„Incredible India“ lautet der wohl bestgewählte Slogan im gesamten Tourismus-Sektor. Indien ist wahrlich „incredible“. Es ist unglaublich laut – so laut, dass wir uns jeden Abend auf unser ruhiges Hotelzimmer freuten. Indien ist außerdem unglaublich kontrastreich: Armut und Reichtum, Tristesse und Farbpracht. Indien ist das Land der Extreme. Und der Kuriositäten! Wir haben während unserer Reise einige davon für euch eingefangen.

Die Frisur sitzt

In Indien passiert alles auf der Straße. Hier lebt man, hier isst man, betet, schläft und verrichtet sein Geschäft. Warum nicht auch gleich die Haare hier schneiden oder den Bart rasieren lassen? Abgesehen von den enormen Abgasen hätten wir jetzt ehrlich gesagt kein Gegenargument. Schade, dass wir in Jaipur Mühe hatten, einen Barbier zu finden – Romeo hätte sogar seinen Bart für ein Beweisfoto geopfert.

Indien-Friseur-Straße

Der wohl sterilste Zahnarzt auf Erden

Wir würden gerne behaupten, dieses Foto zeigt einen Altwarentandler, es sei eine Fotomontage oder sonst in irgendeiner Weise gestellt. Nein, nein und nochmals nein. Das hier ist die pure Wirklichkeit eines Straßenlokals in Jaipur. Im selben Raum sitzen drei Männer. Wir gucken sie fragend an und deuten auf den Stuhl. Drei lachende Gesichter strahlen uns an. Alle drei zeigen sie auf ihre Zähne. Erst jetzt ahnen wir, dass wir mit unserer ersten Vermutung richtiglagen. Aber (um das alles zu relativieren): So schlecht haben die Zähne der drei Männer gar nicht mal ausgesehen.

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Die heilige Kuh

Es ist kein Mythos, eindeutig nicht. Egal wohin man sieht, der Blick wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf eine Kuh treffen. Die Kuh wird entweder den Müll fressen, sich ihren Weg durch hupende Rikschas bahnen oder aber – vom turbulenten Verkehr ganz unbeeindruckt – am Straßenrand liegen und schlafen. Incredible India, wir sagen’s ja!

Kuh-indischer-Straßenverkehr

Kuh-Holi-Fest

Das eigentümliche Kopfwackeln

Es kann alles bedeuten: „Ja“, „Nein“, „Ich weiß nicht“, „Hab Angst“. Stelle einem Inder eine Frage und er wird mit dem Kopf wackeln. Und zwar seitlich. Was für unsereins das „schau ma mal“* ist, ist dem Inder sein Kopfwackeln. (Und wir wählen hier bewusst die männliche Form, da wir das Kopfwackeln ehrlich gesagt an keiner Inderin erkennen konnten.) Du kannst dir unter dem Kopfwackeln nichts vorstellen? Dieses Video hier gibt einen guten Einblick!

* Für unsere Freund*innen aus Deutschland: „Schau ma mal“ bedeutet bei uns soviel wie ein passives „Sehen wir später einmal weiter“.

„Geht nicht“ gibt’s nicht

Oder: Eine Person mehr hat immer noch Platz. Zugegeben: Auf dieses Phänomen trifft man auch in anderen Ländern wie in Vietnam (um ein Beispiel zu nennen). Und doch – in Indien erreicht es schier unglaubliche Ausmaße (ja auch das ist eine Anspielung auf das „incredible“). Leider waren wir mit unserer Kamera meist zu langsam dran, aber dieses eine Mal konnten wir noch halbwegs rechtzeitig abdrücken.

Indien-überfüllter-Bus

Ein Hupkonzert der besonderen Art

In Indien wird gehupt. Immer. Mehrmals hintereinander. An Verkehrsknotenpunkten wird zumeist ein wahres Hupkonzert abgehalten. Mit Verlaub: Vietnam ist ein Dreck dagegen (und hier hatten wir schon das Gefühl, dass die Hupe öfters betätigt wird als die Bremse). Der ganz besondere Clou: Viele LKWs haben Hupen, die mehrfach nachklingen und das besonders laut. LKW-Fahrer dürften überhaupt besondere Hup-Fetischisten sein: Ein farbiger „Blow Horn“-Schriftzug schmückt die Rückwand fast jeden LKWs.

Delhi-Straßenverkehr

Öffentlicher-Bus-Jaipur

Kennt ihr auch unser Indien-Video?


Habt ihr noch Ergänzungen? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

Vielen Dank an erlebe-fernreisen für die Unterstützung unserer Indien-Reise.