Oft liegt das Schöne so nahe: Den Traunsee in Oberösterreich kannten wir nämlich lange Zeit nur vom Vorbeifahren. Für mehr als einen Kaffee am Ufer von Gmunden hatte es nicht gereicht. Doch dann kam der Sommer 2018 mit seinen endlosen Sommertagen. Und mit ihnen unser Wunsch, noch einmal Urlaub an einem See in Österreich zu machen.

Wie wir letztlich am Traunsee gelandet sind? Kurios, aber wahr: Wir haben unsere Wahl vom Hotel abhängig gemacht. Mit dem Seehotel „Das Traunsee“ haben wir nämlich das gefunden, was wir dringend gebraucht haben: Ein kleines Refugium am See abseits der großen Massen. In diesem Blogartikel erzählen wir dir, wie es uns gefallen hat und welche Highlights wir dir für deinen Urlaub im Salzkammergut empfehlen können.

1. Unser Hotel-Tipp für den Traunsee

Wir haben es ja schon vorweggenommen: Unser Hotel „Das Traunsee“ war dafür verantwortlich, dass wir letztlich am Traunsee gelandet sind. Als wir Bilder vom Hotel gesehen haben, wussten wir – da möchten wir hin! Wie immer haben wir noch schnell die Bewertungen gecheckt – uns schwupps, schon gebucht!

Allein die Lage des Seehotels „Das Traunsee“ verdient fünf Sterne: Es ist das einzige Hotel am Traunsee mit direktem Seezugang. Von der Seeterrasse sieht man rechterhand den spektakulären 1.691 Meter hohen Traunstein. Wir hielten uns ungelogen stundenlang auf der Terrasse auf und blickten – im Bademantel eingekuschelt – einfach nur auf den See.

Nächster Pluspunkt: Unser Zimmer. Wir entschieden uns für die „Mini Suite“. Beste Entscheidung ever! Die puristische, nordisch inspirierte Einrichtung entsprach zu 100% unserem Geschmack. Die Betten waren ein Traum. Und: Vom Balkon hatten wir direkten Blick auf den See. Apropos See: Der Traunsee ist der tiefste See Österreichs und somit selbst im Hochsommer relativ frisch.

Was man wissen sollte: So wunderschön die Zimmer auch renoviert sind, große Teile des Hotels sind es (noch) nicht. Wenn man die Lobby beispielsweise betritt, fühlt man den Charme der 80er-Jahre. Auch die Gänge, die zu den Zimmern führen, sind das komplette Gegenteil zu dem, was einem hinter der Zimmertür erwartet. Störend fanden wir es aber eigentlich nur im kleinen Wellnessbereich, der ziemlich in die Jahre gekommen ist. Wie gut, dass wir ein solches Wetterglück hatten und uns daher nur im Freien aufhielten.

Das alles macht das Frühstück allerdings mit einem Schlag wieder wett: Das Frühstücksbuffet ist nämlich schlichtweg fantastisch. Man frühstückt im renovierten Restaurant mit Blick auf den See. Bei schönem Wetter kann man auch draußen Platz nehmen. Die Auswahl ist riesig, die Qualität sehr gut und das Personal zwar ein bisschen überfordert, aber sehr freundlich.

Hier kannst du das Hotel buchen: Seehotel Das Traunsee

Seehotel das Traunsee

Seehotel Traunsee Schwimmen

2. Rund um den Traunsee

Wenn man einmal die Ruhe am Bootssteg des Seehotels kennen und lieben gelernt hat, so möchte man eigentlich nie wieder von dort weg. Trotzdem haben wir natürlich nicht die ganze Zeit im Hotel verbracht, sondern auch die Umgebung erkundet.

Abendstimmung am Traunsee genießen

Unser tägliches abendliches Highlight: Der Blick auf den Traunstein, dessen Gipfel von der untergehenden Sonne in ein warmes Licht getaucht wurde. Dieser Fotospot mitsamt Steg und „Plätten“ (dem Boot) liegt direkt im winzigen Ortszentrum von Traunkirchen – nur einen Katzensprung vom Hotel entfernt. Postkartenmotiv, oder?

Salzkammergut Tipps

Unser Restaurant-Tipp für den Traunsee: Wirtshaus Poststube

Sehr empfehlen können wir dir das Wirtshaus Poststube. Es gehört zum Seehotel, befindet sich jedoch einen kurzen Fußweg davon entfernt – direkt gegenüber vom oben erwähnten Fotospot. Serviert wird überraschend moderne österreichische Küche. Was das bedeutet: Es gibt sowohl viele Klassiker als auch ein paar vegetarische international inspirierte Gerichte. Auf dem Foto siehst du beispielsweise gefüllte Melanzani (Auberginen) mit Couscous. Wer es ausgefallen mag: Bei unserem Besuch stand beispielsweise auch eine Bouillabaisse auf der Karte.

Das Interieur ist rustikal mit einem gewissen modernen Charakter und der Service sehr freundlich. Wir waren übrigens gleich zwei Mal hier, weil es uns so gut geschmeckt hat. (Hinzu kommt, dass wirkliche Alternativen in Fußweite zum Hotel fehlen und das hoteleigene Restaurant „Bootshaus“ uns schlichtweg zu teuer war.) Die Preise im Wirtshaus Poststube sind durchaus in Ordnung: Für zwei Hauptspeisen sowie zwei Getränke haben wir ca. 40 Euro bezahlt.

Ein Spaziergang durch Gmunden

Gehört irgendwie zum Pflichtprogramm: ein Besuch der kleinen Stadt Gmunden, die direkt am Nordufer des Traunsees liegt. Gmunden ist nicht aufregend, hat aber ein hübsches Ortszentrum und punktet mit seiner Lage direkt am See.

Kleiner Tipp für Geschirr- und Interieur-Fans wie wir es sind: Aus Gmunden stammt die berühmte Gmundner Keramik. Daher kannst du in Gmunden die schönen Stücke nicht nur käuflich erwerben, sondern auch an einer Manufakturführung teilnehmen. Nähere Infos findest du hier: Führungen Gmudner Keramik.

Überraschend gut zu Mittag gegessen haben wir übrigens im Restaurant Dollmann’s. Dort gibt es unter der Woche (Dienstag bis Freitag) jeweils zwei unterschiedliche Mittagsmenüs zu jeweils rund 10 Euro.

3. Tipps für Ausflüge im Salzkammergut

Der Traunsee ist natürlich bestens geeignet, um von dort noch weitere Ziele im Salzkammergut anzusteuern. Optionen gibt es zur Genüge. Wir verraten dir, welche Ausflüge wir gemacht haben.

Wolfgangsee: Mit der Dampflok auf den Schafberg

Beginnen wir mit einem der touristischsten Ausflüge: dem Schafberg am Wolfgangsee. Zugegeben: Die tollen Fotos auf Instagram waren ausschlaggebend, dass wir die Fahrt mit der Schafbergbahn unbedingt selbst erleben wollten. Etwa 35 Minuten dauert die aussichtsreiche Fahrt mit der Nostalgie-Dampflokomotive. Ziemlich spektakulär: Du überwindest insgesamt fast 1.200 Höhenmeter. Und so ganz nebenbei ist die Schafbergbahn auch die steilste Zahnradbahn Österreichs.

Oben angekommen hast du einen grandiosen Blick auf die Seenlandschaft des Salzkammerguts. Nach einem kurzen Fußweg wartet einer der bekanntesten Fotospots der Region auf dich: der Panoramablick Richtung Himmelspforte. Dort kannst du – ebenso wie im nahegelegenen Bergrestaurant Schafbergspitz – auch speisen. Wir entscheiden uns für die charmantere Himmelspforte und lassen uns den Kaiserschmarrn schmecken.

An dieser Stelle können wir nicht unerwähnt lassen, dass auf dem Schafberg wirklich die Hölle los ist. Mit Einsamkeit hat der Ausflug auf den Schafberg an einem Sommertag ungefähr genauso viel gemeinsam wie Wien mit der Antarktis. Richtig, nichts! Du musst dich also unbedingt darauf einstellen, dass du dir die Lokomotive mit asiatischen Reisegruppen und einheimischen UrlauberInnen teilen musst. Hinzu kommt, dass die Wander- bzw. Spaziermöglichkeiten auf der Spitze des Schafbergs begrenzt sind und man fast immer von anderen Menschen umgeben ist.

Wir sagen „fast“, denn eine Sache können wir dir wärmstens empfehlen (das macht nämlich kurioserweise fast niemand): Auf dem Plateau kannst du Richtung Spinnerin wandern. Die Spinnerin ist ein Nebelgipfel des Schafbergs. Eine weiße Marienstatue erinnert unterhalb des Gipfels an einen Verunglückten. Während sich die Massen Richtung Himmelspforte bewegen, wird diese Seite des Schafbergs komplett ignoriert. Warum das so ist, verstehen wir bis heute nicht, aber fest steht: Allein schon für den spektakulären Blick über die schroffe Felskanten lohnt sich dieser Weg.

Tickets für die Schafbergbahn kannst du direkt vor Fahrtantritt an der Talstation kaufen. Achtung: Selbst in der Nebensaison ist der Andrang groß. Es kann gut sein, dass du erst für eine spätere Uhrzeit Tickets kaufen kannst und somit Zeit überbrücken musst. Unser Tipp: In der Kaffeewerkstatt (ca. 10 Gehminuten entfernt) gibt es es sehr guten Kaffee.

Infos zur Fahrt mit der Schafbergbahn

Preis: 39,60 Euro (Berg- & Talfahrt)
Saison: Eine Fahrt ist nur zwischen Mai und Oktober möglich. (Zusätzlich gibt es in der Adventszeit an manchen Tagen eine verkürzte Steckenführung bis zur Dorneralm.)
Adresse Talstation: Markt 35, 5360 St. Wolfgang

Schafberg Ausblick

Schafberg Fotospot

Auf einen Zaunerstollen nach Bad Ischl

Es soll ja Menschen geben, die den Zaunerstollen überbewertet finden. Wir zählen definitiv nicht dazu. Zur Erklärung: Der Zaunerstollen ist eine regionale Spezialität aus der Konditorei Zauner in Bad Ischl. Der Zaunerstollen besteht aus zerkleinerten Oblatten, die mit Nougat vermischt und anschließend mit Schokolade überzogen werden. Serviert wird der Stollen in Scheiben. Das Ganze schmeckt ausgezeichnet – wir lieben diese knusprige Nougat-Mischung.

Wenn man also nach Bad Ischl kommt, ist ein Besuch der Konditorei Zauner Pflicht, wie wir finden. Es gibt zwei Standorte, wobei sich das Stammhaus in der Pfarrgasse befindet. Wir machen es übrigens immer folgendermaßen: Zwei Schnitten genehmigen wir uns vor Ort. Und einen ganzen Zaunerstollen nehmen wir uns für zuhause mit. Der hat übrigens einen stolzen Preis: Die kleinste Version (145 gr) kostet 10 Euro.

Auch Bad Ischl selbst finden wir übrigens sehr hübsch: Der ehemalige kaiserliche Kurort ist ziemlich herausgeputzt. An vielen Straßenecken ist der einstige kaiserliche Charme noch ziemlich spürbar.

Adresse Konditorei Zauner: Pfarrgasse 7, 4820 Bad Ischl

Ausflug nach Hallstatt

Der Klassiker: ein Ausflug nach Hallstatt. Mittlerweile hat der einst idyllische Ort am Ufer des Hallstätter Sees eine touristische Entwicklung hingelegt, die als kritisch einzustufen ist. Das Zentrum Hallstatts ist regelrecht überschwemmt von Reisegruppen aus Asien. Kürzlich lief zu diesem Thema eine Doku im Fernsehen, die das ganze Ausmaß gezeigt hat: Die Gärten der Einheimischen werden beispielsweise von TouristInnen als Fotospots genutzt.

Hallstatt ist in der Tat unfassbar touristisch geworden. Geparkt werden muss vor dem Zentrum. Der kleine Ort hat in Anbetracht der vielen Reisebusse und Autos ein Platzproblem. Nichtsdestotrotz: Hallstatt ist ein Bilderbuch-Ort und wir verstehen jede und jeden, die/der Hallstatt einmal mit eigenen Augen sehen möchte. Wäre ja auch komisch, wenn nicht – schließlich sind wir dort ja auch nur zu Gast. Was wir sagen möchten: Sei dir dessen bewusst, dass sich Hallstatt ein bisschen wie ein Museum anfühlt.

Hallstatt Tipps

Grundlsee mit Toplitzsee & Kammersee

Der Grundlsee ist eigentlich eine eigene Reise wert, aber da er auch zum Salzkammergut gehört (dem steirischen wohlgemerkt) und wir schon einmal dort waren, möchten wir ihn nicht unerwähnt lassen. Die Region rund um den Grundlsee zählt unserer Meinung nach zu den schönsten in ganz Österreich. Phänomenal ist die 3-Seen-Tour, die dich quer über den Grundlsee und anschließend zu zwei wahren Schätzen im Salzkammergut bringt: dem Toplitz- und dem Kammersee.

Hier findest du unseren ausführlichen Blogartikel: Auszeit am Grundlsee

Grundlsee Schiff


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Warst du schon einmal im Salzkammergut oder vielleicht sogar am Traunsee? Wenn du noch mehr Tipps für den Traunsee hast oder auch Fragen zu einem Urlaub im Salzkammergut, dann hinterlass uns sehr gerne einen Kommentar!