Plant ihr eine Neuseeland-Reise? Dann dürfte euch dieser Artikel bestimmt interessieren. Wir verraten euch nämlich unsere Route für Neuseeland und geben viele weitere hilfreiche Tipps!

Als wir ins Flugzeug stiegen, das uns nach Neuseeland bringen sollte, hatten wir noch kaum eine Ahnung davon, was uns in den nächsten Wochen erwarten würde. Auckland war das erste Ziel, 4 Wochen später sollte unsere Reise in Christchurch enden – soviel stand zumindest fest.

Im Laufe der folgenden Tage und Wochen wurden unsere Ideen, Wünsche und Vorstellungen mithilfe des Stefan Loose Neuseeland Reiseführers zu einer Route. Von einem Ort aus haben wir uns jedes Mal über das nächste Ziel Gedanken gemacht. So konnten wir spontan sein, was wir für Neuseeland auf jeden Fall empfehlen würden. Wir haben öfters Leute getroffen, die uns bestimmte Destinationen ans Herz gelegt haben, welche wir zunächst gar nicht bedacht hatten. Wie sich später herausstellte, waren diese Tipps durchwegs großartig! Wer alles starr durchplant, dem entgehen solche Chancen.

Route-Neuseeland-4-Wochen

Unsere Route ist besonders für Leute interessant, die Neuseeland von Norden nach Süden bereisen, obwohl natürlich nichts dagegen spricht, in die entgegengesetzte Richtung zu reisen. Vorab noch ein paar wichtige Infos:

1. Reiseführer für Neuseeland

Wir haben uns für den Neuseeland Reiseführer von Stefan Loose entschieden und unsere Entscheidung keine Minute bereut. Er ist super recherchiert, übersichtlich und hat uns von Anfang an wirklich gute Dienste geleistet. Klare Empfehlung!

2. Transport in Neuseeland

Die Route ist natürlich stark abhängig davon, für welche Transportart man sich entscheidet. In Neuseeland gibt es zahlreiche Transportmöglichkeiten. Die populärsten Varianten sind:

  • (Miet-)Auto
  • (Miet-)Camper
  • öffentlicher Bus
  • Trampen

Für unsere Bedürfnisse war das Mietauto die geeignetste Variante. Man ist stets mobil und muss keine Einschränkungen bezüglich der Route hinnehmen. Achtet  darauf, was in eurem Mietvertrag steht: Bestimmten Strecken (wie beispielsweise dem 99 miles beach) dürfen mit dem Mietwagen nicht befahren werden. Selbiges gilt auch für Mietcamper. Sehr, sehr viele Menschen reisen in Neuseeland mit dem Camper. Es gibt unzählige Campingplatz, die – soweit wir das beurteilen können – alle wunderbar ausgesehen haben und teilweise richtig idyllisch gelegen sind. Wir haben uns dennoch gegen den Camper und für etwas mehr Komfort entschieden und haben das keine Sekunde lang bereut.

Neuseeland-Mietauto

Der Bus als Transportmittel ist für uns von Anfang an ausgeschieden. Wir möchten mobil sein, uneingeschränkt und spontan. So manch eine Destination hätten wir mit dem öffentlichen Bus nie zu Gesicht bekommen. Wir konnten stehen bleiben, wann immer wir es wollten, konnten bei landschaftlichen Höhepunkten einfach anhalten und genießen, konnten Mittagspause im Grünen machen oder im Blue Lake schwimmen gehen. Kurzum: Wer diesbezüglich keine Abstriche machen möchte, sollte sich für ein (Miet-)Auto oder einen (Miet-)Camper entscheiden.

3. Verkehr in Neuseeland

In Neuseeland herrscht Linksverkehr. Daran gewöhnt man sich schneller als gedacht. Der Vorteil: außer in den größeren Städten hat man die Straße praktisch nur für sich. Da kann es schon einmal passieren, dass man dutzenden Kilometern keinem anderen Fahrzeug begegnet. Wichtig: Achtet insbesondere in dünn besiedelten Gebieten auf eure Tanknadel!


4. Unsere Route auf der Nordinsel

Auckland (A/E)

Unsere Reise startete in Auckland, der größten Stadt Neuseelands. Wir blieben zwei Nächte, um uns zu akklimatisieren. Am letzten Tag holten wir unser Mietauto und machten uns auf den Weg Richtung Norden.

Unsere Unterkunft: Rendevouz Hotel Auckland (sehr großzügige Zimmer, zentral gelegen, nicht ganz billig)

Bay of Islands/Paihia (B)

Verglichen zum restlichen Neuseeland überrascht in der Gegend der Bay of Islands die Vielzahl an Menschen. Einheimische und Touristen strömen wohl in den Sommermonaten dorthin, da man vergleichsweise gut baden kann und die Gegend bekannt dafür ist, Delfine beobachten zu können.

Unsere Unterkunft: Scenic Hotel Bay of Islands (große und einfache Zimmer, ca. 5 Minuten Gehweg zum Strand)

Route Neuseeland Nordinsel

Cape Reinga (C)

Die Fahrt zum nördlichsten Punkt Neuseelands setzen wir als Tagesausflug an. Belohnt wurden wir mit einer umwerfenden Aussicht und einer grandiosen Stimmung.

Mangonui (D)

Anschließend ging es wieder Richtung Süden. Auf dem Weg Dabei übernachteten wir im kleinen Örtchen Mangonui.

Unsere Unterkunft: Acacia Lodge Mangonui (sehr einfache Zimmer mit Küche, nette Terrasse)

Auckland (E/A)

Während unserer Fahrt nach Auckland hielten wir im Waipoura Forest, wo Neuseelands größter Kauri Baum zu bestaunen ist. In Auckland blieben wir für eine Nacht. Grund waren die Red Hot Chili Peppers, die an dem Tag ein Konzert spielten. Wer also eine solche Aktivität nicht einplant, kann getrost gleich weiter fahren.

Unsere Unterkunft: Auckland City Hotel (sehr kleine Zimmer, klassisches Stadt-Hotel, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis)

Rotorua (F)

Etwa drei Stunden benötigten wir für die Strecke von Auckland nach Rotorua. Dort blieben wir 3 Nächte, um uns den Hobbit-Filmschauplatz sowie die Quellen und Geysire anzusehen. Wer es eilig hat, dem reichen bestimmt auch 2 Nächte. Rotorua selbst hat nämlich wenig zu bieten.

Unsere Unterkunft: Mercure Hotel Rotorua (gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, große Zimmer, am Stadtrand von Rotorua, Whirlpool im Hof)

Ohakune/Tongariro (G)

Wer einen Stopp in der Nähe des Tongariro-Nationalparks einplant, sollte auf warme Kleidung nicht verzichten, denn wir froren in unserer Unterkunft in Ohakune ziemlich. Wir entschieden uns für das kleine Örtchen Ohakune und blieben 2 Nächte, um an unserem einzig vollen Tag das Tongariro Alpine Crossing zu wagen. Wer sich halbwegs fit fühlt und bereit ist, etwa 7-8 Stunden zu marschieren sowie klettersport-ähnlichen Bedingungen nicht abgeneigt ist, dem legen wir diese Wanderung wirklich ans Herz.

Unsere Unterkunft: Station Lodge Ohakune (klassische Jugendherberge mit Stockbetten, leider nicht geheizt, hilfsbereite und freundliche Besitzerin)

Wellington (H)

In Wellington blieben wir für eine Nacht, um die Stadt ein bisschen zu erkundschaften.

Unsere Unterkunft: Grand Chancellor Hotel Wellington (zentral gelegen, großzügige Zimmer, nicht ganz billig)

5. Unsere Route auf der Südinsel

Nelson (A)

Mit der Interislander Fähre ging es von Wellington nach Picton, wo wir unser Mietauto für die Südinsel in Empfang nahmen (Man bekommt üblicherweise für jede Insel ein eigenes Auto). Wir fuhren weiter nach Nelson, ein hübsches kleines Städtchen mit einer sehr netten Umgebung. Wir verbrachten zwei Tage im Abel Tasman Nationalpark und in umliegenden Weingebieten.

Unsere Unterkunft: Heritage Hotel Nelson (preislich eigentlich über unserem Budget gelegen, dafür richtig schöne Zimmer, sehr zentral)

Fox Glacier/Franz Josef Glacier (B)

Auf dem Weg zu den Gletschern empfiehlt es sich, Tankmöglichkeiten unbedingt wahrzunehmen. Diese Gegend ist nämlich sehr dünn besiedelt. Stehenbleiben kann man bei den Pancake Rocks, einer Felsformation direkt an der Straße, die sehenswert ist. Wir ließen die teuren Eisbesteigungen der beiden Gletscher aus und nutzten die kostenlosen Wanderwege, die allesamt empfehlenswert sind. Verpasst auf keinen Fall den einstündigen Rundweg um den Lake Matheson.

Unsere Unterkunft: Bella Vista Hotel Fox Glacier (zentral gelegen, kleine Zimmer, Griller im Garten)

Queenstown (C)

Die Strecke von den Gletschern nach Queenstown ist landschaftlich eine der tollsten, die wir in ganz Neuseeland gesehen haben. Wir blieben oft zwischendurch stehen, um die kristallblauen Seen und Flüsse zu bestaunen. Wem eiskaltes Wasser nichts ausmacht, kann im Blue Lake schwimmen gehen. Auf dieser Strecke liegen landschaftliche Höhepunkte, genießt es! In Queenstown selbst hat man zum ersten Mal das Gefühl, dass in Neuseeland ja doch etwas los ist. Von jungen Menschen umgeben, fühlt man sich sofort wohl. Wer fit ist, kann einen etwa einstündigen Fußweg zum Bob’s Peak wagen, von wo man einen absolut gigantischen Panoramablick über Queenstown hat. Einfach statt der Seilbahn links in den Wald einbiegen und dann immer den Berg hinauf!

Unsere Unterkunft: Heartland Hotel Queenstown (relativ zentral gelegen, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis)

Route Neuseeland Südinsel

Te Anau (D)

Te Anau nutzten wir als Ausgangsbasis für eine Besichtigung des Milford Sounds, dem Fjordland. Um einen ganzen Tag für das Milford Sound zur Verfügung zu haben, blieben wir 2 Nächte. Retrospektiv waren sogar diese beiden Tage zu lange, denn Te Anau selbst hat absolut nichts zu bieten. Die Stimmung ist eigenartig und deprimierend, insbesondere wenn man aus dem lebhaften Queenstown kommt. Würden wir erneut in diese Gegend kommen, würden wir wohl einen anderen Ort zum Übernachten wählen.

Unsere Unterkunft: Distinction Luxmore Hotel Te Anau (riesiger und etwas verlassener Hotel-Komplex, altmodische dafür ziemlich große Zimmer)

Milford Sound (E)

Das Milford Sound selbst besichtigten wir im Rahmen eines Tagesausflugs. Wir buchten die Karten für die Bootstour übers Internet und fuhren mit unserem Mietauto direkt bis zum Parkplatz. Bei günstiger Verkehrslage und sommerlichem Wetter benötigten wir für die Strecke 1 1/2 Stunden. Bei Schneechaos kann es bestimmt länger dauern.

Owaka/Catlins Coast (F):

Wir wären hier wohl nie hingekommen, hätte uns ein deutsches Mädchen diesen Ort nicht empfohlen. Die Gegend ist dünn besiedelt, es verirren sich nicht viele Touristen hier her. Die Landschaft ist gewaltig und man kann Robben und Pinguine beobachten.

Unsere Unterkunft: YHA Catlinscoast (klassische Jugendherberge, schöner Garten, große Küche, nett gelegen)

Dunedin (G)

Wir blieben für zwei Nächte in Dunedin und machten einen Tagesausflug auf die Otago Peninsula. Unbedingt empfehlenswert ist der Sandfly Bay, wo wir auf einem menschenleeren Strand Robben aus unmittelbarer Nähe beobachten konnten.

Unsere Unterkunft: Living Space Dunedin (zweckmäßige Zimmer, derzeit nicht mehr buchbar)

Lake Tekapo/Mount Cook (H)

Wir übernachteten direkt am blitzblauen Lake Tekapo, von wo wir den Mount Cook Nationalpark besuchten. Der etwa dreistündige Hooker Vally Track ist absolut empfehlenswert, bietet tolle Ausblicke und ist auch für Nicht-Wanderer machbar.

Unsere Unterkunft: Parkhead Motel (etwas altmodische Zimmer, hübscher Ausblick auf den See, etwas abgelegen, Griller im Garten)

Christchurch (I)

Unsere letzte Destination war das vom Erdbeben 2011 noch sichtbar in Mitleidenschaft gezogene Christchurch. Die Stadt ist an sich ganz nett, aber es ist kaum etwas los und viel ansehen kann man auch nicht, da die Innenstadt gesperrt ist. Wir blieben für eine Nacht und waren mit dieser Entscheidung zufrieden.

Unsere Unterkunft: Dorset House Christchurch (sehr hübsches Hostel, nette Zimmer, sympathische Mitarbeiter*innen)

6. Weitere Neuseeland-Berichte von uns


Wart ihr schon in Neuseeland und habt noch weitere Tipps für eine Reiseroute? Wir freuen uns über eure Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

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