Transport, Jahreszeit, Sicherheit und Co: Worauf sollte man bei einer Reise nach Malaysia achten? Wir verraten euch die besten Tipps für Malaysia. PS: Unsere Erfahrung beschränkt sich auf die malaiische Halbinsel, also Westmalaysia.

Immer, nachdem wir längere Zeit in einem Land gereist sind, möchten wir euch mit unseren allerbesten Tipps versorgen. Diesmal geht’s um Malaysia – ein Land, in dem der Funke irgendwie nicht überspringen wollte. Das Schlimme daran: Wir können nicht einmal wirklich sagen, was uns gefehlt hat. Vielleicht waren es die Highlights? Malaysia ist schön, aber uns haben die AH’s und OH’s gefehlt, an die wir uns in Südostasien schon gewöhnt haben. Vielleicht waren wir einfach zu sehr von Indonesien verwöhnt? Wie auch immer: Falls ihr vorhabt, nach Malaysia zu reisen, dann lest unbedingt weiter.  Und wenn nicht – dann natürlich auch, denn wie immer gibt’s neben unseren Tipps für Malaysia auch ein paar schöne Fotos unserer Reise.

Penang-streetart-schaukel

Transport

Die malaiische Halbinsel ist sehr leicht zu bereisen. Grob gesagt könnt ihr zwischen folgenden Transportarten wählen:

Bus

Malaysia hat ein sehr gut ausgebautes Busnetz. Das wurde uns bewusst, als wir auf Kuala Lumpurs Busbahnhof ein Ticket nach Melaka gekauft haben. Der Busverkehr ist top organisiert und ihr könnt wohl fast jede Stadt in Westmalaysia mit dem Bus erreichen. Die Busse sind außerdem meist sehr modern und vergleichsweise günstig.

In touristischen Gegenden gibt es außerdem die unter Backpacker*innen heiß diskutierten Minibusse. Wir sind ja kein großer Fan davon, haben aber zum Beispiel unseren Weg zu den Perhentian Islands mit einem Minibus zurückgelegt. Der Vorteil: Minibusse bringen euch meist von Tür zu Tür (oder in unserem Fall Hafen). Der Nachteil: Sie sind teurer als gewöhnliche Bustickets. Außerdem versetzt uns die Fahrweise mancher Minibus-Fahrer häufig in einen gewissen Angstzustand.

Busfahren-Malaysia

Flugzeug

Malaysia hat ein sehr dichtes Inlandsflugnetz und viele Städte sind miteinander verbunden. Es gibt zahlreiche Airlines, darunter Malaysian Airlines, Air Asia, Malindo Air und Firefly. Manchmal kann man sehr günstige Flüge finden. Sucht am besten immer direkt auf den Websites der Fluglinien, dort findet man oft (nicht immer) die niedrigsten Preise.

Zug

Einige Strecken in Malaysia könnt ihr ideal mit dem Zug zurücklegen. Entlang der Westküste reicht das Streckennetz von Thailand über Kuala Lumpur bis nach Singapur. Die Strecke an der Ostküste, entlang der auch der bekannte „Jungle Train“ fährt, war während unseres Aufenthalts (Sommer 2015) aufgrund von Hochwasserschäden gesperrt. Einheimischen haben uns damals erzählt, dass es wohl noch einige Zeit dauern würde, bis die Strecke wieder befahrbar sei. Hat hier jemand zufällig aktuelle Infos?

Taxi

Während unserer Zeit in Malaysia haben wir erstaunlich oft auf ein privates Taxi zurückgegriffen. Wir waren zu dritt unterwegs und konnten uns die Kosten daher durch 3 teilen. Der Vorteil ist natürlich, dass es die wohl bequemste Transportvariante ist. Der Nachteil: Man muss oft längere Zeit nach einem Fahrer suchen, der einen zu einem angemessenen Preis mehrere Stunden durch die Gegend fährt. Und natürlich ist diese Variante die teuerste Transportmöglichkeit.

Einreise

Deutsche und österreichische Staatsbürger*innen können bei einem Aufenthalt von bis zu 90 Tagen ohne Visum einreisen. Ihr bekommt lediglich einen Stempel in euren Pass und müsst die Fingerabdrücke eurer Zeigefinger abgeben. Rückflugticket mussten wir keines vorweisen.

Kuala-Lumpur_peronas-Tower

Jahreszeit

Generell gilt: regenfrei gibt’s nicht. Selbst in der Trockenzeit muss man in diesem tropischen Land immer mit etwas Regen rechnen. Die Tagestemperaturen liegen konstant bei etwa 30 Grad Celsius. In höhergelegenen Gebieten, wie den Cameron Highlands, ist es mit etwa 20 Grad spürbar kühler. Das Klima auf der malaiischen Halbinsel unterscheidet sich auf der West- und Ostküste ein wenig . Entlang der Westküste fällt während der Regenzeit (Oktober bis Februar) vergleichsweise wenig Regen. Die Ostküste jedoch sollte man während dieser Zeit eher meiden. Im Jänner fahren z.B. oft gar keine Boote zu den Perhentian Islands.

Perhentian-Inseln-Strand

Im Ramadan, dem islamischen Fastenmonat, ticket die Uhren ein wenig anders, wobei es erfahrungsgemäß für Tourist*innen kaum zu Einschränkungen kommt. Unsere Reise fiel in den Ramadan und wir haben immer problemlos etwas zu essen gefunden. Klar, einige Restaurants öffnen erst abends, allerdings gibt es nahezu überall auch chinesische und indische Restaurants, die auch untertags geöffnet haben. Es ist gut möglich, dass manche Bus- oder Zugverbindungen während des Ramadan gut gebucht oder sogar ausgebucht sind, da viele Leute ihre Familie in anderen Teilen des Landes besuchen. Macht euch aber keinen Kopf, wenn ihre eine Reise während des Ramadan plant.

Sicherheit

Wie auch im restlichen Südostasien haben wir uns in Malaysia niemals unsicher gefühlt. Auch nicht nachts und auch nicht in eher verlassenen Gegenden. Aufgefallen ist uns die relativ hohe Polizeipräsenz, vor allem in großen Städten wie Kuala Lumpur. Man hatte ein bisschen das Gefühl, dass man doch ein klein wenig nervös vor Anschlägen ist. Eine kleine Story am Rande: Ein Drogenhändler lieferte sich mit der Polizei in Melaka eine Verfolgungsjagd und landete schließlich in der Fassade unseres Hotels. Das Hotel mussten wir zwar deshalb leider wechseln, aber letztlich kann so etwas in jeder Stadt passieren.

Malaysia-Kriminalität

Essen und Trinken

Eines der besten Dinge an Malaysia ist das herrlich vielfältige Essen! Besonders gut geschmeckt hat es uns in indischen Restaurants. Es gibt auch viele chinesische Restaurants und natürlich Lokale, die malaiische Gerichte servieren. Unsere Lieblingsrestaurants:

Restoran Nagasari Curry House, Kuala Lumpur

Extrem leckeres und sehr authentisches, indisches Lokal. Das Chicken Tikka Masala ist ein Traum!
WO? Jalan Nagasari, Kuala Lumpur

Drift Dining & Bar, Kuala Lumpur

Etwas teureres Restaurant, das von einem Australier geführt wird. Serviert wird Fusionsküche vom Allerfeinsten. Wir haben selten so gut gegessen!
WO? 38 Jalan Bedara, Kuala Lumpur

Pak Putra Tandoori & Naan Restaurant, Melaka

Sehr beliebtes indisches Restaurant mit vielen Sitzplätzen, davon zahlreiche auf der Straße. Die Gerichte sind ausgezeichnet.
WO? Jalan Laksmana 4, Melaka

Pak-Putra-Melakka

Fotografieren in Malaysia

Fotografieren in Malaysia ist meist problemlos möglich. Wir hatten unsere große Nikon D600 fast immer mit dabei. Manchmal müsst ihr bei Sehenswürdigkeiten einen kleinen zusätzlichen Betrag fürs Fotografieren zahlen. Wer Menschen fotografieren möchte, sollte natürlich vorab immer fragen. Und bedenkt, dass immerhin 60 % der Bevölkerung Malaysias dem Islam angehören und somit die Abbildung von Menschen nicht immer gerne gesehen wird.

In Malaysia ist es – wie überall in Südostasien – oft neblig bzw. dunstig. Berücksichtigt das unbedingt, wenn ihr Landschaftsfotos machen möchtet. Wir haben z.B. den Fehler gemacht und sind erst am späten Nachmittag auf die Penang Hills gefahren, als es sehr dunstig war. Somit hatten wir kaum eine Aussicht, was natürlich schade war.

Penang-Hill-Aussicht

Unsere liebsten Foto-Locations waren:

* die Cameron Highlands (z.B. bei der Boh Tea Plantation)
* die Perhentian Islands (für richtig tolle Unterwasseraufnahmen)
* Melaka (allgemein und im speziellen das Abriss-Haus in der Jalan Kampung Hulu)

Abbruchhaus-Melakka

Was kostet?

… eine Busfahrt von Kuala Lumpur nach Melaka – 10 Ringgit (ca. 2 Euro)
… ein Doppelzimmer in einem schönen Hotel mit eigenem Bad – 250 Ringgit (ca. 55 Euro)
… einmal Abendessen für zwei in einem günstigen Restaurant (inkl. Getränke) – 50 Ringgit (ca. 11 Euro)
… der Eintritt für die Aussichtsplattform auf dem KL-Tower – 52 Ringgit (ca. 11 Euro)
… die Fahrt von den Cameron Highlands nach Kuala Lumpur mit dem Taxi – 350 Ringgit (ca. 75 Euro)

Cameron-Highlands-Teeplantagen-Boh-13


Wart ihr vielleicht schon in Malaysia und habt noch weitere Tipps oder Erfahrungsberichte? Wir freuen uns über eure Kommentare.