Planst du einen Roadtrip durch Portugal und weißt noch nicht genau, welche Stationen deine Route beinhalten soll? Dann lies unbedingt weiter. Wir waren eine Woche in der Region Centro de Portugal unterwegs und können dir unsere Route wirklich ans Herz legen.

Wir behaupten: Centro de Portugal (also Zentralportugal) ist die perfekte Region für einen Roadtrip. Warum? Nun, die eher unbekannte Region nördlich von Lissabon bietet den idealen Mix aus charmanten Kleinstädten, idyllischen Küstenorten und imposanten Berglandschaften. Man könnte sogar so weit gehen und sagen: Centro de Portugal ist ein richtiger Geheimtipp abseits von Lissabon und Porto.

1. Roadtrip durch Centro de Portugal: Wissenswertes & Was dich erwartet

Portugal ist wie geschaffen für einen Roadtrip: Das Land ist eher klein, die Distanzen sind damit überschaubar, die Natur ist spektakulär und obendrein ist Portugal ein sehr günstiges Reiseland.

Die meisten konzentrieren sich bei einem Portugal-Roadtrip auf die touristischen Highlights an der Küste wie beispielsweise die Algarve im Süden des Landes. Dort ist es natürlich auch wunderschön, keine Frage. Unser Tipp lautet jedoch: Nimm bei deiner Reise unbedingt auch ein paar weniger bekannte Reiseziele mit. Das Hinterland von Portugal ist wunderschön und teils noch sehr untouristisch.

Wir selbst können die Region Centro de Portugal, also Zentralportugal, sehr empfehlen. Centro de Portugal liegt nördlich von Lissabon und umfasst sowohl bergiges Hinterland als auch authentische Küstenorte. Beispielsweise erhebt sich dort das höchste Gebirge des portugiesischen Festlands, die Serra da Estrela.

Wie viel Zeit soll ich für einen Roadtrip durch Portugal einplanen?

Falls du dich an unsere Reiseroute durch Centro de Portugal halten möchtest, dann empfehlen wir dir eine Reisedauer von etwa einer Woche. Das reicht natürlich lange nicht, um alles zu sehen, aber du erhältst einen guten Einblick.

Natürlich bietet es sich aber an, die Reiseroute noch um weitere (bekannte) Orte wie beispielsweise Porto zu erweitern. Falls du das möchtest, würden wir einen Zeitraum von etwa zwei Wochen für einen Roadtrip veranschlagen. Obwohl Portugal eher klein ist, kannst du problemlos auch drei Wochen oder sogar länger unterwegs sein – spannende Reiseziele gibt es zur Genüge.

Portugal Route

2. Portugal Reiseroute: Alle Stopps im Überblick

Ankunft in Lissabon

Lissabon ist der ideale Ausgangspunkt für einen Roadtrip durch Portugal – besonders dann, wenn du dich eher auf Zentralportugal konzentrieren möchtest. Hier befindet sich der größte Flughafen Portugals.

Wenn du schon einmal in Lissabon bist, dann solltest du unbedingt auch ein paar Tage in der Stadt verbringen. Lissabon gilt ja als eine der schönsten Hauptstädte Europas und dem können wir nur zustimmen!

Falls du zum ersten Mal in Lissabon bist, solltest du mindestens drei Nächte einplanen. Es gibt wirklich so einiges zu sehen und das Flair der Stadt mit dem gefliesten Häuserfassaden und den verwinkelten, engen Gässchen ist ganz speziell.

Deinen Mietwagen kannst du ganz einfach am letzten Tag deines Lissabon-Aufenthalts abholen, da du ihn in der Stadt nicht benötigst. Nähere Tipps zum Automieten in Portugal verraten wir dir an späterer Stelle in diesem Blogartikel.

Weiterführender Blogartikel: Lissabon Tipps

Unser Hotel-Tipp

Für Lissabon können wir dir das herrliche Memmo Alfama nur wärmstens empfehlen. In diesem wunderschönen Hotel, das sich mitten in Alfama (dem ältesten Stadtteil von Lissabon) befindet, haben wir ebenfalls übernachtet und waren einfach nur restlos begeistert. Das Memmo Alfama ist zweifellos eines der tollsten Innenstadt-Hotels, in denen wir jemals waren!

Hier kannst du das Hotel buchen: Memmo Alfama

Lissabon Tipps

Óbidos

Nach deinen Tagen in Lissabon geht der Roadtrip nun so richtig los: Das erste Ziel ist das kleine Städtchen Óbidos. Die Fahrt dorthin dauert etwa eine Stunde.

Óbidos ist ein mittelalterliches Städtchen mit richtig viel Charme. Der historische Ortskern ist von der komplett erhaltenen Stadtmauer umgeben. Die Besonderheit: Die Stadtmauer ist vollständig begehbar. Du kannst hier also auf der Stadtmauer spazieren und genießt dabei herrliche Blicke auf die weiß gekalkten Häuser von Óbidos samt ihren Ziegeldächern. Gerade zum Sonnenuntergang ist das Ambiente dort traumhaft schön.

Apropos Sonnenuntergang: Óbidos ist leider schon lange kein Geheimtipp mehr – ganz im Gegenteil. Vor allem untertags ist das kleine Städtchen vollgepackt mit Busgruppen. Wir empfehlen dir für deinen Besuch daher den späteren Nachmittag.

Dein Auto kannst du übrigens bequem auf einem der öffentlichen Parkplätze abstellen und Óbidos anschließend zu Fuß erkunden. Für einen Besuch der Stadt würden wir euch mindestens zwei Stunden empfehlen.

Unser Hotel-Tipp

Übernachtet haben wir im Hotel Sana Silver Coast im kleinen Ort Caldas da Rainha, der nur etwa fünf Autominuten von Óbidos entfernt liegt. Die Zimmer in diesem hübschen Stadthotel sind sehr komfortabel und modern, die Betten bequem – von uns gibt es eine klare Empfehlung.

Hier kannst du das Hotel buchen: Sana Silver Coast

Obidos Portugal Tipps

Obidos Tipps

Hotel Sana Silver Coast

Die Köster in Alcobaça, Batalha und Tomar

Die nächsten Stopps auf unserem Roadtrip durch Portugal sind drei berühmte Klöster in den Orten Alcobaça, Batalha und Tomar (in genau dieser Reihenfolge). Alle drei Klöster sind UNESCO-Weltkulturerbe und auf ihre Art und Weise einzigartig. Die Fahrzeit beträgt jeweils etwa 30 Minuten, plane aber besser etwas mehr Zeit ein.

Ganz besonders begeistert waren wir vom Christuskloster in Tomar. Wenn du etwas Zeit hast, dann können wir dir dort eine Führung sehr ans Herz legen. Der Hauptplatz von Tomar eignet sich übrigens perfekt für ein Mittagessen oder einen Kaffee zwischendurch. Die Klöster von Alcobaça und Batalha sind unserer Meinung nach auch ohne Führung gut zu besichtigen.

Tomar Tipps

Coimbra

Der Roadtrip führt uns als nächstes in die Universitätsstadt Coimbra. Von Tomar benötigst du mit dem Auto etwa eine Stunde bis Coimbra. Im Vergleich zu den bisher aufgezählten Stopps entlang der Route ist Coimbra deutlich größer und städtischer.

Die Lage von Coimbra ist einzigartig: Das Städtchen ist direkt am Rio Mondego gelegen und zieht sich terrassenförmig einen Hügel hinauf. In Coimbra wirst du daher ganz schön viele Höhenmeter zurücklegen – nicht, dass es heißt, wir hätten dich nicht gewarnt. Du kannst dich dafür herrlich in den schmalen, verwinkelten Gässchen verlieren.

Das Stadtbild ist von unzähligen Bars und Cafés geprägt und das aus gutem Grund: Ein Fünftel der Bevölkerung Coimbras sind Studierende. In der Stadt sind somit sehr viele junge Menschen unterwegs, die dafür sorgen, dass die historisch anmutende Stadt ein sehr junges Flair versprüht. Wir haben uns jedenfalls vom ersten Moment an wohlgefühlt.

Zum Sonnenuntergang können wir dir einen Besuch des Restaurants Loggia empfehlen. Von dort hast du einen fantastischen Blick auf die Stadt und den Fluss.

Must-Do: Besuch der Bibliothek von Coimbra

Beeindruckend und unbedingt einen Besuch wert ist die 700 Jahre alte Universität Coimbras. Sie ist die älteste Universität Portugals. Das Herzstück der Universität ist die Biblioteca Joanina, eine der eindrucksvollsten Bibliotheken der Welt und ein barocker Prachtbau.

Mit dem Eintrittsticket (12,50 Euro) kannst du mehrere Gebäudeteile besichtigen, darunter auch die Bibliothek. (Der Aufenthalt in der Bibliothek ist allerdings auf 10 Minuten beschränkt.) Alternativ kannst du auch (so wie wir) eine geführte Tour buchen. Diese kostet 20 Euro und beginnt jeweils um 15 Uhr (auf Englisch).

Unser Hotel-Tipp

In Coimbra haben wir im herrschaftlichen Hotel Quinta das Lágrimas übernachtet. Dieses sehr charmante Hotel ist in einem geschichtsträchtigen Anwesen mit einem wunderschönen, weitläufigen Garten beheimatet.

Die Zimmer sind sehr klassisch und stilvoll eingerichtet. Sowohl Frühstück als auch Abendessen sind ausgezeichnet. Das Abendessen im Quinta das Lágrimas ist übrigens – ganz dem Ambiente des Hauses entsprechend – etwas schicker als gewöhnlich. Oder, um es in unseren Worten zu sagen: Ziemlich fancy!

Hier kannst du das Hotel buchen: Quinta das Lágrimas

Coimbra Universität Besichtigen

Coimbra Universität Ausblick

Aveiro

Von Coimbra geht es wieder Richtung Küste, genauer gesagt ins Städtchen Aveiro, das du nach etwa einer Stunde Fahrzeit erreichst. Aveiro wird zurecht das „Venedig Portugals“ bezeichnet. Dutzende Kanäle durchziehen das Städtchen und machen Aveiro zu einem wirklich malerischen Ort.

Du kannst die Kanäle im Rahmen einer Bootstour näher kennenlernen (ca. 8 Euro) oder die Stadt ganz einfach zu Fuß erkunden. Für einen Sundowner an einem der Kanäle können wir dir Morgan & Jacob’s Guesthouse empfehlen, das vorwiegend von jungen Leuten besucht wird.

Einen ganz besonderen Tipp haben wir fürs Abendessen: Das Restaurant Salpoente. Von außen wirkt das Restaurant, das sich in einem traditionellen Fischerhaus befindet, unscheinbar, doch die Atmosphäre ist wirklich einzigartig. Das Salpoente serviert unter anderem den berühmten Bacalhau: Dieser gesalzene und getrocknete Fisch gilt als Spezialität der Region. Und keine Sorge: Er schmeckt viel köstlicher als er klingt. Wir haben im Salpoente wirklich hervorragend gegessen. Die Preise sind gehoben, aber das Geld ist hier gut investiert.

Unser Hotel-Tipp

In Aveiro haben wir im Hotel Moliceiro übernachtet. Das Hotel liegt mitten in der Innenstadt – von unserm Fenster aus hatten wir einen tollen Blick auf den Kanal und die vorbeifahrenden Boote. Die Zimmer waren sehr geräumig und das Frühstück hervorragend.

Hier kannst du das Hotel buchen: Hotel Moliceiro

Aveiro Fischerboote

Aveiro Tipps

Salpoente Aveiro

Moliceiro Aveiro

Costa Nova & Praia de Mira

Als Tagesausflug von Aveiro (oder natürlich als nächster Stopp des Roadtrips) lohnt sich eine Fahrt an die Küste. Gerade einmal 15 Minuten von Aveiro entfernt befindet sich Costa Nova. Der Küstenort ist vor allem aufgrund seiner bunt gesteiften Häuser entlang der Uferpromenade bekannt, welche ursprünglich von Fischern als Geräteschuppen genutzt wurden.

Für einen kurzen Zwischenstopp ist Costa Nova wirklich sehr sehenswert. Auch der dazugehörige feine Sandstrand hat uns sehr gut gefallen. Der weitläufige Strand erinnert mit seinen Dünen ein bisschen an die Nordsee.

Etwas südlich von Costa Nova gelangst du nach Praia de Mira. Dieser kleine, recht unaufgeregte Küstenort besitzt einen endlos langen Sandstrand, der in der Nebensaison menschenleer ist. Im Sommer ist es zwar möglich, im Meer schwimmen zu gehen, doch die Strömungen sind ziemlich stark. Für einen Strandspaziergang ist Praia de Mira aber bestens geeignet.

Marialva

Von der Küste verläuft unsere Reiseroute nun wieder ins Landesinnere, genauer gesagt ins kleine Dorf Marialva – ein Ort umgeben von unglaublich beeindruckender Landschaft. Marialva war eines der Highlights unseres Roadtrips, aber mehr dazu gleich.

Auf dem Weg nach Marialva können wir dir zunächst einen Zwischenstopp in Viseu empfehlen. Dieses kleine authentische Städtchen ist herrlich unaufregend, aber dennoch mochten wir es dort sehr. Sollte es dich ebenfalls nach Viseu verschlagen, dann können wir dir für eine kleine Stärkung uneingeschränkt das Faces Café empfehlen. Untertags kannst du es dir vor dem Lokal in der Fußgängerzone gemütlich machen. Am Abend gibt es regelmäßig Live-Musik. Ein Espresso Macchiato und ein Pastel de Nata kosten zusammen übrigens nur 1,50 Euro (!).

Weiter geht’s in die kleine Stadt Trancoso. Sie liegt auf einer Anhöhe und ist vor allem für ihre historische Burg mit den 15 Befestigungstürmen bekannt.

Marialva erreichst du schließlich von Aveiro kommend nach insgesamt etwa 2,5 Fahrstunden. Das kleine Dorf thront auf einem Felsmassiv und wird von lediglich 250 Menschen bewohnt. Es liegt direkt vor den Toren der Ruine einer historischen Burg, die aus dem 6. Jahrhundert stammt. Die Gegend eignet sich perfekt für kürzere und längere Wanderungen mit imposanten Ausblicken.

Unser Unterkunfts-Tipp

Die Casas do Côro kann man ganz eindeutig als Geheimtipp bezeichnen. Wir haben selten in einer solch wundervollen Unterkunft übernachtet. Das sehr geschmackvolle Hotel ist auf mehrere Gebäude aufgeteilt.

Wir hatten das Glück, in der Penthouse Suite übernachten zu dürfen und hatten von unserem Bett einen grandiosen Blick auf die Landschaft. Mit Sicherheit sind aber auch die weniger teuren Zimmer sehr schick. Der Spa-Bereich ist traumhaft und auch Frühstück und Abendessen sind köstlich.

Hier kannst du die Unterkunft buchen: Casas do Côro

Casas do Coro Marialva

Casas do Coro

Trancoso Portugal

Serra da Estrela

Auf über 1.500 Metern Seehöhe liegt der letzte Stopp unseres Roadtrips durch Portugal. Unser Ziel: Ein wunderschönes Berghotel im Herzen der Serra da Estrela nahe des Ortes Manteigas. Die Serra da Estrela ist das höchste Gebirge auf dem portugiesischen Festland.

Auf dem Weg von Marialva in die Serra da Estrela können wir dir einen Abstecher im historischen Dorf Sortelha sehr empfehlen. Sortelha ist ziemlich spektakulär auf einem Granitmassiv gelegen. Von der Burg hast du einen imposanten Panoramablick auf die Region.

Anschließend geht’s über die wohl kurvigste Etappe des Roadtrips direkt weiter in die Sierra Estrela. Die letzten Kilometer zum Hotel müssen auf einer recht steilen und engen Bergstraße zurückgelegt werden.

In unserem Hotel angekommen wurden wir übrigens von lauschigen 5 Grad Celsius und Schnee begrüßt – im April wohlgemerkt! Der Sonnenaufgang mit gigantischem Blick ins Tal entschädigte uns aber für die eisigen Temperaturen.

Unser Hotel-Tipp

Das Designhotel Casa das Penhas Douradas begeisterte uns mit seinem minimalistischen nordischen Stil von der ersten Sekunde (und das sagen wir nicht nur, weil wir mit Tee, Wein und Keksen begrüßt wurden). Es gibt einen Spa-Bereich, der zwar klein, aber ausreichend ist. Kurios: Fürs Schwimmen muss man eine Badehaube tragen (an der Rezeption für 5 Euro erhältlich).

Das Abendessen ließ keine Wünsche übrig. Vor dem Abendessen trifft man einander im „Living Room“ zum Aperitif – die Idee fanden wir total nett.

Übrigens: Das Hotel wird von einem Paar betrieben, welchem auch die Schafswoll-Manfaktur „Burel“ in Manteigas gehört. Eine Besichtigung können wir dir sehr empfehlen. Wir haben dort eine wunderschöne Decke gekauft, die seither beinahe täglich im Einsatz ist.

Hier kannst du das Hotel buchen: Casa das Penhas Douradas

Serra da Estrela

Serra-Estrela-Sonnenaufgang

Casa das Penhas Douradas

Sortelha Portugal

3. Weitere Tipps für deinen Roadtrip durch Portugal

Tipp: Hier buchen wir immer unseren Mietwagen

Seit Jahren buchen wir unser Mietauto immer bei Sunny Cars. Sunny Cars ist eine Vergleichsplattform. Das bedeutet: Du erhältst dort die günstigsten Angebote angezeigt, buchst deinen Mietwagen auf der Website von Sunny Cars und holst dein Auto dann aber in Portugal bei einem lokalen Autovermieter ab (z.B. Hertz, Europcar etc.).

Warum wir uns für Sunny Cars entscheiden? Ganz einfach: Du erhältst hier eine Vollkasko-Versicherung und zwar mit Erstattung des Selbstbehalts. Das bedeutet, dass du im Falle eines Schadens (egal, ob selbst- oder fremdverschuldet) den Selbstbehalt von Sunny Cars erstattet bekommst. Dass man für eventuelle Schäden nicht aufkommen muss, ist wirklich eine große Erleichterung.

Es ist ziemlich günstig, sich in Portugal ein Auto zu mieten. In der Nebensaison musst du üblicherweise nicht mehr als 200 Euro für einen Kleinwagen für eine Woche einplanen. In der Hauptsaison steigen die Preise etwas an. Übrigens: Ein internationaler Führerschein war bei uns bei der Abholung des Mietwagens nicht notwendig.

Hier kannst du nach günstigen Mietwagen suchen: Sunny Cars

Mautgebühr in Portugal

Für die Benutzung der Autobahnen ist in Portugal eine Mautgebühr zu zahlen. Es gibt hier zwei Systeme: Bei manchen Autobahnen kann man direkt zahlen (also mit Bargeld). Bei manchen jedoch gibt es schon ein elektronisches System. Hier fährt man mit dem Auto unterhalb eines Bogens durch. Die jeweilige Gebühr wird dann direkt durch den Mietwagenverleih von der Kreditkarte abgebucht. Erkundige dich am besten beim Abholen deines Mietwagens nach den genauen Bestimmungen.

Verkehr & Parken in Portugal

Ganz allgemein herrscht in Portugal wenig Verkehr auf den Straßen. In den Städten ist die Sache natürlich anders. Gerade in den historischen Altstädten einiger Orte sind die Gassen oft haarsträubend eng. Da bietet ein kleines Mietauto natürlich Vorteile gegenüber einem großen.

In Portugal pflegt man eine etwas rücksichtslosere Fahrweise als in Österreich oder Deutschland. Für halbwegs geübte AutofahrerInnen ist das Fahren in Portugal aber überhaupt kein Problem.

Parken ist in den meisten Orten problemlos auf öffentlichen Parkplätzen möglich. Es gibt jeweils Parkautomaten, die mit Münzeinwurf funktionieren. Wir empfehlen dir also im besten Fall immer etwas Kleingeld dabeizuhaben.

Reisekosten: Preisniveau in Portugal

Die gute Nachricht: Portugal ist ganz allgemein ein ziemlich günstiges Reiseland. Die schlechte: Das Preisniveau schwankt regional sehr stark. Lissabon beispielsweise ist ziemlich teuer. Das Hinterland von Portugal ist dafür oft viel günstiger als erwartet.

Schöne Hotels haben teilweise (fast) dasselbe Preisniveau wie in Deutschland oder Österreich. Essen gehen ist meist (vor allem außerhalb der touristischen Zentren) ziemlich günstig – aber natürlich hängt es auch hier davon ab, wohin man geht.

Preisbeispiele: Was kostet in Portugal…?

  • Mietwagen für eine Woche in der Nebensaison: ca. 200 Euro
  • Doppelzimmer im Designhotel Casa das Penhas Douradas: ca. 150 Euro pro Nacht
  • Eintritt zur Universität in Coimbra: 12,50 Euro
  • Eintritt zum Castelo de São Jorge in Lissabon: 10 Euro
  • Espresso: zwischen 0,60 und 1 Euro
  • Pastel de Nata (Blätterteig-Törtchen): 1,10 Euro
  • Mautgebühr für die Strecke Coimbra-Aveiro (ca. 1 Stunde): ca. 2,50 Euro
  • Abendessen für zwei im Salpoente in Aveiro (hohes Preisniveau): ab 60 Euro
  • Günstiges Mittagessen: oft schon ab 5 oder 6 Euro für ein Menü

Reiseführer für Portugal: Unser Tipp

Wir raten dir auf jeden Fall, für deinen Roadtrip auch einen gedruckten Reiseführer zu besorgen – so handhaben wir es zumindest immer. Empfehlenswert ist der Lonely Planet Portugal, dessen Neuauflage erst 2020 erschienen und somit ganz aktuell ist.

Der Reiseführer ist (wie alle Lonely-Planet-Reiseführer) sehr sympathisch, übersichtlich und ansprechend gestaltet. Er ist sehr umfangreich (ca. 600 Seiten), sodass du für deinen Roadtrip bestens gewappnet bist.

Hier kannst du den Reiseführer kaufen: Lonely Planet Portugal (Deutsch)


Transparenz: Einladung & Affiliate Links

Vielen Dank an die Region Centro de Portugal für die Einladung zu diesem wunderbaren Road Trip. Dieser Blogartikel enthält unsere persönlichen Empfehlungen in Form von sogenannten Affiliate Links. Wenn du etwas über die Links buchst oder kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich dadurch am Preis überhaupt nichts. Tausend Dank von uns beiden!

Hast du schon einmal einen Roadtrip durch Portugal gemacht? Wie verlief deine Reiseroute? Wir freuen uns wie immer sehr über deine Erfahrungen und zusätzlichen Tipps!