Ciao Venezia, du romantischste aller Städte in Italien! Wir müssen zugeben: Venedig und wir – das war eher eine Liebe auf den zweiten Blick. Venedig ist nämlich nicht nur romantisch, sondern in der Hochsaison vor allem eins: voll! Und touristisch!

Aber wen wundert’s – Venedig muss man einfach gesehen haben. Das Flair der Lagunenstadt ist mit Worten kaum zu beschreiben. Wasser wohin man blickt, kunstvolle venezianische Fassaden, Postkartenmotive an jeder Ecke und dazu gigantische Sehenswürdigkeiten (allen voran natürlich der Markusdom). Venedig ist eine Wahnsinnsstadt!

Damit du deine Reise perfekt planen und vorbereiten kannst, haben wir einen ausführlichen Venedig-Reiseführer zusammengestellt mit all unseren Tipps für die besten Sehenswürdigkeiten. Dazu gibt’s natürlich wie immer ein paar tolle kulinarische Empfehlungen sowie unseren Hotel-Tipp.

1. Venedig-Tipps auf einen Blick: Erste Infos & FAQs

Spannende Fakten über Venedig im Überblick

  • Venedig ist eine Lagunenstadt und wurde auf mehr als 100 Inseln erbaut, die über rund 400 Brücken miteinander verbunden sind.
  • Durch Venedig fließen daher unzählige Kanäle – manche sind ganz schmal, manche wiederum (wie allen voran der berühmte Canal Grande) ziemlich breit.
  • Es gibt keine Autos in Venedig. Also wirklich gar keine, null! Venedig ist zwar über eine Brücke mit dem Festland verbunden, aber direkt danach heißt es: Bitte Auto parken. Man bewegt sich in Venedig ausschließlich zu Fuß bzw. mit dem Vaporetto (= Wasserbus) fort.
  • Das viele Wasser birgt große Gefahren: Acqua alta, also “hohes Wasser”, heißt das winterliche Naturereignis, welches Teile Venedigs regelmäßig überfluten lässt. Die Folgen des Klimawandels und des damit steigenden Meeresspiegels sind für Venedig jedenfalls verheerend. Die Wissenschaft geht davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Venedig versinken wird.

Ist Venedig überlaufen?

JA, Venedig ist ganz ohne Zweifel hoffnungslos überlaufen. Daran gibt es nichts zu rütteln. Kaum einer anderen Stadt in Europa hat der Massentourismus im vergangenen Jahrzehnt dermaßen zugesetzt wie Venedig.

Schuld daran waren nicht zuletzt die monströsen Kreuzfahrtriesen, die bis 2021 noch am Markusplatz anlegen durften. Tausende Menschen, die gleichzeitig in die historische Altstadt strömen und außerdem fast kein Geld ausgeben – also das genaue Gegenteil eines nachhaltigen Tourismus.

Die gute Nachricht: Die Pandemie hat dieser fragwürdigen Entwicklung einen Dämpfer verpasst. Obwohl Venedig nach wie vor unglaublich beliebt ist, haben wir die Stadt im Dezember 2021 angenehm ruhig erlebt.

Ein paar Tipps, um Venedig möglichst entspannt zu erleben:

  • Meide unbedingt die Hochsaison. Dazu zählen nicht nur die Sommermonate, sondern auch andere Feiertage wie Ostern. Auch im Karneval platzt Venedig aus allen Nähten. Wir empfehlen ganz klar die Nebensaison – insbesondere den Winter.
  • Verzichte außerdem auf das Wochenende. Unter der Woche ist in Venedig deutlich weniger los.
  • Um beliebte Sehenswürdigkeiten wie etwa den Markusplatz möglichst leer zu sehen, empfehlen wir dir außerdem, keinesfalls nur als Tagestourist*in nach Venedig zu reisen. In den frühen Morgenstunden, zum Sonnenaufgang, kannst du Venedig ganz ohne Menschenmassen genießen.

Wie viele Tage soll ich für Venedig einplanen?

Venedig ist vergleichsweise überschaubar – sowohl flächenmäßig als auch im Hinblick auf die Fülle an wichtigen Sehenswürdigkeiten. Es ist eher das spezielle Flair von Venedig, welches die Stadt so besonders macht.

Wer zwei Nächte bleibt, kann somit die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Venedig problemlos erkunden. Solltest du vielleicht auch das eine oder andere Museum von innen besichtigen oder einen Ausflug (z.B. nach Burano) machen wollen, empfehlen wir eher drei bis vier Nächte.

Venedig Tipps

2. Die Top-Sehenswürdigkeiten in Venedig

Markusplatz (Piazza San Marco)

Um den berühmtesten Platz in Venedig kommst du bei deinem Urlaub keinesfalls herum. Die Dimensionen des Markusplatzes sind gigantisch: Er ist 175 Meter lang und 82 Meter breit. Wie unglaublich weitläufig die Piazza San Marco ist, realisiert man erst, wenn man davor steht.

Die meisten der wichtigsten Bauwerke Venedigs sind am bzw. rund um den Markusplatz angesiedelt. Dazu zählen folgende Sehenswürdigkeiten:

  • Markusdom (= Basilica Di San Marco), der zentrale Dom Venedigs
  • Markusturm (= Campanile di San Marco), also der freistehende Glockenturm des Doms
  • Dogenpalast (= Palazzo Ducale)
  • Uhrturm (= Torre dell’Orologio)

Zum Wasser hin ist der Markusplatz übrigens offen. Vor allem die Morgenstunden hier sind einfach zauberhaft. Und so als Tipp: Zum Sonnenaufgang ist es auch möglich, den Markusplatz ohne Menschenmassen einzufangen.

Markusplatz Venedig

Markusdom (Basilica Di San Marco)

Das zentrale Bauwerk am Markusplatz und die zweifellos wichtigste Kirche Venedigs ist der Markusdom. Er ist von außen wie von innen ein wahres Meisterwerk der Architektur und versetzt augenblicklich in Staunen.

Ins Auge stechen zunächst einmal die fünf gewaltigen Kuppeln sowie die kunstvoll verzierte Fassade. Die Architektur wurde vom byzantinischen Baustil beeinflusst. Wir können jedenfalls schon einmal versprechen: Eine vergleichbare Kirche haben wir noch nie gesehen.

Du kannst den Markusdom natürlich auch innen besichtigen (was wir auch sehr empfehlen würden). Der Zutritt zum Kircheninnenraum ist kostenlos, für alle zusätzlichen Sehenswürdigkeiten im Dom wird allerdings ein extra Eintrittsgeld fällig.

Unser Tipp: Vor allem in der Hochsaison bildet sich vor dem Dom meist eine lange Warteschlange. Bei unserem Besuch im Dezember war davon zwar keine Rede, aber sei dennoch am besten früh dort oder alternativ am späteren Nachmittag. Achte außerdem auf angemessene Kleidung, d.h. bedeckte Schultern, keine Shorts oder zu kurze Röcke.

Sehenswürdigkeiten im Markusdom

  • Campanile: Der gewaltige, freistehende Glockenturm des Markusdoms. Weitere Infos dazu verraten wir dir im Kapitel zu den schönsten Aussichtspunkten in Venedig.
  • Museo di San Marco: Das Dommuseum, welches mehrere Kunstschätze des Doms zeigt. Über das Dommuseum gelangst du auch auf die Domterrasse.
  • Pala d’Oro: Das kostbare, aus Gold und Edelsteinen gefertigte Altarbild, welches wohl eher für Kunstkenner*innen von Interesse ist.
  • Tesoro di San Marco: Der Domschatz.

Wir haben uns (neben einem Besuch des Glockenturms) für den Besuch des Museo di San Marco, also des Dommuseums entschieden und zwar aus gutem Grund. Wir wollten unglaublich gerne den Blick von der Domterrasse auf den Markusplatz bzw. den Dogenpalast genießen. Bei deinem Rundgang erhältst du außerdem einen eindrucksvollen Blick aus der Vogelperspektive ins Kirchenschiff des Doms.

Öffnungszeiten & weitere Infos: Basilica di San Marco (offizielle Website)

Dogenpalast (Palazzo Ducale)

Direkt an den Markusdom angrenzend wartet schon die nächste Top-Sehenswürdigkeit Venedigs auf dich: der Dogenpalast. Dieses gewaltige, pastellfarbene Bauwerk ist ein Meisterwerk gotischer Baukunst und einfach eindrucksvoll anzusehen.

Der Dogenpalast war einst Sitz des Dogen (also des Staatsoberhaupts der Republik Venedig) und daher sozusagen das Machtzentrum Venedigs. Dementsprechend pompös ist das Bauwerk – von außen wie auch innen.

Wer genügend Zeit mitbringt, sollte daher auch die Räumlichkeiten des Dogenpalasts besichtigen. Bei einem Rundgang durch die gewaltigen Prunkräume tauchst du so richtig in die venezianische Geschichte ein.

Unser Tipp: Der Dogenpalast zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Venedig und zieht Besucher*innen daher magisch an. Zur Hochsaison empfehlen wir dir, dein Ticket vorab zu buchen.

Tickets, Öffnungszeiten & weitere Infos: Dogenpalast (offizielle Website)

Seufzerbrücke (Ponte dei Sospiri)

Eine auf den ersten Blick unscheinbare Sehenswürdigkeit wartet direkt neben dem Dogenpalast auf dich: die Seufzerbrücke. Diese elf Meter lange, überdachte Brücke aus Kalkstein verbindet den Dogenpalast mit dem ehemaligen Gefängnis (Prigioni Nuove) und überspannt damit den malerischen Kanal Rio di Palazzo.

Der ungewöhnliche Name der Brücke kommt nicht von ungefähr: Der Legende zufolge gaben die Gefangenen auf dem Weg ins Gefängnis noch ein letztes Seufzen mit Blick in die Lagune von Venedig von sich.

Den besten Blick auf die Seufzerbrücke hast du von der Ponte della Paglia. Der Fotospot ist kaum zu verfehlen, denn er befindet sich direkt am Wasser an der belebten Promenade.

Rialtobrücke (Ponte di Rialto) am Canal Grande

Wir präsentieren: Die berühmteste Brücke Venedigs und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die wunderschöne Rialtobrücke überspannt den Canal Grande – also den wichtigsten Kanal Venedigs, welcher sich in Form einer S-Kurve durch die Altstadt schlängelt.

Einmal über die Rialtobrücke zu spazieren gehört zum Pflichtprogramm bei einem Besuch von Venedig. Von oben wartet nämlich der ikonische Blick auf den Canal Grande auf dich.

Die Rialtobrücke ist stets gut besucht. In der Hochsaison herrscht auf der Brücke dichtes Gedränge, wodurch der besondere Charme leider ein wenig verloren geht. Wer die Rialtobrücke menschenleer einfangen möchte, kann in den frühen Morgenstunden sein Glück versuchen.

Rialtobrücke Sonnenuntergang

Ponte dell’Accademia

Hallo Venedig-Postkartenmotiv! Die Ponte dell’Accademia im Süden Venedigs ist zwar lange nicht so berühmt wie die Rialtobrücke, beschert dir dafür aber eines der berühmtesten Fotomotive in Venedig. Von der Ponte dell’Accademia genießt du nämlich einen fantastischen Blick auf den Canal Grande sowie die imposante Kirche Santa Maria della Salute im Hintergrund.

Da die Brücke auf dem Weg zu unserem Hotel lag, waren wir zu den unterschiedlichsten Uhrzeiten dort – besonders in den Morgen- und Abendstunden kann man hier tolle Fotos machen.

Die Brücke selbst ist mit ihrer markanten Konstruktion aus Holz und Stahl recht ungewöhnlich, zählt aber definitiv nicht zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten in Venedig. Das Highlight ist hier eindeutig der Ausblick.

Ponte dell Accademia

3. Weitere Sehenswürdigkeiten in Venedig für mehr Zeit

Gondelfahrt durch Venedig

Keine klassische Sehenswürdigkeit, aber doch eines der ganz großen Highlights ist für viele eine Gondelfahrt durch Venedig. Die singenden Gondolieri gehören zu Venedig wie der Eiffelturm zu Paris. Einmal in einer historischen Gondel durch die Kanäle Venedigs zu schippern, ist jedenfalls ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.

Das Problem an der Sache: Eine Gondelfahrt ist vergleichsweise teuer. Für eine private Gondelfahrt (für bis zu 6 Personen) musst du mit ungefähr 100 bis 140 Euro (pro Gondel, nicht pro Person) rechnen. Die Fahrt dauert ungefähr eine halbe Stunde. Zum Sonnenuntergang werden oft höhere Preise verlangt.

Günstiger ist es, sich mit anderen Menschen eine Gondel zu teilen. Darunter leidet dann aber in gewisser Weise auch ein bisschen der Charme. Du kannst die Gondelfahrt an quasi jeder Ecke in Venedig buchen.

Unser Fazit: Wir haben unsere private Gondelfahrt sehr genossen, würden aber nicht unbedingt behaupten, dass man Venedig nicht verlassen darf, ohne mit der Gondel gefahren zu sein.

Stadtviertel Dorsoduro

Venedig besteht aus sechs Stadtteilen. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich im Viertel San Marco. Wer aber etwas mehr Zeit mitbringt, dem empfehlen wir unbedingt auch, sich einmal etwas abseits der touristischen Pfade zu bewegen. Hier können wir den Stadtteil Dorsoduro sehr empfehlen.

Dorsoduro ist Venedigs Universitätsviertel. Dass Dorsoduro bei jungen Leuten beliebt ist, merkt man spätestens, wenn man sich zum Aperitivo auf den Campo Santa Margherita begibt. An diesem weitläufigen Platz sind unzählige Bars und Restaurants angesiedelt, die vor allem in den Abendstunden gut besucht sind.

Wer das authentische Venedig erleben möchte, ist in Dorsoduro jedenfalls richtig. Hier kannst du ganz gemütlich entlang der Kanäle spazieren und in aller Ruhe das venezianische Flair genießen. Noch ein paar konkrete Tipps für Dorsoduro:

  • Zum Aperitivo in die Osteria Al Squero: Hier gibt es venezianische Tapas (“Cicchetti”) mit Blick auf den Kanal und eine alte Gondelwerft.
  • Süßes aus der Bäckerei Dal Nono Colussi genießen: In dieser winzigen, authentischen “Pasticceria” werden seit über 60 Jahren venezianische Spezialitäten gebacken.
  • Den Ausblick von der Ponte dell’Accademia bestaunen: Diese Brücke überspannt den Canal Grande und verbindet Dorsoduro mit dem Viertel San Marco.

Libreria Acqua Alta

“The most beautiful book shop in the world” ist auf dem Schild vor dem Eingang zu lesen. Nicht gerade bescheiden, aber fest steht: Diese Buchhandlung ist definitiv eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten in Venedig.

Der Charme ist sehr eigen und originell: Bis in den letzten Winkel vollgestopft, eine alte Gondel als Bücherregal, mehrere Katzen und nicht zu vergessen natürlich die kleine Buch-Terrasse an der Hinterseite des Ladens, die sich zu einem der begehrtesten Instagram-Fotospots Venedigs gemausert hat.

Ein Geheimtipp ist die Libreria Acqua Alta jedenfalls nicht mehr. Selbst im Dezember war hier doch mehr los als gedacht. Wir persönlich finden den Hype um diesen Buchladen ein klein wenig übertrieben, aber wer genügend Zeit mitbringt, sollte auf jeden Fall vorbeischauen.

Kirche Santa Maria della Salute

Die barocke Kirche Santa Maria della Salute prägt das Stadtbild Venedigs. Sie ist nicht nur eine der wichtigsten Kirchen, sondern definitiv auch eine der fotogensten Sehenswürdigkeiten Venedigs.

Von vielen Punkten der Stadt ist die Kirche gut zu sehen, u.a. von der Ponte dell’Accademia, vom Markusplatz oder aber natürlich von der Spitze des Markusturms. Wenn du genügend Zeit mitbringst, dann empfehlen wir auch, die Kirche aus der Nähe zu besichtigen.

Die Kirche befindet sich im Stadtviertel Dorsoduro, direkt am Wasser – genauer gesagt an der Einfahrt zum Kanal Grande. Sie kann kostenlos besichtigt werden, allerdings ist der Kircheninnenraum dann doch deutlich weniger prunkvoll als der Markusdom.

Santa Maria della Salute

4. Venedig von oben: Traumhafte Aussichtspunkte

Rooftop-Terrasse des Einkaufszentrums T Fondaco dei Tedeschi

Ein kleiner Geheimtipp unter den schönsten Aussichtspunkten Venedigs ist die Dachterrasse des beliebten Einkaufszentrums T Fondaco dei Tedeschi. Direkt oberhalb der Rialtobrücke gelegen, beschert sie dir einen fantastischen 360-Grad-Blick über Venedig.

Das Tolle daran: Der Zugang ist komplett kostenlos, lediglich eine Reservierung für den gewünschten Timeslot ist notwendig. Wir haben uns für einen Besuch kurz vor Sonnenuntergang entschieden und können das nur wärmstens empfehlen.

Reservierung & weitere Infos: Rooftop Terrace T Fondaco dei Tedeschi (offizielle Website)

Fondaco dei Tedeschi

Campanile di San Marco (Markusturm)

Der freistehende Glockenturm des Markusdom ist das höchste Gebäude Venedigs. An der Spitze des knapp 100 Meter hohen Markusturms befindet sich der wohl berühmteste und mit Sicherheit auch spektakulärste Aussichtspunkt der Stadt.

Die Aussichtsplattform beschert dir einen schwindelerregenden Blick hinab Richtung Markusplatz – was für eine Perspektive, wow! Du blickst von hier oben in alle Himmelsrichtungen.

Ein Pluspunkt: Das Sicherheitsnetz ist angenehm großmaschig, sodass man ganz ohne Probleme durchfotografieren kann. Anders als in vergleichbaren Türmen erreichst du die Aussichtsplattform übrigens ganz bequem per Aufzug.

Tickets: Vor Ort erhältlich
Öffnungszeiten & weitere Infos: Basilica di San Marco (offizielle Website)

Venedig bester Ausblick

Wendeltreppe des Palazzo Contarini del Bovolo

Weniger spektakulär, aber ebenfalls sehenswert ist der Aussichtspunkt in der obersten Etage des Palazzo Contarini del Bovolo. Dieser gotische, versteckt gelegene Palast ist mit seiner markanten Fassade ein ziemlicher Blickfang.

Von außen kannst du kostenlos einen Blick auf den Palast werfen. Wer die ikonische, steinerne Wendeltreppe in die Höhe steigen möchte, muss ein Eintrittsticket erwerben. Oben angekommen wartet ein herrlicher Blick über die Dächerlandschaft Venedigs auf dich.

Einziger Wermutstropfen: Den Eintrittspreis von 7 Euro pro Person finden wir persönlich für das Gebotene dann doch etwas zu hoch. (Im Eintrittspreis ist auch eine kleine, aber nicht weiter erwähnenswerte Kunstausstellung inkludiert. Das Highlight ist eindeutig die Treppe samt Ausblick.) Nichtsdestotrotz hat es uns sehr gut gefallen.

Öffnungszeiten & weitere Infos: Palazzo Contarini del Bovolo (offizielle Website)

5. Essen & Trinken: Kulinarische Tipps für Venedig

Die schlechte Nachricht zuerst: Das kulinarische Angebot in Venedig ist leider sehr, sehr touristisch. Das merkt man spätestens, wenn man am Markusplatz steht und Lust auf einen Kaffee bekommt. 6,50 Euro (!) für einen Espresso – ohne uns! Man muss definitiv ein bisschen suchen, um in Venedig tolle Lokale zu finden.

Bevor wir dich mit ein paar kulinarische Empfehlungen versorgen, verraten wir kurz ein paar wichtige Hinweise für deine Venedig-Reise:

  • Wenn du in Venedig in einem Restaurant am Tisch Platz nimmst und dort bedient wirst, wird ein sogenanntes “Coperto”, also Gedeck verrechnet. Oft sind es nur 1 oder 2 Euro pro Person, manchmal werden hier aber definitiv auch überzogene Preise verlangt. Zum Coperto kommt nicht selten noch eine Servicegebühr hinzu.
  • Wie auch im restlichen Italien, ist den Einheimischen der Aperitivo heilig. Man trifft sich am frühen Abend vor dem Abendessen in den Weinbars (“Bàcari”) der Stadt und läutet den Feierabend ein. Zum Getränk genehmigt man sich sogenannte Cicchetti, das sind kleine Häppchen, ähnlichen den Tapas in Spanien.
  • Wir empfehlen abends unbedingt eine Reservierung – insbesondere in der Hochsaison.

Empfehlungen für Restaurants & Cafés in Venedig

Farini: Perfekt für eine sehr gute Pizza-to-go! Diese Bäckerei-Kette besitzt gleich mehrere Standorte in Venedig – u.a. nahe der Rialtobrücke auf dem Weg zum Markusplatz. Auch für einen schnellen Kaffee können wir das Farini empfehlen. Das Pistazien-Croissant ist köstlich!

La Tecia Vegana: Dieser Tipp geht insbesondere an all jene raus, die sich vegan ernähren. In diesem (sehr) abseits gelegenen Restaurant wird nämlich wirklich gute italienische Küche serviert – und zwar ausschließlich bio und vegan. Wer also schon genug von Pizza und Pasta hat, ist hier richtig. Unbedingt reservieren, damit du den Fußweg zum Lokal nicht umsonst antrittst!

Osteria Al Squero: Ein kleiner Geheimtipp im Stadtteil Dorsoduro ist diese authentische Osteria. Sie serviert sogenannte Cicchetti, das sind kleine Häppchen (meist unterschiedlich belegte Brötchen). Dazu lässt man sich am besten einen Aperol Spritz schmecken. Die Osteria liegt direkt an einem Kanal, sodass du die Häppchen draußen mit Blick aufs Wasser genießen kannst.

Dal Nono Colussi: In dieser winzigen “Pasticceria” werden seit über 60 Jahren süße Köstlichkeiten nach Familienrezepten gebacken. Du kannst hier unter anderem “fugassa veneziana” kaufen – eine Spezialität Venedigs, die an Panettone erinnert. Nur so als Tipp, falls du auf der Suche nach einem besonderen kulinarischen Mitbringsel bist.

Restaurants am Campo Santa Margherita: An diesem weitläufigen Platz im Stadtviertel Dorsoduro sind viele Bars und Lokale abseits der üblichen touristischen Pfade zu finden. Wir waren im Restaurant Bakarò und fanden es (trotz geringer vegetarischer Auswahl) überraschend gut.

Bestes Eis in Venedig: Wie im restlichen Italien gibt es auch in Venedig unzählige ausgezeichnete Eissalons. Zu den beliebtesten zählen Gelato di Natura sowie Gelatoteca Suso.

6. Praktische Tipps zu Anreise & Transport

Anreise: Wie komme ich nach Venedig?

Mit dem Auto

Venedig liegt im Norden Italiens, genauer gesagt an der Ostküste in der Region Venezien. Wer aus Österreich oder dem Süden Deutschlands anreist, der kommt oft mit dem Auto. Von Wien oder München bist du ungefähr sechs Stunden unterwegs.

Auf italienischen Autobahnen herrscht Mautpflicht. Die Gebühr dafür bezahlst du ganz bequem am Schalter: Du ziehst beim Auffahren ein Ticket und zahlst den Betrag beim Abfahren in Bar oder mit Kreditkarte.

Venedig ist eine Lagunenstadt und über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Allerdings: Spätestens danach musst du dein Auto parken und auf ein sogenanntes Vaporetto (Wasserbus) umsteigen! Venedig ist eine autofreie Stadt. Es ist absolut unmöglich, mit dem Auto zuzufahren. (Selbst die Post verkehrt hier auf dem Wasserweg.)

Es gibt mehrere Parkgaragen, die in Frage kommen. Wir selbst haben uns für das recht moderne Parkhaus Tronchetto entschieden und können absolut nichts Negatives berichten. Nur einige Minuten zu Fuß vom Parkhaus entfernt kannst du ins Vaporetto umsteigen und damit direkt in die Altstadt fahren. Der Preis liegt bei 22 Euro für einen Tag (24 Stunden).

Mit dem Flugzeug

Auch mit dem Flugzeug kommst du nach Venedig. Es gibt zwei Flughäfen: Den zentralen Flughafen Venezia-Tessera (“Marco Polo”) sowie den rund 25 Kilometer nördlich von Venedig gelegenen Flughafen Treviso, der primär von Billigfluglinien angesteuert wird.

Vom Flughafen Marco Polo gelangst du mit dem Bus zur Piazzale Roma, jenem Busbahnhof vor den Toren der Altstadt Venedigs. Von dort geht es dann entweder zu Fuß oder mit dem Vaporetto weiter zum Hotel.

Dein Busticket kannst du hier vorab reservieren: Expressbus vom Flughafen Venedig in die Stadt

Mit der Bahn

Last but not least gibt es von manchen Städten auch gute Zugverbindungen nach Venedig. Zwischen Wien und Venedig verkehrt beispielsweise der Nachtzug, der etwa 9 Stunden unterwegs ist.

Der Bahnhof (Venedig Santa Lucia) befindet sich relativ zentrumsnah. Je nachdem wo dein Hotel liegt, kannst du vom Bahnhof entweder zu Fuß gehen oder aber das Vaporetto nutzen.

Transport vor Ort: In Venedig von A nach B kommen

Zu Fuß

Wer sich gerne bewegt, wird Venedig lieben. Denn eines können wir schon einmal versprechen: Du wirst in Venedig viele Kilometer zu Fuß zurücklegen. Das wichtigste Fortbewegungsmittel in Venedig sind ganz klar die eigenen Beine.

Aber keine Sorge: Venedig ist nicht allzu weitläufig. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich im Viertel San Marco und liegen jeweils nur einen Katzensprung voneinander entfernt. Nichtsdestotrotz sollten bequeme Schuhe unbedingt mit ins Gepäck – deine Füße werden es dir danken.

Vaporetto

Für etwas weitere Distanzen kannst du das Vaporetto nutzen, den Wasserbus. Die Vaporetti sind sozusagen das öffentliche Verkehrsnetz in Venedig. Es verkehren mehrere Linien in regelmäßigen Abständen. Mit dem Vaporetto erreichst du beispielsweise die Parkgaragen am Stadtrand oder auch die benachbarten Inseln Murano und Burano.

Vaporetto-Tickets sind vergleichsweise teuer. Eine Einzelfahrt kostet stolze 7,50 Euro. Es gibt auch Tagestickets (20 Euro) oder Mehrtagestickets. Du kannst dein Ticket an den Automaten oder auch an Bord kaufen.

Unser Tipp: Mittlerweile kannst du den besten Weg von A nach B ganz bequem über die Google-Maps-App recherchieren. Auch Vaporetto-Verbindungen werden dir angezeigt – sehr praktisch! Übrigens: Vaporetti sind nicht mit den (touristischen) Gondeln zu verwechseln, welche in erster Linie für Panoramarundfahrten vorgesehen sind.

Hier findest du den Netzplan: Vaporetto Venedig (offizielle Website)

7. Tipp: Ausflug nach Burano

So toll Venedig auch ist – wenn es deine Zeit zulässt, dann empfehlen wir dir unbedingt auch einen Ausflug in eine der weiteren Lagunenstädte rund um Venedig zu machen. Neben Murano (Heimat der weltberühmten Glaskunst) zieht vor allem die Insel Burano mit ihren bunten Hausfassaden Besucher*innen aus aller Welt magisch an.

Burano ist winzig: Binnen einer Stunde bist du die Insel locker abgegangen. (Oder besser gesagt Inseln – denn Burano besteht genau genommen aus vier Inseln, die über Brücken miteinander verbunden sind.)

Wie dem auch sei: Nennenswerte Sehenswürdigkeiten gibt es keine (vom schiefen Kirchturm einmal abgesehen). Im Vordergrund steht definitiv der ganz besondere Charme der Lagunenstadt. Die bunten, dicht gedrängten Häuser strahlen um die Wette. Du darfst dich jedenfalls auf Fotomotive in Hülle und Fülle freuen.

Noch mehr Tipps verraten wir dir im ausführlichen Blogartikel: Ausflug nach Burano (bald verfügbar)

Burano bunte Häuser

8. Unser Hoteltipp für Venedig

Suchst du noch nach einem außergewöhnlichen Hotel für deinen Venedig-Urlaub? Dann haben wir einen ganz besonderen Tipp für dich: Il Palazzo Experimental.

Der Art-Déco-Stil zieht sich wie ein roter Faden durchs ganze Haus. Wer auf Designhotels dieser Art steht, wird es hier lieben. Dieses Hotel bleibt definitiv in Erinnerung.

Wenn es dein Budget zulässt, dann empfehlen wir dir unbedingt ein Zimmer mit Blick auf den Kanal zu buchen. Es gibt einfach keine bessere Möglichkeit, in den Tag zu starten als mit einem Kaffee (Kaffeemaschine am Zimmer!) das Treiben am Wasser zu beobachten.

Apropos Wasser: Das Hotel liegt direkt am Wasser, genauer gesagt an der Promenade im Stadtteil Dorsoduro. Anders als im touristischen Viertel San Marco ist Dorsoduro etwas gemütlicher und “einheimischer”. Uns hat’s sehr gut gefallen.

Zum Markusplatz (also jenem Viertel Venedigs, in dem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen) geht man ungefähr 20 Minuten zu Fuß. Das ist natürlich kein Katzensprung, aber es gibt in Venedig ja ohnehin so viel zu entdecken, dass uns der Fußweg überhaupt nicht gestört hat. Noch ein Pluspunkt: Nur 150 Meter vom Hotel entfernt befindet sich die Vaporetto-Station San Basilio.

Unser Fazit: Ein absolutes Wohlfühl-Hotel! Das Design ist etwas Besonderes, die Lage super, der weite Blick aufs Wasser fantastisch. Einziger Wermutstropfen ist das doch eher gehobene Preisniveau. In der Nebensaison erwischt man aber immer mal wieder einen guten Deal. Wir würden uns sofort wieder für dieses Hotel entscheiden!

Hier kannst du das Hotel buchen: Il Palazzo Experimental

Il Palazzo Experimentale

9. Karte: Alle Sehenswürdigkeiten & Tipps für Venedig im Überblick

Zur besseren Orientierung findest du in dieser Karte alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und Highlights in Venedig auf einen Blick.

Wie du die Karte optimal nutzt? Unser Tipp: Wenn du auf das Rechteck oben rechts klickst, kannst du die Karte in der Google-Maps-App auf deinem Smartphone öffnen. So kannst du dich vor Ort in Venedig bequem von A nach B navigieren.


Transparenz: Affiliate Links

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Wir sind neugierig: Warst du bereits in Venedig? Zählst du zu den Fans oder wirst du mit der Stadt nicht so recht warm? Welche weiteren Sehenswürdigkeiten kannst du empfehlen? Wir freuen uns sehr auf deine zusätzlichen Tipps in den Kommentaren.