Die Halbinsel Yucatán ist das beliebteste Reiseziel in Mexiko. Uns verwundert es nicht, denn dort findest du einfach die perfekte Kombination aus karibischen Traumstränden, hübschen Kolonialstädten und spannender Maya-Kultur. Drei Wochen lang reisten wir kreuz und quer durch die Halbinsel Yucatán und verliebten uns dabei in Mexiko.

In diesem Blogartikel verraten wir alles, was du für eine Reise nach Mexiko wissen musst, darunter: Tipps zur Planung und Reisevorbereitung für deine Mexiko-Reise, Infos zu den Highlights auf Yucatán, Wissenswertes zur Sicherheit auf der Halbinsel Yucatán und natürlich auch, was dich in kulinarischer Hinsicht erwartet.

Yucatan Reisetipps

1. Vorbereitung: Vor deiner Yucatán-Rundreise

Was dich auf der Halbinsel Yucatán erwartet: Erste Eindrücke & Überblick

Mexiko – das Land der Mayas, der schneeweißen Strände, der mystischen Cenoten, der Tacos und der Margaritas. Wenn du diese Vorstellungen von Yucatán hast, dann liegst du damit gar nicht so falsch. Denn all diese Dinge warten bei einer Rundreise durch Yucatán auf dich.

Allerdings: Yucatán ist in touristischer Hinsicht alles andere als unberührt. Wir reden hier vor allem von der Ostküste, der sogenannten Riviera Maya, die noch um einiges touristischer ist, als wir uns das vorab erwartet hätten. Das bedeutet, dass man das authentische Mexiko auf Yucatán oft etwas suchen muss. Wir können dich aber beruhigen: Du kannst es sehr wohl finden, denn es gibt auf Yucatán genügend Orte abseits des Massen- und Pauschaltourismus.

Wenn man von „Yucatán“ spricht, so ist übrigens meist von der gleichnamigen Halbinsel die Rede. Diese wiederum beherbergt die drei Bundesstaaten Yucatán, Quintana Roo und Campeche.

Yucatán ist unserer Meinung nach die perfekte Kombination aus Kultur, Stränden und Städten.

Kultur deshalb, da es Maya-Ruinen in Hülle und Fülle gibt. Man kann gar nicht anders, als von den Ruinenstätten begeistert zu sein. Es gibt auf Yucatán unzählig viele Maya-Ruinen und eine ist beeindruckender als die andere.

Strände sowieso, denn entlang der Riviera Maya und auf den mexikanischen Inseln gibt es Traumstrände wie aus dem Bilderbuch. Wir waren angesichts des schneeweißen Sandes und des azurblauen Wassers einfach sprachlos.

Städte deshalb, da Yucatán mit einigen wunderschönen, authentischen Kolonialstädten gesegnet ist. Wir haben es geliebt, uns im städtischen Treiben von Campeche, Mérida und Valladolid zu verlieren.

Für wen ist Yucatán geeignet?

Zum ersten Mal nach Mexiko? Dann ist die Halbinsel Yucatán das ideal Ziel für dich. Warum Yucatán unserer Meinung nach für Mexiko-Neulinge so gut geeignet ist, hat mehrere Gründe: 1. Yucatán ist die touristischste Region Mexikos, dennoch findet man auch Orte, die vom Massentourismus noch komplett verschont sind. Wer Bedenken in puncto Sicherheit hat, kann beruhigt sein: Die Halbinsel Yucatán ist nicht nur die touristischste, sondern auch eine der sichersten Regionen in Mexiko. (Nähere Infos zur Sicherheit verraten wir dir am Ende dieses Artikels.) 2. Die Distanzen auf Yucatán sind vergleichsweise gering: Wir saßen auf unserer Roadtrip niemals mehr als 4 Stunden im Auto. Alles in allem hatten wir jedenfalls das Gefühl, mit Yucatán den perfekten Mexiko-Einstieg gefunden zu haben.

Familien mit Kindern können wir die Halbinsel ebenfalls sehr empfehlen. Es gibt entlang der Riviera Maya genügend tolle Badeorte mit wunderschönen Stränden (z.B. in Tulum). Falls man doch den einen oder anderen Ausflug machen möchte, gibt es Optionen in Hülle und Fülle – darunter die tollen Cenoten oder Maya-Ruinen.

Reisedauer: Wie lange soll ich auf Yucatán bleiben?

Schwierige Frage, denn es hängt davon ab, wie viel du erleben möchtest und wie viel Zeit du dir pro Stopp nehmen möchtest. Wir selbst waren drei Wochen auf Yucatán und fanden diesen Zeitraum perfekt. Wir hatten das Gefühl, sehr viel von der Halbinsel gesehen zu haben, ohne uns zu sehr zu stressen.

Aber auch in zwei Wochen kannst du einen schönen Roadtrip unternehmen. Und umgekehrt lassen sich natürlich auch vier Wochen oder mehr problemlos mit Erlebnissen füllen.

Die beste Reisezeit auf der Yucatán-Halbinsel

Trockenzeit = Hauptreisezeit

Zwischen November/Dezember und April/Mai herrscht auf der Halbinsel Yucatán Trockenzeit. Das bedeutet, dass vergleichsweise wenig Niederschlag fällt und die Temperaturen angenehm warm (nicht zu heiß) sind. Abends kann es auch schon einmal ein wenig frisch sein. In der Trockenzeit sind auf der Yucatán-Halbinsel die meisten TouristInnen unterwegs.

Einen Peak erlebt der Tourismus in der Weihnachtszeit sowie zu Ostern. Dann entfliehen viele BesucherInnen aus den USA sowie aus Europa der Kälte und reisen nach Mexiko. Rund um Spring Break, wenn College-Studierende aus Amerika ihre Semesterferien haben, geht es entlang der Riviera Maya ordentlich zu. Falls möglich, dann empfehlen wir dir, all diese Zeiträume zu meiden.

Regenzeit

Ab Mai beginnt die Regenzeit, die sich bis Oktober/November zieht. In diesen Monaten fällt deutlich mehr Niederschlag auf Yucatán. Das Ausmaß des Regens ist ziemlich unvorhersehbar: Vom tagelangen Dauerregen bis zu wenigen Schauern in zwei Wochen ist alles möglich. In die Regenzeit fällt auch die Hurrikansaison. Dramatische Hurrikans sind allerdings in Mexiko sehr selten.

Sollte es zeitlich nicht anders möglich sein, als Mexiko während der Regenzeit zu bereisen, dann würden wir persönlich uns davon nicht abhalten lassen. Stell dich aber darauf ein, dass manche Programmpunkte eventuell im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen.

Unsere Reisezeit samt Erfahrung

Wir haben Yucatán zwischen Ende November und Mitte Dezember bereist. Unsere Reise war ein gutes Beispiel dafür, dass sich das Wetter nicht immer an Klimaprognosen hält. In der eigentlichen Trockenzeit hatten wir nämlich einige Regentage dabei. Während unserer Zeit auf Holbox hing überhaupt ein ungewöhnlich starkes Tief über dem Land.

Was wir damit sagen wollen: Da du in die Tropen reist, musst du dich zu jeder Jahreszeit auf wechselhaftes Wetter einstellen. Am besten die Reise nicht zu starr planen, damit du vor Ort eventuell noch flexibel bist und gegebenenfalls ein wenig umplanen kannst.

Einreise nach Mexiko

Deutsche und österreichische Staatsangehörige dürfen ohne Visum nach Mexiko einreisen und 180 Tage dort bleiben. Du musst dich vorab um nichts kümmern, wichtig ist nur, dass dein Pass bei Einreise noch sechs Monate gültig ist.

Im Flugzeug erhältst du zwei Formulare: Ein Einreiseformular sowie eines vom Zoll. Beide Formulare musst du ausfüllen. (Einen Kugelschreiber dabeizuhaben, ist eine gute Idee.) Bei der Einreise weist du die Formulare anschließend vor – that’s it. Wichtig: Das Einreiseformular verbleibt im Pass und ist gleichzeitig das Ausreiseformular. Du solltest gut darauf aufpassen, denn du musst es bei der Ausreise abgeben. Solltest du es verlieren, so musst du angeblich eine Gebühr bezahlen.

Achtung: Wenn du eine Zwischenlandung in den USA hast, musst du ein ESTA beantragen.

Strom/Reisestecker: Brauche ich einen Adapter für Mexiko?

Leider ja – und zwar unbedingt! In Mexiko verwendet man ganz andere Steckdosen als in Deutschland oder Österreich. Genauer gesagt nutzt man dort Steckdosen von Typ A und B. Diese haben flache Kontakte.

Noch etwas Wichtiges: Die Netzspannung in Mexiko beträgt gerade einmal 110 bzw. 120 Volt und die Netzfrequenz 60 Hertz. Hierzulande (Europa) liegt die Netzspannung bei 230 Volt. Du solltest daher alle deine Geräte prüfen, ob sie für Mexiko geeignet sind. Die entsprechenden Infos findest du z.B. direkt am Gerät oder am Ladekabel.

Ein Beispiel: Das MacBook Pro 13“ darf laut Ladekabel zwischen 100 und 240 Volt sowie zwischen 50 und 60 Hertz geladen werden. In Mexiko brauchst du somit keine Bedenken haben, wenngleich es sein kann, dass die Ladezeit länger ist. Geräte laufen üblicherweise auf halber Power als zu Hause – das betrifft z.B. den Föhn. Der wird bei 110 Volt schnell unbrauchbar.

Dieser Adapter ist der richtige: Reisestecker Mexiko (Wir hatten drei Stück dabei.)

Reiseführer für Yucatán

Ohne gedruckten Reiseführer reisen wir niemals in ein neues Land – so war das auch mit Mexiko. Wir haben vorab lange recherchiert und uns letztlich für den englischsprachigen Lonely Planet entschieden.

Der Vorteil dieses Reiseführers ist, dass er sehr kompakt ist. Man trägt kein unnötiges Gewicht herum, da sich der Reiseführer ausschließlich auf die Yucatán-Halbinsel (und einige wenige angrenzende Reiseziele) beschränkt. Die wichtigsten Ziele sind gut beschrieben, wenngleich wir uns die Infos manchmal etwas ausführlicher gewünscht hätten. Nichtsdestotrotz können wir ihn empfehlen.

Hier kannst du den Reiseführer kaufen: Lonely Planet Cancún, Cozumel & the Yucatán (Auflage September 2016)

Yucatan Tipps

2. Transport auf Yucatán

Option 1 (unsere Wahl & Empfehlung): Mit dem Mietwagen

Am schnellsten und bequemsten bist du mit dem Mietwagen unterwegs. Auch, wenn man das anfangs vielleicht gar nicht glauben würde, aber es ist denkbar einfach, Yucatán als SelbstfahrerIn zu bereisen. All unsere Tipps zum Fahren in Mexiko und zum Buchen eines Mietwagens haben wir ausführlich in diesem Blogartikel zusammengefasst: Roadtrip Yucatán.

Wir selbst haben unseren Mietwagen für Mexiko (wie fast auf jeder Reise bisher) über Sunny Cars gebucht. Bei einer Buchung via Sunny Cars sind bereits alle wichtigen Versicherungen für Mexiko inkludiert, weshalb wir uns jederzeit wieder dafür entscheiden würden.

Option 2: Mit dem Bus

Ebenfalls sehr populär ist es, mit dem Bus durch Yucatán zu reisen. Die bekannteste, modernste und bei TouristInnen beliebteste Busfirma heißt ADO. Das ADO-Streckennetz ist sehr gut ausgebaut. Auf der ADO-Website kannst du ganz einfach nach bestimmten Verbindungen suchen. Es gibt zwar keine englischsprachige Seite, aber selbst ohne Spanisch-Kenntnisse findet man sich gut zurecht.

Mexiko Reisetipps

Fortbewegung innerhalb eines Ortes

Wenn du einen Mietwagen hast, dann kannst du diesen natürlich auch an den einzelnen Orten zur Fortbewegung nutzen. Das funktioniert beispielsweise in Bacalar super. Je größer die Stadt, desto unpraktischer ist es meist, sich mit dem Mietwagen innerhalb einer Stadt fortzubewegen – aus dem einfachen Grund, da die Parkplatzsituation nervtötend sein kann (beispielsweise in Tulum entlang der Beach Road).

Uber & Taxi sind in diesem Fall gute Alternativen. Wir sind selbst in Mérida mit Uber gefahren – hat ganz ohne Probleme geklappt.

Die meisten Städte (Valladolid, Campeche und größtenteils auch Mérida) sind aber klein genug, um alle Distanzen zu Fuß zu bewältigen. An manchen Orten ist das Fahrrad das beste Transportmittel (z.B. in Tulum und Holbox).

3. Highlights & Reiseroute

Dich interessiert jetzt bestimmt, was du auf Yucatán alles erleben kannst und welche Highlights du nicht verpassen solltest. Hier empfehlen wir dir diesen Blogartikel, in dem wir unsere Reiseroute beschreiben:

Ausführlicher Blogartikel: Unsere Reiseroute für Yucatán

Darin widmen wir uns den exakten Stopps unserer Rundreise. Falls du dich also dafür interessierst, was Yucatán alles zu bieten hat, bist du dort gut aufgehoben. Natürlich gibt’s zu jedem Yucatán-Reiseziel dann auch noch einen ausführlichen Blogartikel mit unseren Insider-Tipps für dich.

4. Essen & Trinken: Die mexikanische Küche

Um ehrlich zu sein: Die Küche Mexikos hat uns nicht aus den Socken gehauen. Nicht falsch verstehen: Wir haben niemals schlecht gegessen, ganz und gar nicht. Allerdings waren uns die mexikanischen Gerichte auf Dauer zu eintönig. Das liegt vor allem daran, dass wir als (fast) VegetarierInnen nicht aus der gesamten Bandbreite der mexikanischen Küche auswählen konnten. Hinzu kommt, dass viele Gerichte aus Tortillas bestehen und wir sie irgendwann einfach nicht mehr sehen konnten.

Klassiker & Spezialitäten in Yucatán

Der absolute Klassiker in Mexiko sind Tacos: Weiche Maistortillas werden in den verschiedensten Variationen serviert. Meist sind sie mit Fleisch gefüllt, es gibt aber oft auch vegetarische Alternativen. Die beste Anlaufstelle für authentische Tacos ist die sogenannte Taquería. Tacos sind üblicherweise sehr günstig. Pro Stück zahlst du oft nur wenige Pesos. Zu den Tacos erhältst du mehrere Dips. Achtung: Einige davon (meist die grünen) sind höllisch scharf!

In der frittierten Form heißen Tacos Salbutes. Ähnlich sind auch die sogenannten Quesadillas (gefüllte und mit Käse überbackene Maistortillas), Burritos (gerollte Maistortillas) oder Enchiladas (gefüllte und mit Sauce übergossene Maistortillas). Überall auf Yucatán bekommst du außerdem ausgezeichnete Guacamole. Gegeizt wird mit Avocados generell in Mexiko nie – man merkt, dass diese dort angebaut werden.

Kommen wir zu den weniger bekannten Gerichten, wobei diese leider fast ausschließlich FleischesserInnen vorbehalten sind: Sopa de Lima ist eine Hühner-Limetten-Suppe mit Tortillastreifen. Wer Cochinita Pibil bestellt, bekommt geschmortes Schweinefleisch. An der Küste gibt es häufig Fischspezialitäten. Der peruanische Klassiker Ceviche hat es ebenfalls bis nach Yucatán geschafft.

Das Nationalgetränk Mexikos ist der sogenannte Mezcal, der wohl bekannteste Tequila Mexikos. Tequila-basierte Cocktails findest du daher im ganzen Land. Am bekanntesten ist der Margarita, den es oft in mehrfacher Ausführung gibt. Bier („Cerveza“) wird ebenfalls gerne getrunken, darunter beispielsweise Sol oder Corona.

Oft gibt es frisch gepresste Obstsäfte, allerdings sieht man die Einheimischen meist mit Softdrinks: Die MexikanerInnen haben beim Konsum von Softdrinks eine der höchsten Raten weltweit! Sehr gut fanden wir das sogenannte Agua de Jamaica – ein Hibiskusblütentee, der eiskalt serviert wird. Übrigens: Das Leitungswasser in Mexiko solltest du besser nicht trinken.

Vegetarisch essen in Yucatán

Sagen wir so: Es gibt Länder, in denen es einfacher ist, sich ausgewogen vegetarisch zu ernähren als Mexiko. Die traditionelle mexikanische Küche wird von Fleisch dominiert.

Die Halbinsel Yucatán ist allerdings ein bisschen eine Ausnahme. Da der Tourismus fest verankert ist, gibt es in vielen Orten (besonders entlang der Riviera Maya) ein unglaublich großes Angebot an fleischlosen Speisen. Nicht selten gibt es sogar rein vegetarische oder vegane Restaurants.

Je weiter man sich von den Tourismus-Hotspots entfernt, desto schwieriger wird es, kreative vegetarische Küche zu finden. Wir selbst hatten aber in den drei Wochen des Reisens kein einziges Mal ein Problem, etwas Leckeres zu essen zu finden. Schade fanden wir nur, dass wir so selten in den wirklich authentischen Läden gespeist haben, da uns Tacos und Co. einfach auf Dauer zu langweilig wurden.

5. Übernachten & Unterkünfte auf Yucatán

Je größer ein Ort, desto mehr Übernachtungsmöglichkeiten hast du auf Yucatán naturgemäß. In den Hotspots wie Playa del Carmen und Tulum kannst du aus einer unübersichtlich großen Anzahl an Unterkünften wählen: Vom günstigen Bett im Schlafsaal bis zum sündhaft teuren Luxus-Resort ist dort alles dabei.

Je untouristischer ein Ort, desto geringer ist natürlich das Angebot. Für die Besichtigung von Calakmul beispielsweise konnten wir nur aus einer Handvoll Unterkünften auswählen.

Wichtig zu wissen: Das Preisniveau für Unterkünfte ist in Mexiko höher als gedacht – zumindest wenn man einen bestimmten Standard haben möchte. Wir selbst haben uns meist in kleinen Hotels oder B&Bs einquartiert und durchschnittlich rund 80 bis 90 Euro pro Nacht für das Zimmer ausgegeben. Zwischen den Orten gibt es ebenfalls leichte Preisschwankungen: Während Holbox und Tulum eher teurer sind, kommt man in Campeche beispielsweise günstiger unter.

In welchen Hotels wir genau übernachtet haben, verraten wir dir in diesem Blogartikel: Reiseroute Yucatán

6. Reisekosten Mexiko: So viel Geld benötigst du

Währung & Bezahlen auf Yucatán

Die Währung Mexikos ist der Mexikanische Peso. Abgekürzt wird er entweder als „MXN“ oder auch mit dem Dollarzeichen $ – was oft für Verwirrung sorgt. Ein Euro entspricht derzeit ungefähr 22 Pesos.

Banknoten gibt es zu 10, 20, 50, 100, 200, 500 und 1000 Pesos, Münzen zu 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Pesos – wobei du eher auf die Münzen mit kleineren Beträgen stoßen wirst. 1 Peso ist außerdem unterteilt in 100 Centavos. Auch dafür gibt es Münzen zu unterschiedlichen Beträgen.

Abheben an ATMs

Abheben an Geldautomaten ist meist problemlos möglich. Wir empfehlen dir allerdings, dich nicht nur auf eine Karte zu verlassen. Wir selbst haben pro Person immer mindestens eine Bankomatkarte (EC-Karte) und eine Kreditkarte dabei. (Hinweis zur Bankomatkarte: Nicht vergessen, GeoControl zu deaktivieren, sonst funktioniert die Karte in Mexiko nicht.)

Wie viel Gebühr beim Abheben letztlich anfällt, hängt davon ab 1. wie viel Gebühr deine eigene Bank einhebt und 2. wie viel Fremdgebühren (d.h. Gebühren der ausländischen Bank) anfallen. Die Fremdgebühren betragen auf Yucatán erfahrungsgemäß meist ungefähr 3 Euro. (Je nachdem, welche Kreditkarte du hast, kann es sein, dass dir diese Fremdgebühren auf Antrag erstattet werden.)

Manche Geldautomaten auf der Yucatán-Halbinsel geben nur Dollar aus – solche gibt es z.B. teilweise auf Holbox. Anschließend müsstest du diese Dollar in Peso wechseln. Das würden wir auf jeden Fall vermeiden!

Geldwechseln

Es gibt in den meisten größeren Orten genügend Wechselstuben, in denen du Euro (oder eine andere Währung) in Mexikanische Peso wechseln kannst. Manchmal wird beim Geldwechseln der Reisepass verlangt.

Der Wechselkurs ist meist in Ordnung, wobei wir dir auf jeden Fall empfehlen, zu vergleichen. Im Vergleich zum Geldabheben hast du beim Wechseln meist einen geringfügig schlechteren Kurs, allerdings sparst du dir die Gebühren. (Das ist natürlich hinfällig, wenn du ohnehin keine Gebühren zahlen musst.) Insgesamt kommt es immer auf den individuellen Fall an, ob es günstiger ist, Geld zu wechseln oder abzuheben.

Reisekosten auf Yucatán

Mexiko ist kein extrem günstiges Reiseland. Klar, das Preisniveau ist niedriger als in Österreich oder Deutschland, allerdings höher als beispielsweise in Südostasien. Wir persönlich hätten gedacht, dass wir weniger Geld benötigen würden.

Natürlich hängen die tatsächlichen Kosten immer stark vom Reisestil ab. Vom günstigen Hostel-Bett bis zum teuren Eco-Resort ist alles dabei. Besonders an den touristischen Orten kannst du unfassbar viel Geld liegen lassen.

Was kostet auf Yucatán…?

  • Cocktail in einem Restaurant in Tulum (d.h. hochpreisig): 170-200 Pesos
  • Frühstücken gehen in Tulum (cooles Café): 200 Pesos pro Person
  • Mahlzeit in einem günstigen Restaurant: 50-100 Pesos
  • SIM-Karte mit 6,5 GB Daten: 650 Pesos
  • Eintritt Chichén Itzá: 232 Pesos
  • Mietauto für 3 Wochen: 632 Euro (gebucht via Sunny Cars)
  • Benzin: 20 Pesos pro Liter
  • Doppelzimmer in nettem, kleinen Hotel: durchschnittlich zwischen 80 und 90 Euro

Calakmul

7. Internet auf der Yucatán-Halbinsel

WLAN gibt es fast überall: Die meisten Hotels bieten kostenlosen WLAN-Zugang. Die Verbindung ist meist in Ordnung, wobei es an abgeschiedenen Orten (z.B. Holbox oder Xpujil) nur für das Notwendigste reicht.

Wir persönlich besorgen uns immer gleich nach der Ankunft eine lokale Prepaid SIM-Karte. Seit wir den Luxus kennen, vor Ort von überall auf dem Smartphone Dinge recherchieren zu können, möchten wir nicht mehr darauf verzichten. Einzige Voraussetzung ist, dass dein Handy entsperrt ist. Wir haben unsere SIM-Karte in Tulum in einem kleinen Handyshop geholt. Die Dame hat uns auch gleich alles eingerichtet, sodass wir uns um nichts mehr kümmern mussten.

Unser Netzbetreiber war Telcel. Das Netz war an den meisten Orten gut (4G), wobei wir bei Überlandfahrten auch mal eine halbe Stunde gar keinen Empfang hatten. Zu Wünschen übrig ließ der Empfang lediglich auf Holbox (aber von einer Insel darf man sich auch einfach kein Highspeed-Internet erwarten).

Preise bei Telcel (Stand Dezember 2018):

  • 1 GB: 100 Pesos (17 Tage gültig)
  • 3,5 GB: 300 Pesos (33 Tage gültig)
  • 6,5 GB: 500 Pesos (33 Tage gültig)
  • + jeweils einmalige Gebühr für SIM-Karte: 150 Pesos

8. Sicherheit auf Yucatán in Mexiko

Sicherheit ist immer eine relativ subjektive und individuelle Sache: Während dem einen nur Gutes widerfährt, kann der andere Pech haben. Der eine erlebt ein Land komplett sicher, der andere würde nie wieder kommen. Dieses Kapitel spiegelt daher ausschließlich unsere persönliche Erfahrung wider.

Wir selbst haben in den drei Wochen auf Mexiko keine einzige negative Erfahrung gemacht. Nicht eine. Wir haben uns zu jedem Zeitpunkt sicher gefühlt – ob untertags im Mietwagen oder nachts in den Straßen einer Stadt.

Dennoch: Mexiko ist nicht gerade dafür bekannt, mit einer niedrigen Kriminalitätsrate gesegnet zu sein. Schuld dafür ist primär der Drogenkrieg, von dem jedoch Yucatán weitestgehend unberührt ist. Fakt ist, dass die Mordrate in Mexiko exorbitant hoch ist und auch Entführungen an der Tagesordnung stehen. Dies betrifft allerdings in den allerseltensten Fällen TouristInnen.

Auf folgende Dinge solltest du dich einstellen bzw. diese Tipps solltest du im Hinterkopf behalten:

  • Stell dich darauf ein, dass die Militär- und Polizeipräsenz sehr hoch ist – das gilt vor allem für größere Städte (z.B. Playa del Carmen, Mérida). Mit dem Mietwagen wirst du immer wieder Militärcheckpoints passieren. Wir wurden kein einziges Mal aufgehalten, aber anfangs ist es ganz schön beängstigend. Das Militär sucht meist nach geschmuggelten Waffen und Drogen.
  • Vermeide es möglichst, nachts mit dem Auto zu fahren – es sei denn, es ist nicht anders möglich. Uns ist das nicht immer gelungen, aber wir haben versucht, vor Einbruch der Dunkelheit an unserem Ziel anzukommen. Erstens ist das Fahren bei Dunkelheit mit den vielen Schlaglöchern und Bodenschwellen („topes“) nicht lustig. Und zweitens kursieren einige Horrorgeschichten von Überfällen bei Nacht.
  • Auch in den Städten haben wir bei Nacht versucht, kleine, dunkle Seitengassen zu vermeiden. Unsicher gefühlt haben wir uns zwar nicht, aber man weiß ja nie. Das gilt übrigens besonders für alleinreisende Frauen.

Uxmal Merida


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Warst du schon auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko und hast noch weitere Reisetipps? Oder planst du eine Reise dorthin und hast noch Fragen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!