mit seinen 1,83 m nämlich immer am Vordersitz an. Hier war das nicht der Fall.

Unerwarteterweise haben wir somit fast den gesamten Flug über gedöst bzw. geschlafen. Wären wir wach geblieben, hätten wir – wie schon in der Business Class – aus vielen Filmen in deutscher Synchronfassung wählen können.

Unser Fazit zu All Nippon Airways

Wir haben uns bei beiden Flügen sehr wohl und sicher gefühlt und können All Nippon Airways wärmstens empfehlen. Der Hinflug war ein wunderbarer Einstieg in unsere Japan-Reise, denn so konnten wir schon an Bord einen Einblick in die japanische Kultur erhalten und uns noch besser auf die Reise einstimmen.

ANA Wien Tokyo

4. Transport innerhalb Japans: Der Japan Rail Pass

Um in Japan von A nach B zu kommen, gibt es mehrere Möglichkeiten. (Welche das sind, verraten wir dir demnächst in diesem Artikel: Japan Reisetipps). Wir entschieden uns für den Zug und nutzten dafür den Japan Rail Pass.

Was ist der Japan Rail Pass?

Der Japan Rail Pass ist ein Zugticket, mit dem du für einen bestimmten Zeitraum unbegrenzt die Züge der staatlichen Japan Railways (JR) nutzen kannst. Mit dem Pass kannst du somit kreuz und quer durchs Land fahren, ohne an weitere Kosten denken zu müssen. Der Pass ist für 7, 14 oder 21 Tage erhältlich.

Darf ich alle Züge nutzen?

Leider nein, aber die Einschränkungen sind halb so wild. Bei den weltberühmten Shinkasen-Hochgeschwindigkeitszügen musst du auf die Züge namens „Nozomi“ und „Mizuho“ verzichten. Nozomi-Züge verkehren beispielsweise zwischen Tokio und Osaka. Die Strecken von Nozomi und Mizuho werden aber auch von anderen („normalen“) Shinkansen-Zügen bedient, die ein paar mehr Stopps einlegen und damit minimal länger benötigen. Daher kann es nur passieren, dass du ein bisschen länger auf den nächsten Zug warten musst.

Außerdem musst du wissen, dass der Japan Rail Pass von Japan Railways (JR) angeboten wird. Daneben gibt es in Japan auch private Linien. Der Pass berechtigt dich also nur zur Fahrt für Züge, die von Japan Railways betrieben werden. Das sind aber eine ganze Menge: Neben den Shinkansen-Zügen (den sogenannten „Bullet Trains“) kannst du auch die Express- und Local-Trains von JR nutzen.

Kann ich mit dem Pass auch in den Städten die U-Bahnen nutzen?

Nein. Die klassischen U-Bahnen („Subways“) sind ausgenommen, da sie ja nicht von Japan Railways betrieben werden. Aber: Es gibt sowohl in Tokio als auch in Kyoto und Osaka innerhalb der Stadt auch JR-Linien, die du nutzen kannst. In Tokio ist das unter anderem die Yamanote Line, die einmal im Kreis fährt und an einigen wichtigen touristischen Highlights vorbeiführt.

Das Ganze ist anfangs ein bisschen kompliziert, aber keine Sorge: Wenn du einmal vor Ort bist, wirst du dich relativ schnell zurecht finden.

Was kostet der Japan Rail Pass?

Derzeit (Stand Juni 2019) betragen die Preise für den Standard Japan Rail Pass:

  • 7 Tage: 29.110 Yen (ca. 236 Euro)
  • 14 Tage: 46.390 Yen (ca. 377 Euro)
  • 21 Tage: 59.350 Yen (ca. 481 Euro)

Wichtig zu wissen: Der tatsächliche Preis, den du bezahlst, hängt vom aktuellen Wechselkurs ab. Falls also Preise in Euro angegeben sind, so sind das lediglich Schätzungen.

Die angeführten Preise gelten nur dann, wenn du den Pass schon zu Hause beantragst. Wenn du den Pass vor Ort kaufst, kommen ungefähr 10 Prozent dazu. Näheres zu den Kaufmöglichkeiten verraten wir dir gleich.

Shinkansen Japan Rail Pass

Wo kann ich den Japan Rail Pass kaufen?

Du hast zwei Möglichkeiten: 1. Von zu Hause aus über eine der zahlreichen Websites. 2. Direkt in Japan.

Dazu ein Hinweis: Bis vor kurzem konntest du den Japan Rail Pass noch ausschließlich außerhalb von Japan erwerben. Mittlerweile (Stand Juni 2019) gibt es auch die Option, den Pass direkt in Japan an vielen Flughäfen und Bahnhöfen zu kaufen. Wir selbst haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und den Pass direkt nach unserer Ankunft am Flughafen Haneda in Tokio gekauft.

Der Nachteil, wenn du den Japan Rail Pass erst vor Ort kaufst: Er ist um etwa 10 Prozent teurer. Wenn möglich empfehlen wir dir also unbedingt, den Pass schon zu Hause zu beantragen. „Zu Hause“ bedeutet übrigens, dass du einen Voucher/Gutschein erhältst, denn du dann vor Ort in Japan gegen den Rail Pass tauschst.

Hier kannst du den Pass (bzw. genauer gesagt den Voucher) beantragen: www.jrailpass.com

Wann lohnt sich der Japan Rail Pass?

Der Japan Rail Pass lohnt sich in preislicher Hinsicht generell dann, wenn du in relativ kurzer Zeit (d.h. maximal 3 Wochen) relativ viel von Japan sehen möchtest.

Unser Tipp: Ob sich der Pass für deine Reise konkret lohnt, solltest du dir vorab ausrechnen. Nutze hierfür am besten die Website Hyperdia. Dort kannst du nach Zugverbindungen suchen.

In die Berechnung solltest du auch einfließen lassen, dass du beispielsweise innerhalb der Städte oft auf JR-Züge zurückgreifen kannst und somit kostenlos fahren kannst. Auch den relativ teuren Narita-Express, der zwischen dem Flughafen Narita und Tokio verkehrt, kannst du mit dem Japan Rail Pass nutzen.

Ob sich der Japan Rail Pass für uns gelohnt hat? Jein. Hätten wir ihn vorab gekauft, dann ja. Da wir den Pass aber erst in Japan (und dadurch teurer) gekauft haben, haben wir etwas mehr Geld bezahlt als wir ohne Pass bezahlt hätten. Generell muss man natürlich auch sagen, dass es sich angenehmer und bequemer reist, wenn man nicht immer über den Preis nachdenken muss und einzelne Tickets kaufen muss.

Wie benutze ich den Japan Rail Pass?

Nichts einfacher als das: Beim Eingang zu den Bahngleisen gibt es neben unzähligen elektronischen Schranken immer auch einen Schalter, an dem ein/e Mitarbeiter/in sitzt. Dort gehst du hin, zeigst deinen Pass vor und darfst durchgehen. Dasselbe machst du jeweils auch beim Aussteigen am Zielort.

Da die Sitzplatzreservierung beim Japan Rail Pass kostenlos ist, empfehlen wir dir, davon Gebrauch zu machen. Mit Sitzplatzreservierung reist es sich angenehmer, denn du weißt schon vor dem Einsteigen, in welchen der vielen Waggons du einsteigen sollst.

Die Sitzplatzreservierung funktioniert sehr einfach: Du gehst an einen Ticket-Schalter und gibst deinen Zielort bekannt. Dort wird die nächste Verbindung rausgesucht und du erhältst deine Reservierung in Form eines zusätzlichen Tickets. Wir haben unsere Sitzplatzreservierung immer sehr kurzfristig (ca. eine halbe Stunde vor Abfahrt) erledigt.


Transparenz: Einladung & Affiliate Links

Wir wurden von All Nippon Airways (ANA) nach Japan eingeladen – vielen herzlichen Dank für diese tolle Möglichkeit! Damit ihr euch auskennt: Hin- und Rückflug sowie das Programm für die ersten 5 Tage (Tokio, Hakone, Osaka) wurden in finanzieller Hinsicht von ANA übernommen. In der Programmgestaltung waren wir frei – wir waren die gesamte Zeit über auf eigene Faust unterwegs. Wir entschieden uns, unseren Aufenthalt in Japan auf eigene Kosten zu verlängern.

Dieser Blogartikel enthält unsere persönlichen Empfehlungen in Form von sogenannten Affiliate Links. Wenn du etwas über die Links buchst oder kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich dadurch am Preis überhaupt nichts. Tausend Dank von uns beiden!

Warst du schon einmal in Japan? Wie verlief deine Reiseroute? Was waren deine Highlights? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen!