Wien – seit über 30 Jahren unsere Heimatstadt und gleichzeitig unsere Lieblingsstadt. Kein Wunder also, dass wir dir eine Städtereise nach Wien nur wärmstens ans Herz legen. Falls du mit dem Gedanken spielst: Tu es! Wien ist einfach wundervoll.

Suchst du nach den besten Tipps für deine Städtereise? Auf unserem Reiseblog bist du richtig. In diesem Artikel verraten wir dir alles Wissenswerte für die Vorbereitung und Planung deiner Reise.

Egal, wie viel wir herumkommen: Keine Stadt auf dieser Welt ist in unseren Augen lebenswerter und schöner als Wien. Und wenn man den vielen Rankings Glauben schenken mag, dann wird das auch mehrfach von unabhängigeren Quellen bestätigt. Unglaubliche 9 Mal in Folge wurde Wien schon zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt. Um ehrlich zu sein: Da sind wir schon ein kleines bisschen stolz auf unser verstaubtes und doch so wunderbar hippes Wien.

1. Städtereise Wien: Das Flair der Stadt & was dich erwartet

Wien ist kaiserlicher, nostalgischer Charme in Perfektion. Versprochen: Wenn du etwa durch die Gassen im historischen Zentrum spazierst und schönen Gebäuden etwas abgewinnen kannst, wirst du dich augenblicklich in Wien verlieben. Wien ist voller imperialer Highlights und ein Bauwerk ist schöner als das andere.

Wien ist aber auch ein kleines Hipster-Paradies. In diesem Punkt ist Wien ein bisschen wie Berlin in den Kinderschuhen. Wien versucht, an Berlin heranzukommen – aber so ganz mag das nicht gelingen. Nichtsdestotrotz: Wien ist voller Szenelokale und hippen Märkten.

Genau diesen Gegensatz lieben wir so sehr an „unserem“ Wien. An einem Tag in der noblen Staatsoper ein Ballett besuchen – tags darauf vor der Graffiti-Mauer am Donaukanal mit den Zehen im Sand aufs Leben anstoßen.

Die WienerInnen haben übrigens den schwärzesten Humor, den es gibt. Und: Du musst immer damit rechnen, auf den Arm genommen zu werden („verorschen“ nennt man das eigentlich bei uns). WienerInnen können kaum ein Gespräch führen, ohne eine sarkastische Bemerkung abzugeben.

Die beste Reisezeit für Wien

Frühling & Sommer: Die perfekte Reisezeit

Am charmantesten ist Wien eindeutig im Frühling und Sommer: Die Schanigärten (= Gastgärten) haben geöffnet, es gibt unzählige Open-Air-Events und ganz generell sind auch die WienerInnen in den warmen Monaten einfach besser gelaunt.

Im Hochsommer (Juli und August) kann es in Wien mitunter sehr heiß werden. Nicht selten klettert das Thermometer mehrere Tage in Folge untertags auf 30 Grad Celsius. Dafür wartet in diesen Monaten ein besonderes Event auf dich: Auf dem Rathausplatz läuft das berühmte Filmfestival. Bei freiem Eintritt kannst du hier täglich Musikfilme auf einer riesigen Leinwand ansehen und dir dabei von den Food Trucks etwas zu essen holen.

Heiße Sommertage verbringen wir in Wien am liebsten an der Alten Donau. Dort kannst du dir z.B. ein Tretboot ausborgen, ins Wasser springen oder einfach in einem der Lokale am Wasser den Sonnenuntergang genießen.

Herbst: Die kühlere Alternative

In der ersten Herbsthälfte (September und Anfang Oktober) zeigen sich die Wiener Parks von ihrer wunderschönen, farbintensiven Seite. In der Regel ist das Wetter bis etwa Mitte Oktober noch stabil und eher niederschlagsarm.

Der November ist allerdings einer jener Reisemonate, die wir persönlich vermeiden würden: Oft ist das Wetter in Wien tagelang grau in grau und nur wenig einladend.

Winter: Weihnachten & Silvester in Wien

In der Vorweihnachtszeit erlebt der Tourismus in Wien einen seiner Höhepunkte im Jahresverlauf. Uns wundert’s nicht, denn mit den vielen Christkindl-Märkten ist Wien in der Adventszeit ein reizvolles Ziel für eine Städtereise. Du musst dich allerdings auf eher ungemütliches Wetter einstellen.

Den Januar und Februar wiederum können wir für eine Städtereise nach Wien eher nicht empfehlen. Hier tut sich in der Stadt nicht viel und außerdem ist es oft eisig kalt.

Wien Tipps Ausblick

Wie viel Zeit soll ich für Wien einplanen?

Gute Nachricht für die Eiligen: Die wichtigsten Highlights von Wien lassen sich prinzipiell auch an einem Wochenende erkunden, denn die Stadt ist flächenmäßig eher klein und die Innenstadt ist zu Fuß relativ schnell erkundet.

Allerdings sind wir der Meinung, dass man besser gleich mehrere Tage in Wien verbringen sollte, um auch ein bisschen etwas vom Lebensgefühl mitzubekommen. Wir empfehlen dir, mindestens vier bis fünf Nächte in Wien zu verbringen. Glaub uns: Es gibt wirklich sehr, sehr, sehr viel zu entdecken und du wirst es nicht bereuen.

Unser konkreter Tipp: Bleib am besten…

  • Mindestens 2 Nächte (bzw. ein Wochenende), wenn du die wichtigsten Highlights von Wien sehen möchtest.
  • 4-5 Tage, wenn du es etwas ruhiger angehen möchtest und auch ein paar unentdeckte Orte erkunden möchtest.
  • 1 Woche, wenn du das Wiener Lebensgefühl richtig aufsaugen möchtest.

2. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Wien

Die meisten touristischen Highlights in Wien befinden sich im 1. Bezirk, also im Herzen von Wien. Dort ragt beispielsweise der Stephansdom (die wichtigste Kathedrale) in den Himmel. Vom Stephansdom führt dich der Graben (die prunkvolle Einkaufsstraße) Richtung Hofburg inkl. Heldenplatz. Letzerer befindet sich an der Wiener Ringstraße – jener Boulevard, der den 1. Bezirk einrahmt und an dem einige der wichtigsten Bauwerke Wiens angesiedelt sind.

Außerhalb des 1. Bezirks sind zwei bekannte Sehenswürdigkeiten zu nennen, die du nicht verpassen solltest: Zum einen das kaiserliche Schloss Schönbrunn samt Gloriette. Und zum anderen das Wiener Riesenrad – eine Institution in Wien und eines der Wahrzeichen der Stadt.

Möchtest du mehr über die Highlights von Wien erfahren? Dann lies in unserem ausführlichen Blogartikel über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt weiter.

Link: Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Wien

Wien Justizpalast Tipps

Wien Tipps MAK

3. Weitere tolle Orte, Plätze & Highlights in Wien

Von den touristischen Highlights einmal abgesehen, gibt es in Wien noch viele weitere Orte, die wir dir empfehlen können.

Naschmarkt

Der Naschmarkt ist der bekannteste Freiluft-Markt in Wien, den du bei deiner Städtereise nicht verpassen solltest. An weit über 100 Marktständen kannst du hier Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Käse und vieles mehr kaufen. Aber fast noch besser: Am Naschmarkt sind auch einige tolle Restaurants angesiedelt. Wir landen im Jahresdurchschnitt mindestens einmal pro Woche in einem der Lokale – sei es für ein Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Unsere Favoriten: Neni, Tewa und Orient & Occident.

Ja, der Naschmarkt ist touristisch. Und nein, üblicherweise kauft man hier als Einheimische/r nicht unbedingt ein, denn da gibt es günstigere Alternativen in Wien. Allerdings sind wir der Meinung, dass ein Spaziergang über den Naschmarkt mit einem Lokal-Besuch einfach zu einem Wien-Aufenthalt dazu gehört.

Am Samstag ist der Naschmarkt übrigens besonders voll – nicht zuletzt deshalb, weil an diesem Tag auch der legendäre Flohmarkt am Naschmarkt über die Bühne geht. Achtung: Nicht nur die Markstände, sondern auch die Restaurants haben an Sonn- und Feiertagen geschlossen!

Unser Tipp: Gegenüber des Naschmarkts findest du zwei der allerschönsten Jugendstil-Häuserfassaden in ganz Wien: An der Adresse Linke Wienzeile 40 steht das sogenannte Majolikahaus. Das Eckhaus direkt daneben ist mit seinen goldenen Ornamenten ebenfalls ein Blickfang.

Anreise zum Naschmarkt: U-Bahn-Station Kettenbrückengasse (U4) oder U-Bahn-Station Karlsplatz (U1, U2, U4)

Donaukanal

Der Donaukanal ist einer jener Orte, die in den vergangenen 10 Jahren eine ordentliche Entwicklung hingelegt haben. Früher war hier nichts – mittlerweile ist der Donaukanal einer der Szene-Orte Wiens.

Der Donaukanal ist ein Seitenarm der Donau, der durchs Wiener Stadtgebiet fließt. Das Ufer des Donaukanals wird in den warmen Sommermonaten zu einem der beliebtesten Treffpunkte: Hier gibt es einige Lokale – manche davon mit aufgeschüttetem Sand. Voilà: Urlaubsgefühle mitten in Wien!

Am bekanntesten ist vermutlich die Tel Aviv Beach Bar (die zum oben erwähnten Neni gehört). Leider ist der Donaukanal nur in der warmen Jahreszeit einen Besuch wert. Im Winter kannst du maximal die Streetart bestaunen – die Lokale haben allerdings geschlossen.

Anreise zum Donaukanal: U-Bahn-Station Schwedenplatz (U1, U4) oder U-Bahn-Station Schottenring (U2, U4)

Donaukanal Wien Sonnenuntergang

Donaukanal Wien Tipps

Spittelberg

Mit seinen engen Kopfsteinpflaster-Gassen fühlt sich der Spittelberg fast wie ein kleines Dorf inmitten der Stadt an. Der Spittelberg ist eine der beliebtesten Wohngegenden Wiens – und wir verstehen, warum. Diese Straßenzüge haben einfach Charme.

Viel Zeit benötigst du nicht, um den Spittelberg zu erkunden: Am besten du startest direkt in der Spittelberggasse. (Das ist die Straße, die du auch auf unseren Fotos siehst.) Wenn du Hunger hast, dann schau doch im TIAN Bistro vorbei. Dieses sehr empfehlenswerte vegetarische Bistro gehört zum Nobel-Restaurant TIAN, ist aber preislich weitaus günstiger. Eine Institution am Spittelberg ist das Amerlingbeisl, das sich in einem sehr hübschen Innenhof befindet.

In der Vorweihnachtszeit geht am Spittelberg ein sehr beliebter und gut besuchter Christkindlmarkt über die Bühne.

Anreise zum Spittelberg: U-Bahn-Station Museumsquartier (U2) oder U-Bahn-Station Volkstheater (U2, U3)

MuseumsQuartier

Das MuseumsQuartier beherbergt – wie der Name schon verrät – einige Museen, darunter beispielsweise das Leopold Museum oder das mumok (Museum Moderner Kunst).

Allerdings ist das MuseumsQuartier auch seit vielen Jahren ein beliebter Treffpunkt. Der Grund: In seinem Zentrum findest du in den Sommermonaten eine kleine urbane Stadtoase. Auf den bunten Outdoor-Sitzmöbeln, den sogenannten Enzis, kannst du es dir einfach gemütlich machen. (Zum Zeitpunkt unseres Fotos hatte die Outdoor-Saison noch nicht angefangen, daher fehlen die Enzis.) Falls du Hunger bekommst: Das MuseumsQuartier beherbergt auch einige Restaurants und Cafés.

Anreise zum MuseumsQuartier: U-Bahn-Station Museumsquartier (U2) oder U-Bahn-Station Volkstheater (U2, U3)

Museumsquartier Wien Tipps

Alte Donau

Im Sommer ist die Alte Donau einer der liebsten Orte der WienerInnen. Die Alte Donau ist ein ehemaliger Donauarm im Stadtgebiet, der mit der Donau aber nicht mehr direkt verbunden ist. Das Wasser ist also stehend und sehr ruhig.

Entlang der Alten Donau gibt es einige Strandbäder sowie kostenlose Badeplätze. Du kannst dir außerdem ein Boot ausleihen und damit die Alte Donau erkunden. Direkt am Wasser gibt es auch einige Lokale, darunter beispielsweise Das Bootshaus – ein Ableger vom bekannten Café Landtmann

Anreise zur Alten Donau: U-Bahn-Station Alte Donau (U1)

Alte Donau Wien Tipps

Lainzer Tiergarten

Der Name des Lainzer Tiergartens ist ein bisschen missverständlich, denn einen klassischen Zoo darfst du dir hier (zum Glück) nicht erwarten. Der Lainzer Tiergarten ist vielmehr ein riesengroßes Naturschutzgebiet am Rande der Stadt.

Du kannst hier (teils mehrstündige) Wanderungen unternehmen (beispielsweise zum Wienerblick) oder aber einfach nur einen gemütlichen Spaziergang zur Hermesvilla machen. Die Hermesvilla ist ein ehemaliges Jagdschloss aus kaiserlichen Zeiten. Du erreichst sie am schnellsten vom Eingang Lainzer Tor. Von dort sind es etwa 15 Minuten zu Fuß. In der Hermesvilla gibt es auch ein Restaurant, in dem du dir eine kleine Stärkung gönnen kannst.

Wenn du etwas weiter in den Lainzer Tiergarten hinein gehst, dann betrittst du ein Areal, in dem Wildtiere frei herumlaufen. Die Chance, Wildschweine oder Rehe zu sehen, ist gar nicht mal so klein.

Wir empfehlen dir einen Besuch vor allem dann, wenn du einmal etwas Abwechslung vom Stadtleben brauchst und es dich ins Grüne zieht. Die Öffnungszeiten des Lainzer Tiergartens variieren je nach Jahreszeit. Der Eintritt ist kostenlos.

Anreise zum Lainzer Tiergarten: U-Bahn-Station Hietzing (U4), anschließend Straßenbahn 60 bis Hermesstraße, von dort Bus 55A bis Lainzer Tor

Lainzer Tiergarten Rehe

Hermesvilla Lainzer Tiergarten

4. Wien kulinarisch: Essen & Trinken

Dass Wien ein Schmelztiegel aus unterschiedlichsten Kulturen ist, merkt man ziemlich schnell, wenn man sich die Restaurant-Auswahl ansieht. Klar, es gibt viele urige Wiener Gasthäuser (die sogenannten „Beisln“). Gleichzeitig jedoch findest du in Wien eine schier unendlich große Auswahl an Restaurants mit internationaler bzw. Fusions-Küche.

Wo in Wien essen gehen?

Wir persönlich sind zum Essen sehr oft am Yppenplatz oder Naschmarkt zu finden. Dort findest du jeweils eine tolle Auswahl an Restaurants mit fairen Preisen. Am Yppenplatz können wir die Pizzeria Sofi empfehlen. Im Sommer ist das Ando extrem beliebt. Am Naschmarkt ist das Neni eindeutig das beliebteste Lokal unter jungen Leuten. Wir gehen auch oft ins Tewa.

Ebenfalls sehr gut besucht unter jungen Leuten sind die beiden Lokale Ulrich und Erich, die zusammengehören. Dort kannst du jeweils sowohl zum Frühstück als auch zum Mittag- oder Abendessen vorbeikommen.

Im 1. Bezirk gehen wir WienerInnen übrigens eher selten essen. Eine der wenigen Ausnahmen ist das Miznon. Dieser kleine israelische Fast-Food-Laden ist immer (!) hoffnungslos überlaufen, aber die Atmosphäre ist sehr cool und das Essen wirklich gut.

Abgesehen davon gibt es natürlich noch tausende andere Restaurants in Wien – auch viele höherpreisige. Die Auswahl ist echt unübersichtlich groß, sodass wir vermutlich bald einmal einen Blogartikel darüber schreiben werden. Bis dahin empfehlen wir dir unseren Frühstücks-Guide:

Link: Frühstück & Brunch – hippe Cafés in Wien

Wiener Küche: Spezialitäten in Wien

  • Wiener Schnitzel: Der Klassiker. Kein/e FleischesserIn verlässt Wien, ohne ein Schnitzel verspeist zu haben. Die originale Version wird aus Kalbfleisch zubereitet. Beim Figlmüller gibt’s die angeblich besten Wiener Schnitzel.
  • Sacher-Torte: Der süße Klassiker. Die Schokoladentorte ist weltberühmt. Im Café Sacher gibt’s die eine, originale Sacher-Torte. Wir finden ja die Version im Café Demel etwas besser. In unserem weiterführenden Blogartikel findest du nähere Tipps zu Sacher-Torte & Co: Kaffeehäuser in Wien
  • Apfel- bzw. Topfenstrudel: Unser persönlicher Favorit. Nichts geht über einen frischen, warmen Topfenstrudel (= Quarkstrudel).
  • Kaiserschmarrn: Eine der bekanntesten Süßspeisen, die man (z.B. auf Skihütten) mitunter sogar als Hauptspeise isst. Dazu gibt’s Zwetschgenröster oder Apfelmus.
  • Würstlstände in Wien: Eine Institution der Stadt. Du findest sie an vielen Straßenecken. Hier gibt’s zu fast jeder Tageszeit Käsekrainer, Debreziner und Co. Legendär ist etwa Bitzinger vor der Albertina.
  • Mannerschnitten: Klingt vielleicht komisch, aber unserer Meinung nach dürfen Mannerschnitten in dieser Liste nicht fehlen. Die allerbeste Süßigkeit, wenn du uns fragst – und noch dazu vegan. Du kannst sie in jedem Supermarkt kaufen oder aber im Manner-Flagship-Store beim Stephansdom.

Wiener Kaffeehäuser: Eine Institution

Keine Städtereise nach Wien ist komplett ohne den Besuch eines klassischen Wiener Kaffeehauses. Wiener Kaffeehäuser haben ihren ganz besonderen Charme, ja wir würden fast Lebensgefühl dazu sagen. Die Atmosphäre ist oft etwas „schmuddelig“, die KellnerInnen sind „grantig“ (also schlecht gelaunt) und trotzdem möchte man das Kaffeehaus am liebsten gar nicht mehr verlassen.

Unseren Kaffeehaus-Guide findest du in unserem separaten Blogartikel:

Link: Die schönsten Traditions-Kaffeehäuser in Wien

Das beste Eis in Wien

Wien ist eine Eis-Stadt: Hier gibt es angeblich die größte Eissalon-Dichte in ganz Europa. Ja, du liest richtig: Eissalon – so sagt man nämlich bei uns in Wien zu den Eisdielen.

Die Auswahl an Eissalons wird von Jahr zu Jahr größer. Einer unserer Favoriten ist aber immer noch der Eis-Greissler. Hier gibt es saisonales und regionales Eis und auch eine große Auswahl an veganen Eissorten. Auch ausgefallenere Eissorten sind im Sortiment, z.B. Kürbiskernöl. Mittlerweile hat der Eis-Greissler drei Filialen in Wien.

Bestes Eis Wien

5. Einkaufen in Wien: Unsere Tipps

Luxus: Kärtner Straße, Graben & Kohlmarkt

Wenn du die Boutiquen der höherpreisigen Marken suchst, wirst du voraussichtlich innerhalb der Ringstraße fündig. Die drei Straßen Kärtner Straße (auf dem untenstehenden Foto zu sehen), Graben und Kohlmarkt liegen in Gehweite zueinander.

Die teuersten Geschäfte sind am Kohlmarkt sowie im nahegelegenen Goldenen Quartier angesiedelt. Hier sind Chanel, Louis Vuitton & Co zuhause. Die schönste der drei Straßen ist der Graben, der in unseren Augen per se schon eine Sehenswürdigkeit ist. Hier findest du auch die recht bekannte goldene Pestsäule. Die Kärntner Straße ist der Allrounder im 1. Bezirk. Hier findest du auch günstigere Shop wie beispielsweise H&M oder das dazugehörigere etwas teurere & Other Stories.

DIE Einkaufsstraße in Wien: Mariahilfer Straße

Die größte Einkaufsstraße in Wien ist die Mariahilfer Straße. Hier findest du den klassischen Querschnitt aller bekannten Marken bzw. Geschäfte. Die Mariahilfer Straße verläuft vom Westbahnhof stadteinwärts bis zum 1. Bezirk.

Unser Tipp: Auch ein Umweg in die Seitengassen lohnt sich. In der Kirchengasse findest du beispielsweise eine Filiale der Kette Kauf dich glücklich. Wenn wir Lust auf einen guten Kaffee haben, landen wir immer im kaffemik. Die kleine Espresso Bar serviert hervorragenden Kaffee.

Alternativ: Neubaugasse & Spittelberg

Eine der bereits erwähnten Seitengassen der Mariahilfer Straße ist die Neubaugasse. In Wien ist sie dafür bekannt, dass du hier Geschäfte etwas abseits des Mainstream findest. Hier gibt es beispielsweise einen FREITAG-Store. Genauer gesagt, ist aber nicht die Neubaugasse allein lohnenswert, sondern beispielsweise auch die Kirchengasse oder die Siebensterngasse.

Diese Gegend geht nahtlos in den sogenannten Spittelberg über. Der Spittelberg ist ein Stadtviertel mit einigen alternativen Shops sowie hippen Lokalen. Mehr Infos zum Spittelberg findest du weiter oben in diesem Blogartikel.

Einkaufen in Wien Tipps

6. Hotel-Tipps für Wien

In welchem Bezirk übernachten?

Zahlreiche Hotels sind direkt im 1. Bezirk (d.h. in der historischen Altstadt Wiens) angesiedelt. Die meisten davon sind jedoch eher höherpreisig. Wir empfehlen dir eher, dich in den umliegenden Bezirken umzusehen. Eine gute Wahl sind der 4., 5., 6. oder 7. Bezirk. Ebenfalls empfehlenswert sind Teile des 10. Bezirks (Hauptbahnhof) sowie Teile des 2. und 3. Bezirks.

Unser Tipp: Das Hotel sollte in der Nähe einer U-Bahn-Station sein. Mit der U-Bahn kommst du in Wien extrem schnell von A nach B. Die folgenden beiden Hotels kennen wir persönlich und können sie daher sehr empfehlen:

Option 1: Novotel am Hauptbahnhof

Ein neues, modernes Hotel, das sich direkt gegenüber vom Hauptbahnhof befindet. Die Lage ist dadurch nicht gerade charmant, doch das Hotel liegt relativ zentrumsnah und mit der U1 (Station Hauptbahnhof) bist du auch gut an den öffentlichen Verkehr angebunden.

Das Hotel befindet sich in einem Hochhaus und das bedeutet: Von einigen Zimmern sowie vom Fitnesscenter im 19. Stock hast du einen tollen Ausblick über Wien.

Hier kannst du das Hotel buchen: Novotel Hauptbahnhof

Option 2: MAXX by Steigenberger Hotel Vienna

Dieses stylishe Hotel (ehemals Falkensteiner) befindet sich im 5. Bezirk von Wien an der U4 (Station Margaretengürtel). Das gesamte Hotel ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Toll ist auch der Wellnessbereich in der obersten Etage. Von der Dachterrasse hast du ebenfalls einen schönen Blick, allerdings nicht ganz so spektakulär wie jener im Novotel.

Hier kannst du das Hotel buchen: MAXX by Steigenberger Hotel Vienna

Wien Hotels Tipps

7. Transport innerhalb von Wien

Die „Öffis“: Öffentliche Verkehrsmittel in Wien

In Wien kommst du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (den sogenannten „Öffis“) sehr schnell von A nach B. Das wichtigste Fortbewegungsmittel ist die U-Bahn. Daneben gibt es auch ein weit verzweigtes Staßenbahn- (= hierzulande „Bim“) und Bus-Netz. Außerdem gibt es zahlreiche S-Bahnen. Diese haben jedoch (anders als etwa in Berlin) in Wien eher die Aufgabe, Personen in die Peripherie von Wien zu transportieren. Für den innerstädtischen Verkehr sind eher die U-Bahnen interessant.

Insgesamt gibt es 5 U-Bahn-Linien. (Nicht wundern: Die fehlende U5 ist noch in Planung.) U-Bahnen fahren in Wien sehr pünktlich und verlässlich. Tagsüber musst du meist nie länger als 4 Minuten auf die nächste U-Bahn warten. Am Wochenende sind U-Bahnen sogar die ganze Nacht unterwegs (dann allerdings im 15-Minuten-Takt).

Auf der Website der Wiener Linien gibt es einen Routenplaner, über den du deinen Weg ideal planen kannst: Routenplaner innerhalb von Wien.

Ticket: Welches lohnt sich?

Dein Ticket kannst du an den Automaten in den U-Bahn-Stationen kaufen. Folgende Optionen sind für dich interessant:

  • Einzelfahrschein: 2,40 Euro
  • Tagesticket: 5,80 Euro
  • 24 Stunden Ticket: 8 Euro
  • 48 Stunden Ticket: 14,10 Euro
  • 72 Stunden Ticket: 17,10 Euro
  • Wochenkarte: 17,10 Euro (Achtung: gilt jeweils von Montag bis Sonntag, d.h. wenn du z.B. von Freitag bis Dienstag in Wien bist, dann macht diese Karte nicht viel Sinn.)

Wir empfehlen gerne das 72 Stunden Ticket oder die Wochenkarte, doch es hängt natürlich davon ab, wie oft du wirklich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährst. Generell sind in der historischen Altstadt viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar.

Unser Tipp: Vienna City Card – Öffentliche Verkehrsmittel & Sightseeing

Empfehlenswert ist auch die offizielle Wien-Karte, die sogenannte Vienna City Card. Es gibt eine rote Karte (Wiener Linien) sowie eine weiße Karte (Hop-On Hop-Off Busse). Wir empfehlen die günstigere rote Karte. Diese beinhaltet kostenlosen Transport mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Wiener Linien) sowie zahlreiche Ermäßigungen beim Sightseeing.

  • 24 Stunden: 17 Euro
  • 48 Stunden: 25 Euro
  • 72 Stunden: 29 Euro

Mit der Vienna City Card erhältst du an über 200 Locations Ermäßigungen (darunter viele Sehenswürdigkeiten und Restaurants). Meist sind es nur ein paar Euro, aber wenn man bedenkt, dass die Vienna City Card gerade einmal 12 Euro mehr kostet als ein reines Ticket für die Wiener Linien, dann kann sich das schnell lohnen.

Hier kannst du die Vienna City Card kaufen: Vienna City Card

Öffentlicher Verkehr Wien Tipps

8. Wienerisch für Anfänger

Wer zum ersten Mal mit uns redet, merkt meist ziemlich rasch an, dass man unseren Dialekt stark hören würde. Dabei sprechen wir (zumindest unserem Gefühl nach) gar kein richtiges Wienerisch wie viele andere hier. Offenbar geben wir uns aber mit einzelnen Wörtern zu erkennen.

  • ur = eine gesteigerte Form von „sehr“ = eines der wichtigsten Wörter im Wortschatz
  • Das geht sich aus. = Das passt./Das klappt./Das schaffen wir. (Funktioniert sowohl im räumlichen als auch im zeitlichen Kontext. Wir verstehen übrigens nicht, wie man in Deutschland ohne diese Redewendung auskommt. Wir nutzen sie dutzende Male am Tag – oft auch in der negativ-Version, d.h. „Das geht sich nicht aus!“)
  • Schau ma mal! = Schauen wir einmal! = Man möchte sich noch nicht wirklich festlegen und die Dinge auf sich zukommen lassen. Typisch Wien!
  • Oida! = Alter! = Ein Ausdruck, der vieles bedeuten kann – meist wird er aber eingesetzt, wenn man genervt ist. Gerne sagt man dann auch „Herst Oida!“
  • Ober = Kellner (Im traditionellen Kaffeehaus ruft man den Kellner mit „Herr Ober!“)
  • Powidl = Pflaumenmus; Oder: „Das ist mir Powidl.“ = „Das ist mir egal“. Dazu passt auch die nächste Phrase:
  • Ma wurscht. = Ist mir egal.
  • Eissalon = Eisdiele (Never ever würde man hier in Wien „Eisdiele“ sagen.)
  • Obi gspritzt = Apfelsaft gespritzt = Apfelschorle (Beim Wort „Schorle“ schaut dich garantiert jede/r komisch an!)
  • sich fadisieren = sich langweilen
  • Bankomat = Geldautomat
  • Sackerl = Tüte (z.B. im Supermarkt)

9. Weitere Wien-Artikel für die Planung deiner Städtereise


Transparenz: Affiliate Links

Dieser Blogartikel enthält unsere persönlichen Empfehlungen in Form von sogenannten Affiliate Links. Wenn du etwas über die Links buchst oder kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich dadurch am Preis überhaupt nichts. Tausend Dank von uns beiden!

Hast du schon einmal eine Städtereise in unser wunderschönes Wien gemacht? Wie hat es dir gefallen? Welche Orte kannst du empfehlen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!