Touristen-Hölle Phuket. Die Insel hat ihre hässlichen Ecken und ist an den allermeisten Flecken nicht so paradiesisch, wie man sich Thailand vorstellt. Diese schmerzliche Erfahrung macht man ziemlich rasch. Doch die Insel kann auch anders: hier kommen unsere Geheimtipps für Phuket.

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1. Roller mieten

Das allerwichtigste zu Beginn: Mietet euch ein Moped. Damit seid ihr flexibel und könnt alle schönen Flecken auf eigene Faust erkunden. Ihr werdet in Phuket an jeder Ecke Roller-Verleihs finden. Der Preis pro Tag liegt bei ungefähr 150 Baht. Da der Roller für gewöhnlich nicht versichert ist, gilt es aufmerksam zu fahren. Auf Phuket gibt es jede Menge mehrspurige Hauptstraßen, die ihr idealerweise meiden solltet (geht leider nicht immer).

Motorrad-Mieten-Phuket

2. Strände: Kata Noi und Nai Harn Beach

Ja, Phuket hat unfassbar überlaufene Strände: Patong zum Beispiel ist einfach furchtbar. Wir sind einmal den Strand entlang gefahren und gleich wieder abgezischt. Aber es gibt auch Ecken, die wirklich ruhig und idyllisch sind. Da wäre zum Beispiel der Kata Noi Beach an der Westseite der Insel. Mit dem Moped ist er gut zu erreichen. Im Süden der Insel ist der relativ kleine Nai Harn Beach in der Nähe von Rawai empfehlenswert.

Kata-Noi-Strand-Phuket

3. Nong Sauna & Massage

Die mit Abstand beste Thai Massage unseres Lebens durften wir in Phuket genießen. Nong Sauna & Massage liegt etwas abseits von Rawai und wird primär von Thais besucht. Die Anlage ist wie eine kleine Wohlfühloase: es gibt einen Swimmingpool, eine Sauna und eine Wellness-Bar. Nach der Massage haben wir dort noch einen frischen Fruchtshake getrunken und waren endgültig seelig. Klare Empfehlung!

Infos auf einen Blick:
Adresse: 39/42 Moo. 1, Rawai, Phuket, Thailand 83130, am besten mit dem eigenen Moped zu erreichen; die Preise sind angemessen, aber nicht super günstig. 

Nong-Massage-Phuket

4. Kata Porpeang Market

Der Kata Porpeang Market (auch bekannt als „Kata Fresh Market“) ist ein wirklich authentischer Markt, der jeden Montag und Donnerstag stattfindet. Wenn ihr dort seid, müsst ihr unbedingt Sticky Rice probieren, der hier in einem Bananenblatt zubereitet wird und auf einem Grill knusprig gebraten wird.

Infos auf einen Blick:
Adresse: Kata Road gegenüber des Chaba Phuket Resorts; jeden Montag und Donnerstag von Mittag bis ca. 21 Uhr, es gibt sowohl Lebensmittel als auch Kleidung und Co. zu kaufen.

5. Big Buddha

Mit dem Moped zum Big Buddha – na wie klingt das? Ein Ausflug zum Big Buddha können wir euch wirklich empfehlen. Bei unserem Besuch war uns das Wetter leider nicht wohlgesonnen. Dunkle Wolken zogen auf während wir die enge Bergstraße, die uns zum Big Buddha führen sollte, entlang düsten. Der Wind wehte ungemütlich stürmisch. Die Regentropfen, die wir spürten, waren bestimmt bloße Einbildung. Ach bitte, lieber Regen, lass doch noch ein klein wenig auf dich warten! Als wir die Spitze des Bergs um damit den Big Budda erreichten, war der Himmel so schwarz, dass wir glaubten, der Regenguss würde sofort loslegen. Mit vollem Karacho, Blitz und Donner und allem drum und dran. Gnadenlos! Dem war nicht so. Stattdessen erwartete uns ein in Nebel gehüllter, riesiger, weißer Budda, ein grandioser, wenn auch düsterer, Ausblick und eine noch grandiosere, besinnliche Stimmung. Der Himmel entlud sich erst während unseres Rückwegs. Da aber so richtig!

Infos auf einen Blick:
Mittlerweile gibt es viele Touren-Anbieter, die geführte Ausflüge zum Big Buddha anbieten. Wir haben den Weg dorthin auf dem Moped zurückgelegt. Das hat den Vorteil, dass man auf dem Weg jederzeit anhalten kann und die tolle Aussicht genießen kann. Die Straße ist in halbwegs gutem Zustand, das Parken ist kostenlos. Tragt schulter- und kniebedeckende Kleidung (wenn ihr mit dem Moped kommt, dann erst recht). Der Eintritt ist kostenlos, es gibt allerdings Spendenboxen. Gegen eine Spende kann man seinen ganz persönlichen Wunsch auf eine Marmorfliese schreiben, die in weiterer Folge für den (Weiter-)Bau des Buddha verwendet wird.

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6. Karon Viewpoint

Der Karon Viewpoint liegt zwischen den beiden Stränden Nai Harn and Kata Noi und ist ein wirklich toller Platz, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Man muss allerdings damit rechnen, dass man nicht allein ist, denn mittlerweile ist der Ort unter Tourist*innen schon relativ bekannt.

Infos auf einen Blick:
Adresse: 4233, Karon, Mueang Phuket District, Phuket 83100, Thailand; am besten mit dem eigenen Roller erreichbar; kommt bei möglichst guter Sicht (wenn es diesig ist, sieht man nicht so weit).

Karon-Viewpoint

Karon-Aussichtspunkt

7. Essen: Rawai und Thai BBQ

Mitten in Rawai am Ufer reiht sich ein Lokal an das andere. Die Plätze am Wasser sind begehrt und meist von Einheimischen besetzt. Vielleicht liegt das daran, dass man am Boden sitzt und sich Touristen davor drücken? Wir wissen es nicht, aber das Essen schmeckte jedenfalls köstlich. Unbedingt zum Sonnenuntergang hinfahren und die Stimmung genießen!

Rawei-Abendessen

Übrigens: auch sehr zu empfehlen ist ein Besuch in einem klassischen Thai-BBQ-Restaurant. In der Mitte wird Fleisch und Fisch gegrillt, in der Suppe wird das Gemüse gegart bzw. die rohen Eier hineingeschlagen. Ihr findet solche Restaurants beispielsweise in Patong.

Thai-BBQ-Phuket


Wart ihr schon einmal in Phuket und habt noch weitere Tipps? Wir freuen uns auf eure Kommentare!