Wenn man uns fragt: Das kleine Slowenien ist eines der am meisten unterschätzten Reiseziele überhaupt. Slowenien ist unfassbar vielseitig: Tropfsteinhöhlen, ein türkisblauer Fluss wie aus dem Bilderbuch, herrliche Wasserfälle, spektakuläre Berge und eine hippe Hauptstadt, die sich sehen lassen kann. Nicht zu vergessen natürlich die kleine aber feine Küstenregion mit dem pittoresken Städtchen Piran.

Wir haben familiär bedingt einen ganz besonderen Bezug zu unserem Nachbarland. Kathi reist schon seit Kindheitstagen regelmäßig nach Slowenien. Mittlerweile haben wir aufgehört mitzuzählen, wie oft wir bereits in Slowenien waren.

Unsere Reiseroute führt dich in einer Woche zu den Highlights von Slowenien, ist aber mit vielen Geheimtipps und Routen-Optionen gespickt. Du kannst die Route daher auch problemlos auf zwei Wochen verlängern.

1. Reiseroute Slowenien: Die schönsten Stopps & unsere Tipps

Vorab noch zwei kleine Anmerkungen: Unsere Route ist derart beschrieben, dass du via Österreich (Karawankentunnel) nach Slowenien reist. Allerdings ist es auch problemlos möglich, zunächst nach Ljubljana zu reisen (z.B. mit dem Flugzeug) und den Slowenien-Roadtrip von dort zu starten.

Auch die Richtung der Reiseroute ist absolut variabel. Bei uns war das Wetter ausschlaggebend dafür, dass Bled der erste Stopp auf unserem Roadtrip war. Es spricht überhaupt nichts dagegen, in die entgegengesetzte Richtung zu reisen.

Bled

Los geht’s am berühmtesten See in Slowenien, dem Bleder See. Die winzige Insel inmitten des Sees mit der markanten Kirche ist eines der berühmtesten Fotomotive des Landes.

Im Sommer lädt der See zum Baden ein, aber das ist bei Weitem nicht alles, was es zu entdecken gibt: So kannst du beispielsweise eine kurze Wanderung zu einem der Aussichtspunkte unternehmen oder die wunderschöne Vintgar-Klamm besuchen. Nicht verpassen darfst du außerdem die süße Spezialität Bleds, die Bleder Cremeschnitte.

Von Bled ist es nur ein Katzensprung bis zu einem weiteren Alpensee, dem Wocheiner See. Dieser ist ursprünglicher und weniger touristisch als Bled und daher unbedingt einen Zwischenstopp wert. Im Sommer kannst du von dieser Region aus auch herrliche Bergwanderungen in den Triglav Nationalpark unternehmen.

Unser ausführlicher Blogartikel: Bled Tipps
Unser Hotel-Tipp für Bled: Vila Mila

Bled Aussicht Tipps

Ljubljana

Die Hauptstadt darf natürlich bei einem Roadtrip durch Slowenien nicht fehlen. Ljubljana ist ein überschaubares Städtchen mit viel Flair. Dank der Burg und den engen, gepflasterten Gassen erinnert uns Ljubljana ein wenig an ein „Salzburg des Ostens“ – wenngleich Ljubljana natürlich lange nicht so herausgeputzt ist.

Nicht verpassen solltest du einen Spaziergang hinauf zur Burg. Von dort hast du einen tollen Ausblick auf die Stadt. Was uns an Ljubljana außerdem sehr gut gefallen hat, sind die vielen hippen Cafés, die teilweise direkt am Fluss („Ljubljanica“) angesiedelt sind.

Unser ausführlicher Blogartikel: Ljubljana Tipps
Unsere Unterkunft in Lubljana: Tobačna White

Anreise: Von Bled nach Ljubljana

Auf dem Weg von Bled nach Ljubljana solltest du unbedingt einen Abstecher in der kleinen Stadt Škofja Loka einlegen. Das malerische Škofja Loka (siehe Foto Nr. 2 und 3) liegt am Zusammenfluss zweier Flüsse und ist die besterhaltene mittelalterliche Stadt Sloweniens.

Auf direktem Weg erreichst du Ljubljana von Bled aus in etwa 45 Minuten. Mit kurzem Umweg über Škofja Loka beträgt die Fahrzeit etwa 1 Stunde und 10 Minuten.

Tipp abseits ausgetretener Pfade: Ungefähr 20 Kilometer von Škofja Loka entfernt liegt ein kleines Homestay mitten in der Natur namens Tesnak. Es wird von weit entfernten Bekannten geführt. Wir waren zwar selbst noch nicht dort, doch es scheint wirklich toll dort zu sein.

Cacao Ljubljana

Postojna Höhlen

Von Ljubljana geht der Roadtrip weiter zu den berühmtesten Höhlen Sloweniens, den Höhlen von Postojna. Sie sind nicht nur eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes, sondern auch die zweitgrößten touristisch erschlossenen Höhlen der Welt. Die Höhlen sind schlichtweg beeindruckend, wenngleich der Andrang enorm ist.

Ein weiteres Highlight befindet sich nur wenige Kilometer von Postojna entfernt. Die mittelalterliche Höhlenburg Predjama ist in einen Felsen gebaut und eines der bekanntesten Fotomotive Sloweniens.

Unser ausführlicher Blogartikel: Die Höhlen von Postojna
Unser Unterkunfts-Tipp für Postojna: Smrekarjeva Domačija

Anreise: Von Ljubljana nach Postojna

Auf dieser Etappe des Roadtrips bist du gerade einmal 45 Minuten unterwegs. Du kannst daher theoretisch in der Früh aus Ljubljana losfahren, die Höhlen besichtigen und anschließend weiterfahren. Wir hingegen wollten es gemütlicher angehen und haben uns daher für eine Übernachtung in Postojna entschieden.

Postojna Slowenien

Piran

Klein, aber fein: Die Küste Sloweniens ist gerade einmal 46 Kilometer lang. Macht aber nichts, denn dafür findest du hier eines der schönsten Städtchen an der Adria. Piran ist ein wahres Juwel und sollte bei einem Roadtrip durch Slowenien unbedingt auf deiner Reiseroute liegen.

Piran ist sehr klein: In wenigen Stunden hast du die gesamte Stadt erkundet. Trotzdem empfehlen wir dir, mindestens eine Nacht zu bleiben und das Flair in Ruhe zu genießen. Wir haben uns auf Anhieb in die pastellfarbenen, venezianischen Häuserfassaden verliebt.

Unser ausführlicher Blogartikel: Piran Tipps
Unser Hotel-Tipp für Piran: Memento B&B

Anreise: Von Postojna nach Piran

Von den Postojna-Höhlen bist du auf direktem Weg ungefähr eine Stunde bis Piran unterwegs. (Infos zur doch recht komplizierten Parksituation in Piran findest du in unserem Piran-Blogartikel.)

Unser Tipp: Falls dir die Postojna-Höhlen zu touristisch sind, dann gäbe es auf dem Weg noch eine Alternative. Die Höhlen von Škocjan sind zwar etwas weniger bekannt, aber nicht weniger beeindruckend. Wir haben diese Tropfsteinhöhle bereits vor Jahren besucht und waren sehr angetan.

Stadtmauer Piran Aussicht

Soča-Tal (Bovec)

Das Beste kommt zum Schluss: Das malerisch schöne Soča-Tal ist mit Sicherheit eines der Highlights auf der Reiseroute durch Slowenien. Entlang der türkisblauen Soča findest du herrliche Wasserfälle, Klammen, Schluchten und Hängebrücken. Von kurzen Spaziergängen bis zu längeren Touren (beispielsweise in den Triglav Nationalpark) ist alles drin.

Im Sommer wird in der Soča außerdem gerne gebadet: Das erfrischende Flusswasser ist eine willkommene Abkühlung an heißen Tagen. Im Soča-Tal warten unzählige lohnenswerte Zwischenstopps auf dich. Nähere Infos und Tipps findest du in unserem ausführlichen Artikel.

Unser ausführlicher Blogartikel: Highlights im Soča-Tal
Unsere Unterkunft im Soča-Tal: Hotel Sanje ob Soči

Anreise: Von Piran ins Soča-Tal

Wir selbst haben uns bei unserer letzten Reise für die Route übers Vipava-Tal entschieden. Dieses Tal ist wirklich malerisch und bietet sich auch perfekt für einen Zwischenstopp an. Nach ungefähr 1 Stunde und 20 Minuten erreichst du die Grenzstadt Nova Gorica (bzw. auf der italienischen Seite „Gorizia“). Ab hier startet sozusagen das Soča-Tal.

Eine andere Routen-Variante führt dich durch Italien (Triest), ehe du auch hier Nova Gorica erreichst. Auch hier bist du ungefähr 1 Stunde und 20 Minuten unterwegs.

So oder so: Falls du vor deiner Zeit im Soča-Tal noch einen Zwischenstopp einlegen möchtest, haben wir einen Geheimtipp für dich. Nahe Nova Gorica liegt in Slowenien die wunderschöne Weinregion namens Goriška Brda – man könnte auch slowenische Toskana sagen. Wir selbst haben vor einigen Jahren im malerischen Ort Medana ein paar Tage verbracht (Unterkunfts-Tipp: Belica Bed and Breakfast). Was für ein Juwel!

Weiterreise: Vom Soča-Tal Richtung Norden (Österreich)

Unbedingt empfehlenswert ist die Route über den Vršičpass, Sloweniens höchsten Pass. Auf der anderen Seite des Passes landest du schließlich in Kranjska Gora am wunderschönen Jasna-See. Von dort bist du in wenigen Kilometern wieder in Österreich.

Wenn du deinen Mietwagen innerhalb Sloweniens zurückgeben musst (z.B. in Ljubljana), dann führt dich deine Reiseroute stattdessen wieder Richtung Bled. Von Kranjska Gora erreichst du Bled in gerade einmal einer halben Stunde.

Velika korita

2. Karte: Slowenien-Route im Überblick

3. Tipps für einen Roadtrip durch Slowenien: Autofahren, Vignette & Co.

Mietwagen buchen

Wenn du nicht mit dem eigenen Auto anreisen kannst/möchtest, so ist das kein Problem. Vermutlich wirst du in diesem Fall in der Hauptstadt Ljubljana starten.

Wir buchen unseren Mietwagen immer über Sunny Cars. Sunny Cars agiert als Vermittler, d.h. Sunny Cars gibt dir einen Überblick über die günstigsten Mietwagen-Angebote. Der große Vorteil von Sunny Cars: Du bist Vollkasko versichert und im Schadensfall wird dir außerdem der Selbstbehalt erstattet. Preislich ist ein Mietwagen relativ günstig: In der Hochsaison solltest du für eine Woche mit ungefähr 250 Euro rechnen (exklusive Benzin natürlich).

Vignette in Slowenien

Sloweniens Autobahnen sind mautpflichtig. Die günstigste Variante ist die 7-Tages-Vignette. Diese kostet derzeit (Stand April 2019) 15 Euro. Solltest du länger als eine Woche in Slowenien bleiben, so ist eine Monatsvignette notwendig (30 Euro). Die Vignette kaufst du ganz einfach vor dem Grenzübertritt an einer der Tankstellen oder Verkaufsstellen.

Nicht inkludiert ist die Fahrt durch den Karawankentunnel (Preis: 7 Euro). Durch diesen Grenztunnel fährst du üblicherweise, wenn du beispielsweise von Wien nach Bled reisen möchtest.

Preisniveau in Slowenien

In der Gesamtheit betrachtet ist Slowenien ein eher günstiges Land. In touristischen Regionen jedoch (und durch diese führt unsere Reiseroute) sind die Preise fast schon mit jenen in Österreich oder Deutschland zu vergleichen. Überrascht waren wir von den hohen Eintritten bei Sehenswürdigkeiten.

Ein paar Preis-Beispiele zur besseren Orientierung:

  • Eintritt zur Burg von Bled: 11 Euro
  • Eintritt zu den Höhlen von Postojna in der Hauptsaison: 27,90 Euro
  • Restaurantbesuch in einem guten Restaurant in Bled für zwei: 50 Euro
  • Benzin-Preis: derzeit 1,25 Euro (tendenziell höher als in Österreich – am besten vorab checken und eventuell vor der Grenze tanken)
  • Kleines regionales Bier (Laško) in einem eher günstigen Restaurant: 2,30 Euro
  • 1 Glas Hauswein in einem eher günstigen Restaurant: 1,50 Euro
  • 1 Stück Original Cremeschnitte im Hotel Park in Bled: 4,70 Euro

Die beste Reisezeit für einen Roadtrip durch Slowenien

Wir empfehlen am liebsten den Frühling oder Herbst für eine Reise nach Slowenien. Dann ist nämlich weitaus weniger los als in der Hochsaison (Juli, August). Wir waren im April unterwegs (also in der Nebensaison) und konnten all unsere Unterkünfte sehr spontan buchen. Auch bei den Sehenswürdigkeiten hielt sich der Andrang in Grenzen.

Falls du im Gebirge wandern möchtest oder schwimmen gehen möchtest (sei es nun Meer oder in der Soča), dann ist der Sommer definitiv geeigneter. Du musst dich allerdings darauf einstellen, dass manche Orte in den Sommermonaten durchaus überlaufen sein können. Das betrifft beispielsweise Bled. Im Sommer empfehlen wir also durchaus, die Buchungslage im Blick zu behalten und deine Wunsch-Unterkünfte eventuell schon rechtzeitig zu buchen.

Reiseroute Slowenien


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Hast du schon einmal einen Roadtrip durch Slowenien gemacht? Wie verlief deine Reiseroute? Wenn du noch mehr Tipps oder auch Fragen hast, dann hinterlass uns sehr gerne einen Kommentar!